Vortrag beleuchtet Lebensabschnitt in Schillingsfürst

Schillingsfürst (pm/ak). Die VHS-Schillingsfürst lädt am Sonntag, 7. April zu einem Vortrag ein. Wolfgang Osiander referiert von 14 bis 15:30 Uhr zum Thema „Die Schillingsfürster Jahre des Kardinal Gustav Adolf zu Hohenlohe-Schillingsfürst“. Veranstaltungsort ist der Konzertsaal im Schloss (Am Wall 14).
Am 22. September 1870 kam Kardinal Gustav Adolf von Hohenlohe-Schillingsfürst aus Rom kommend in Schillingsfürst an. Er hatte nach der Verabschiedung des Dogmas von der Unfehlbarkeit des Papstes, dem er aus Überzeugung nicht zustimmen konnte, Rom verlassen und sich in Schillingsfürst, dem Stammsitz seiner Familie, niedergelassen. Sechs Jahre sollte sein Aufenthalt in Schillingsfürst währen, bevor er 1876 wieder nach Rom zurückkehrte. In seinen Schillingsfürster Jahren gründete er die heutige Realschule, ließ den Kardinalsgarten anlegen, wurde aber, als er den Posten eines Botschafters des Deutschen Reiches beim Heiligen Stuhl annehmen wollte, von Rom brüsk zurückgewiesen und verlor dort weiter an Rückhalt. In Schillingsfürst empfing der Kardinal Franz Liszt, zog sich aber aufgrund seiner Verfolgungsängste häufig in die Einsamkeit des Weilers Obergailnau zurück. Der Vortrag beleuchtet die unterschiedlichen Facetten dieser wichtigen sechs Jahre im Leben des Kardinals. Der Kurs findet in Zusammenarbeit mit dem Kulturförderverein statt. Anmeldung erbeten unter 09868 / 9339700 oder 09868 / 1665. Der Eintritt ist frei, eine freiwillige Spende jedoch erwünscht.

Kardinal Gustav Adolf zu Hohenlohe-Schillingsfürst zählt zu den Mitbegründern der heutigen Realschule. Repro: Privat

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