Aktuelle Stellenanzeigen:

Umfang der Bürgerbeteiligung bayernweit einmalig

Beyerberg (zr). Eine erfreuliche Beteiligung von gut gelaunten Helfern bei der Aktion „Ein Tag für den Kappelbuck“ registrierten Friedrich Steinacker, Bürgermeister der Gemeinde Ehingen, sein Stellvertreter Klaus Kober und Norbert Metz vom Landschaftspflegeverband Mittelfranken. Eine stattliche Zahl von 22 Frauen und Männern sowie 14 Kindern setzte mit ihrem Einsatz ein Zeichen für den Erhalt der Obstbäume und des Magerrasens.

Die Teilnehmer bei der Aktion „Ein Tag für den Kappelbuck“ Foto: Fritz Zinnecker

Das gemeinschaftliche Arbeiten fand bereits zum 22. Mal statt. Wichtige Pflegearbeiten an den alten Streuobstbäumen und den Hutungsbereichen wurden durchgeführt. Standen vor einigen Jahren noch die Entbuschungsarbeiten von großen Gebüschbereichen an, so rückten jetzt die Helfer den Gehölzverbuschungen mit Motorsense und Gabeln zu Leibe. Drei Baumwarte waren mit Unterstützung der Aktiven in Kleingruppen mit der Durchführung von Pflegeschnitten befasst. Fast 40 Streuobstbäume wurden geschnitten. Damit eine Obsternte im Herbst wieder ermöglicht wird, wurden im Traufbereich von vielen Obstbäumen junge Schlehen, Rosen und Weißdorn entfernt. Damit sei auch wieder eine bessere Beweidung der blütenreichen Magerrasen am Kappelbuck möglich, informierte Norbert Metz in einer Pressemitteilung. Es sei beeindruckend, was viele Hände in wenigen Stunden bewegen können, lobte Bürgermeister Steinacker. Laut Norbert Metz habe sich in Beyerberg „ein breites Bündnis für den Kappelbuck entwickelt“. Neben den Aktiven vornehmlich aus Beyerberg, Schlierberg und Ehingen, waren auch der Verein GenussErlebnis Kappelbuck, die Mosterei Beyerberg und die Schäferei Belzner beteiligt. Kaum vorstellbar sei, wie der Kappelbuck ohne diesen jährlichen Aktionstag aussehen würde. Die Bedeutung der Pflegearbeiten für den Erhalt der vielfältigen Lebensräume aus Magerrasen, Gebüschen, Feuchtflächen und ausgedehnten Streuobstbereichen sei nicht hoch genug einzuschätzen, hieß es.

Die Bereitschaft und das Engagement der Menschen für ihre Kulturlandschaft sei auch nach mehr als 20 Jahren ungebrochen und „in dieser Form und in diesem Umfang der Bürgerbeteiligung in ganz Bayern einmalig“, lautete das Fazit des Landschaftspflegeverbands.

Für die verdiente Brotzeit sorgte der Obst- und Gartenbauverein Beyerberg. Beim abschließenden Lammessen für die fleißigen Helfer in der örtlichen Gastwirtschaft bedankte sich Bürgermeister Steinacker bei der Schäferei Belzner für die Lammspende.

Related Posts

Naturerlebnis Kappelbuck erfreut sich großer Beliebtheit
Kunst und hochkomplexe Technik vereint
Gärten gesucht