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WIEDER EINMAL EIN WINTER MIT SCHNEE IN HÜLLE UND FÜLLE

Zuletzt war die weiße Pracht vor einem Jahrzehnt noch stärker ausgeprägt

DINKELSBÜHL/FEUCHTWANGEN/ROTHENBURG/BAD WINDSHEIM (HM). Mit 217,1 Liter pro Quadratmeter war der Winter 2020/21 durchschnittlich nass. Die langjährige Norm wurde nur um 0,2 Liter überboten, so dass exakt 100 Prozent des langjährigen Erfahrungswertes (1991-2020) am Boden ankamen. Auf einen recht trockenen Dezember war ein zu nasser Januar gefolgt. Der Winter war aber reich an Schnee. Der letzte zu trockene Winter liegt jetzt schon vier Jahre zurück (2016/17 nur 97,5 Liter). Die zurückliegende Jahreszeit brachte jetzt 61 (statt 54) Tage mit Niederschlag. An 44 (statt 38) Tagen maß der Niederschlag mindestens einen Liter oder mehr; davon an vier Tagen sogar mehr als zehn Liter. Niederschlagsreichster Tag der Jahreszeit war der 28. Januar mit 23,9 Liter innerhalb von 24 Stunden. Weil der Niederschlag häufig in Form von Schnee (an 24 Tagen) oder Schneeregen (19 Tage) niederging, blieben nur 18 reine Regentage übrig; so wenig wie zuletzt im Winter 2009/10 (damals 14 Tage). Noch mehr Schneetage waren zuletzt 2012/13 beobachtet worden (36 Tage). Auch zählte man 14 Tage mit Graupel und sieben Tage mit Schneeverwehungen. Beinahe-Rekorde gab es bei den Tagen mit Dunst (58 Tage; 2016/17: 60 Tage) sowie bei den Reiftagen (50 Tage; 2016/17: 53 Tage). Die längste Trockenperiode erstreckte sich vom 19. bis 25. Februar, während es vom 21. Januar bis 5. Februar tägliche
Niederschläge gab.

An Schnee herrschte im vergangenen Winter kein Mangel. Vor allem die Skilangläufer kamen dabei auf ihre Kosten. Foto: Heinz Meyer

Die Niederschlagsmengen im Einzelnen: Schillingsfürst (217,1 Liter), Rothenburg (170,9), Feuchtwangen (168,4), Dinkelsbühl (160,5) und Bad Windsheim mit 144 Litern. An den heimischen Flüssen wurde an 21 Tagen ein Hochwasser der Stufe eins bis zwei festgehalten; vorwiegend an der Altmühl bei Thann.

Schneereichster Winter seit einem Jahrzehnt

An 73 (statt wie üblich an 48 Tagen) wurde in diesem Winter eine Schneelage auf der Frankenhöhe beobachtet. Das ist der höchste Wert seit dem Winter 2009/10; damals 78 Tage). Das heißt im Umkehrschluss, dass nur 17 Wintertage ohne eine Schneelage waren. Mit 24 Zentimetern brachte der 18. Januar die mächtigste Schneedecke, welche zuletzt im Winter 2012/13 mit 26 Zentimetern noch ausgeprägter war. An 62 (statt 38) Tagen maß die Schneedecke mindestens einen Zentimeter; davon an 36 (statt 14 Tagen) sogar zehn Zentimeter oder mehr. Gemessen an den täglichen Schneehöhensummen ergibt sich der schneereichste Winter seit einem Jahrzehnt. Gleich an 44 Tagen wurde eine morgendliche Neuschneeauflage beobachtet, was in dieser Häufigkeit nur in den Wintern 2004/05, 2009/10 und 2012/13 vorkam. Mehr als 124 Zentimeter Neuschnee hielten die Meteorologen zuletzt ebenfalls vor einem Jahrzehnt fest (136 Zentimeter). Die maximale Neuschneemenge bescherte der 8. Februar mit 14 Zentimetern. Dafür brachte die Jahreszeit kein einziges Gewitter; zum Vergleich: Im Vorjahr zogen gleich acht Mal Blitz und Donner über das Land. Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit lag am Nachmittagstermin bei 82,5 Prozent, was den höchsten Wert seit dem Winter 2014/15 (damals 82,8 Prozent) darstellt.

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