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Helios plant große Erweiterung in Bestenheid

Traditionshersteller für Isolierkannen auf Erfolgskurs

Wertheim. Der älteste Isoliergefäßhersteller Europas ist gleichzeitig einer der erfolgreichsten: Das Wertheimer Unternehmen Helios ist Marktführer für Isolierkannen im Profibereich. Am Standort Bestenheid auf dem ehemaligen Woerner-Areal stehen Erweiterungen für Produktion und Lagerung an. Darüber informierten sich Bürgermeister Wolfgang Stein und Wirtschaftsförderer Jürgen Strahlheim bei einem Firmenbesuch.

In Wertheim hat das Unternehmen 1909 gegründete inzwischen drei Standorte: Die Zentrale mit Werk 1 befindet sich Am Eichamt, das Werk 2 mit Hochregallager im Industriegebiet Am Kessler in Bestenheid und ein Standort im Gewerbegebiet Reinhardshof dient als zusätzliches Lager. Das Unternehmen entwickelt sich gut, deshalb braucht es mittelfristig weitere Flächen für Produktion, Montage und Logistik.

Uta und Michael Oetzel, die beiden Geschäftsführer von Helios, führten die Vertreter der Verwaltung zunächst in die umgebauten Büroflächen im Werk 1. „Hier haben wir den ersten Schritt unserer Weiterentwicklungsplanung – den Ausbau und die Modernisierung der Verwaltung – vor wenigen Tagen abgeschlossen“, informierten die beiden Geschäftsführer.

Als nächsten Schritt plant das Unternehmen eine Erweiterung auf dem benachbarten ehemaligen Woerner-Areal. Dazu steht die Geschäftsführung schon seit Mitte 2015 in Kontakt mit der Stadtverwaltung. Nach Erhalt eines positiven Bauvorbescheids hat Helios das Nachbargrundstück im Herbst 2016 erworben. Jetzt beginnen laut Geschäftsführer Michael Oetzel die konkreten Planungen für die aufwendige Weiterentwicklung des Werks 1. Vorgesehen sind ein Teilabriss des Woerner-Gebäudes, Neubauten für Produktion und Lagerung sowie die Anlage von Parkplätzen.

„Das ist eine bedeutende Investition, mit der wir die Weichen für die Zukunft stellen,“ betonten die Geschäftsführer. Von verbesserten Prozessabläufen sollen nicht nur die Helios-Standorte in Wertheim, sondern auch das Tochterunternehmen Hekuplast in Tschechien profitieren. In Wertheim und in Tschechien sind jeweils etwa 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Geschäftsführer Michael Oetzel zur zeitlichen Planung: „Vorgesehen ist, im Jahr 2018 die nicht benötigten Gebäudeteile des ehemaligen Woerner-Areals abzureißen. Parallel dazu arbeiten wir an der Bauantragsplanung und an den Voraussetzungen für die Beantragung von Fördermitteln“.

Wirtschaftsförderer Jürgen Strahlheim hat die Möglichkeiten, Fördertöpfe des Landes für die anstehenden Investitionen zu nutzen, bereits geprüft. Erfolgversprechend ist das „Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum“, weil es speziell die Wiederbelebung leerstehender Industriegebäude berücksichtigt.

 

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