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Zukunftspreis des Main-Tauber-Kreises verliehen

Tauberbischofsheim/Main-Tauber-Kreis. 25 Bewerbungen waren bis zum 30. September beim Landratsamt zum Thema „Ausbildung – Karriere daheim“ eingegangen. Nun wurden die Sieger des diesjährigen Zukunftspreises des Main-Tauber-Kreises im Tauberbischofsheimer Rathaussaal ausgezeichnet. Den ersten Platz sicherte sich der Kurtz Ersa-Konzern aus Kreuzwertheim, die Stadtwerke Tauberfranken GmbH landeten auf dem 2. Rang, über den 3. Platz durfte sich die BASS GmbH aus Niederstetten freuen.

Landrat Reinhard Frank wagte zunächst einen optimistischen Blick in die Zukunft. „Der ländliche Raum hat zunehmend mehr Zukunft“, stellte Frank fest. Die großen Aufgaben der Zukunft seien die Digitalisierung und der Fachkräftemangel, leitete er zum diesjährigen Thema des alle zwei Jahre stattfindenden Wettbewerbs über.

Der Kurtz-Ersa Konzern, der aktuell 107 Auszubildende beschäftigt, wurde von der 11-köpfigen Jury vor allem für sein breitgefächertes, persönliches und intensives Engagement in der Nachwuchsgewinnung und –betreuung gewürdigt. Die Jury stellte hierbei die Funktion der unternehmenseigenen Hammer Academy heraus. Besonders beeindruckt zeigte sich die Jury auch vom Engagement des Konzerns für schulisch schwächere Azubis.

Bei den Stadtwerken Tauberfranken würdigte die Jury das starke soziale Engagement des Unternehmens und die Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule, bei der auch ein neuer Studiengang entwickelt wurde.

Die BASS GmbH wurde für die intensive Betreuung ihrer Azubis, das stimmige Gesamtkonzept der Ausbildung sowie für Unterstützungsleistungen und Engagement für die Nachwuchskräfte und die Region gewürdigt.

Bevor es an die Preisverleihung ging, sprachen Dr. Gunther Wobser, geschäftsführender Gesellschafter der LAUDA Dr. R. Wobser GmbH&Co KG, sowie Prof. Dr. Seon-Su Kim, Prorektor und Leiter des Campus Bad Mergentheim der DHBW, zum Publikum. Gunther Wobser stellte seinen Vortrag unter den Titel „Duale Ausbildung vor dem Hintergrund der demografischen Entwickung“. Wobser machte auf den prognostizierten Bevölkerungsrückgang im Landkreis aufmerksam. Bis 2030 soll die Bevölkerung um 6,5% zurückgehen, vor allem jungen Leute ziehen weg. Die Integration von Asylbewerbern, die Anwerbung von EU-Bürgern aus Bulgarien und Rumänien und die Digitalisierung nannte er als Lösungsmöglichkeiten. Besonders wichtig sei auch, die Vorteile des Main-Tauber-Kreises mehr herauszustellen. Wobser forderte hier mehr Selbstbewusstsein ein. „Wir müssen uns der Herausforderung stellen. Wir sind grundsätzlich gut gerüstet, müssen aber unseren Minderwertigkeitskomplex überwinden.“

Jurymitglied Prof Dr. Seon-Su Kim stellte in seinem Vortrag sechs Thesen vor, die er aus den Ergebnissen des Wettbewerbs in Bezug auf das Thema Ausbildung ableitete. Dazu gehörten für Unternehmen u.a. kontinuierliche Ausbildungsangebote, Integration sozial benachteiligter Jugendlicher, von Flüchtlingen und behinderten Menschen, verantwortungsvolles Handeln, eine starke Bindung der Azubis durch Perspektive und Weiterbildung sowie regionales Engagement als Mitarbeiterbindungsmaßnahme.

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