Aktuelle Stellenanzeigen:

Der Winter 2020/21 brachte normalen Sonnenschein und nur schwache Winde

DINKELSBÜHL/FEUCHTWANGEN/ROTHENBURG/BAD WINDSHEIM (HM). Der vergangene Winter verwöhnte mit 177,7 sonnigen Stunden. Das sind 5,7 Stunden oder drei Prozent mehr als im neuen langjährigen Mittel der Jahre 1991 bis 2020 (172 Stunden). Dabei bescherte der trübste Winter seit drei Jahren an seinem letzten Tag, dem 28. Februar, den sonnigsten Wintertag der bisherigen Wetterhistorie. Lag bisher der Bestwert bei 10,0 Stunden in den Jahren 1963 und 1975, somit wurde dieser Rekord mit jetzt 10,5 Stunden geradezu pulverisiert. Genau zehn Stunden und 30 Minuten schien das Fixgestirn am letzten Wintertag. Überhaupt brachte die zurückliegende Jahreszeit jetzt erstmals gleich zwei
Tage mit einer Sonnenscheindauer über zehn Stunden; das gab es in der Vergangenheit noch nie. Ein solcher Tag in den beiden oben genannten Jahren war bislang das Maß der Dinge. Im Schnitt schien die Sonne jetzt fast zwei Stunden pro Tag.

Am letzten Februartag schien die Sonne auch am Schnelldorfer Erlensee von einem wolkenlosen Himmel. Foto: Heinz Meyer

Neben einigen sehr sonnigen Tagen wurden aber auch 44 Tage ohne jeglichen Sonnenstrahl notiert; das ist fast jeder zweite Wintertag und sind vier Tage mehr als gewohnt. Über die drei Monate Dezember, Januar und Februar hinweg zählte man acht (statt sieben) heitere Tage und 55 (statt 53) trübe Tage. Ein Windmittel von 2,11 brachte der Region den windärmsten Winter seit Bestehen der vollautomatischen Messstation in Feuchtwangen-Heilbronn (seit dem Winter 2007/08). Dem zu Folge lag das tägliche Windspitzenmittel auch nur bei 30,5 Kilometer in der Stunde. Die maximale Windstärke acht vom 29. Januar brachte eine höchste Windspitze von 65,5 km/h; das ist der niedrigste Wert seit mindestens 18 Jahren. An 20 Tagen wurde Windstärke sechs erreicht; davon an drei Tagen sogar Windstärke acht. Windschwächster Tag war der 23. Januar mit einer Windspitze von lediglich 12,6 km/h. Auch brachte die Jahreszeit den seltensten Südwestwind seit dem Winter 2005/06. So gab es um den diesjährigen Jahreswechsel herum kaum Sturmschäden in den Wäldern, was die Forstwirte sehr begrüßen dürften, machen doch Klimawandel und Borkenkäfer schon genug zu schaffen.

Related Posts

WIEDER EINMAL EIN WINTER MIT SCHNEE IN HÜLLE UND FÜLLE
Landkreis Neustadt a.d. Aisch – Bad Windsheim wird Standort für Forschungsprojekt zur Vorhersage und Bewältigung von Dürreperioden
1.200 Jahre Feuchtwangen