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Drittes Gesundheitsforum tagte

UFFENHEIM. Ende November tagte das dritte Gesundheitsforum der Gesundheitsregionplus im Uffenheimer Rathaus. Vertreter aus den verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens trafen sich, um über die bisherigen Aktivitäten in der Gesundheitsregionplus zu sprechen, zu reflektieren und zukünftige Maßnahmen zu entwickeln.

Die Geschäftsstellenleitung der Gesundheitsregionplus, Stefanie Schindler, stellte die Aktivitäten des vergangenen Jahres vor: Neben den Pflichtaufgaben der Netzwerkarbeit und Mitwirkung in Arbeitskreisen, baut sie eine Homepage auf. Dort sollen zukünftig Informationen zu den Handlungsfeldern Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung zu finden sein. Zusätzlich sind ein Wegweiser-System und ein Veranstaltungskalender geplant.

Eine weitere Aufgabe ist die Öffentlichkeitsarbeit. „Es ist sehr wichtig, die Landkreisbevölkerung und die Politiker immer auf dem Laufenden zu halten.“, so Stefanie Schindler. Gerade beim Thema Gesundheitsversorgung sei es essenziell „sachlich zu berichten und über die gute medizinische Versorgung im Landkreis zu sprechen.“ Um diese gute Versorgung weiterhin aufrecht erhalten zu können, seien auch die Gemeinden gefragt. „Die junge Generation der Ärzte achtet mehr auf die weichen Faktoren wie Freizeitaktivitäten vor Ort, Betreuung der Kinder, Teilzeitmodelle und eine hohe Lebensqualität“, berichtete Schindler. Daher seien die Bürgermeister wichtige Partner, um die Attraktivität des Landkreises – Frankens Mehrregion – darzustellen.

Das letzte Jahr war geprägt vom Kampagnenthema des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege: Psychische Gesundheit. Hierzu veranstaltete die Gesundheitsregionplus zusammen mit den Akteuren des Arbeitskreises Psychische Gesundheit Anfang 2017 eine Themenwoche, in deren Rahmen eine Ausstellung, verschiedene Fachvorträge sowie ein Tag der offenen Beratungstür angeboten wurde. „Ein weiteres Highlight,“ so berichtete Beate Hopfengärtner, Sprecherin des Arbeitskreises Psychische Gesundheit, „war im Oktober die Fortbildung für Ärzte und Psychotherapeuten.“ Dort stellten sich Beratungsstellen vor und alle Informationen wurden in einem Ordner „Wegweiser Psychische Gesundheit“ zur Verfügung gestellt.

Im Bereich Gesundheitsversorgung stellte der Arbeitskreissprecher Dr. Josef Stauber die aktuellen KVB-Zahlen vor: „Im Landkreis herrscht eine gute hausärztliche Versorgung“. Der Arbeitskreis Gesundheitsversorgung setzte im Jahr 2017 seinen Schwerpunkt darauf, junge Ärzte anzusprechen, auf den Landkreis aufmerksam zu machen und erst kürzlich neu dazugekommene Ärzte und Ärztinnen willkommen zu heißen. So ging Dr. Stauber auf die zwei großen Projekte ein. Im Frühjahr wurde ein Flyer erstellt, der an Medizinstudierende ausgeteilt wurde, um auf eine Famulatur im Landkreis aufmerksam zu machen. Zudem veranstaltete die Gesundheitsregionplus zusammen mit dem Vorstand des Ärztlichen Kreisverbandes, Dr. Georg Deichhardt, und dem Bürgermeister von Bad Windsheim, Bernhard Kisch, den ersten Neu-Ärzte-Empfang.

Mitte Oktober 2017 stellte Melanie Huml, bayerische Gesundheits- und Pflegeministerin, das neue Kampagnenthema vor: Seniorengesundheit. Hierzu gründete sich in der Gesundheitsregionplus ein Projektarbeitskreis „Bewegung und Sturzprävention“ unter der Leitung von Dr. Wolfgang Anderer. Zudem engagiert sich Schindler dafür, dass das Projekt GESTALT (GEhen Spielen Tanzen Als Lebenslange Tätigkeit) als multimodales evidenz-basiertes Bewegungsprogramm zur Prävention demenzieller Erkrankungen mit wissenschaftlicher Begleitung im Landkreis umgesetzt wird. Im Herbst 2018 wird es auch eine Wanderausstellung zum Thema „Was heißt schon alt?“ für den Landkreis geben wird. Bei beiden Projekten werden die Akteure vor Ort mit eingebunden.

Im zweiten Teil des dritten Gesundheitsforums setzten sich die Teilnehmer damit auseinander, mit welchen Themen sich die Arbeitskreise in der Gesundheitsregionplus im nächsten Jahr beschäftigen sollen. Hier lag der Schwerpunkt auf der Seniorengesundheit. Wie schaffen wir es, neben Ärzten auch genügend Pflegefachkräfte für unseren Landkreis zu gewinnen? Welche Angebote benötigen Senioren zur Gesundheitsförderung? Welche gibt es schon? Zudem refkletierten die Teilnehmer die letzten zwei Jahre der Gesundheitsregionplus: Die Vernetzungsarbeit ist mit der Gesundheitsregionplus sehr gut gelungen. Die daraus entstehenden Projekte wie der Neu-Ärzte-Empfang, die Themenwoche wie auch der Wegweiser Psychische Gesundheit sind für den Landkreis Leuchtturm-Projekte, die teilweise bereits von anderen Gesundheitsregionplus als gutes Beispiel für die eigene Veranstaltung herangezogen wurden.

Gemeinsam diskutierten die Teilnehmer des dritten Gesundheitsforums in Uffenheim über die vergangenen und zukünftigen Aktivitäten in der Gesundheitsregionplus. Bild: Stefanie Schindler

Hintergrund:

Kernstück der Gesundheitsregionplus ist das Gesundheitsforum als zentrales Management- und Steuerungsinstrument. Das fachlich kompetente Gremium besteht aus Vertretern der Kommunalpolitik, Repräsentanten der ambulanten und stationären Versorgung und weiteren Gesundheitsdienstleistern. Den Vorsitz übernimmt Landrat Helmut Weiß.

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