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Zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur am 3. September

Eine Erkundung mit Klaus Huth

In Mergentheim sind seit 1293 jüdische Einwohner bezeugt. 1658 erhielt die jüdische Gemeinde vom Deutschen Orden die Genehmigung zur Einrichtung einer Synagoge; im Jahr 1700 zählte sie in der Stadt 40 Mitglieder und erreichte 1895 mit 280 Personen ihren höchsten Stand. Die nationalsozialistische Gewaltherrschaft führte auch in Mergentheim zu Flucht und Deportation. Mindestens 61 jüdische Mergentheimer kamen von 1939 bis 1945 ums Leben. Spuren ihres Lebens sind in der Stadt zu finden, im Deutschordensmuseum wird u.a. in einer Ausstellungssequenz die Erinnerung an die israelitische Gemeinde und hier insbesondere an den Journalisten, Redakteur und Dichter Felix Fechenbach und seinen Cousin, den Künstler Hermann Fechenbach wach gehalten. Um dem Vergessen weiter entgegen zu wirken, beteiligt sich das Museum beispielsweise seit einigen Jahren mit Führungen am „Europäischen Tag der Jüdischen Kultur“, der seit 1999 im September begangen wird. Für das Deutschordensmuseum erkundet Klaus Huth am 3. September ab 14 Uhr „Die Geschichte der Mergentheimer Juden“ und geht dabei durch das Schloss und die Altstadt. In rund 30 Ländern öffnen sich in diesem Jahr am kommenden Sonntag die Tore zu Synagogen und Friedhöfen, Gedenkstätten und Museen. Allein in Baden-Württemberg finden an mehr als 50 Orten Veranstaltungen statt, darunter auch in Bad Mergentheim.

 

Info:

Treffpunkt Museumskasse.

Die Führung ist kostenpflichtig.

Dauer: ca. 2 Stunden

 

Hermann Fechenbach kam im Januar 1897 am Gänsmarkt 8 zu Welt – hier eine Aufnahme vor dem Abriss der Gebäude am Gänsmarkt im Jahr 1999
Foto: Deutschordensmuseum

 

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