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Blick nach Dietenhofen: Interview mit Bürgermeister Rainer Erdel

Dietenhofen. Der Markt Dietenhofen liegt im Landkreis Ansbach, in Mittelfranken, Bayern und damit unweit der angrenzenden Städte Nürnberg, Ansbach und Rothenburg o.d.T.

Im nachfolgenden Interview berichtet Bürgermeister Rainer Erdel über die Besonderheiten der Marktgemeinde und gibt darüber hinaus Einblicke in sein Privatleben.

BlickLokal (im Folgenden BL): Herr Erdel, geben Sie uns doch einen kleinen Einblick in Ihre Person

Rainer Erdel (im Folgenden RE): Natürlich! Ich wurde am 7. Juni 1955 geboren, bin glücklich verheiratet und darf mich über drei eigene Kinder sowie vier Enkel freuen. Mein Zuhause habe ich im Ortsteil Lentersdorf in Dietenhofen gefunden. Von Beruf bin ich gelernter Landwirtschaftsmeister, was es mir 1978 möglich machte, den elterlichen Hof zu bewirtschaften. 2013 übergab ich diese Aufgabe dann meinem Sohn. Seit 1984 widmete ich mich dann der Kommunalpolitik und trat im Jahr 2002 schließlich für sechs Jahre das Amt des dritten Bürgermeisters von Dietenhofen an. Ab dem Jahr 2008 durfte ich mich für weitere sechs Jahre Jahre als Zweiter Bürgermeister ehrenamtlich einbringen. Von 2009 bis 2013 war ich Mitglied des Deutschen Bundestages. Bei der Bürgermeisterwahl 2014 setzte ich mich gegen meine Mitbewerber durch und wurde schließlich zum Ersten Bürgermeister gewählt. Bei der Bürgermeisterwahl 2020 trat ich als einziger Bewerber erneut an und wurde mit 87 % wiedergewählt.

BL: Woher rührt die persönliche, beziehungsweise emotionale Verbundenheit zu Dietenhofen?

RE: Dietenhofen war schon immer mein Wohlfühlort, hier bin ich geboren worden, zur Schule gegangen und habe mein Leben aufgebaut. Auch zwei meiner Kinder sind in Dietenhofen geblieben. Zudem verwob mich mein Alltag als Landwirt sehr eng mit der Natur, der Landschaft und den Menschen in der Gemeinde. Ich kenne die meisten meiner Mitbürger:innen und ebenso ist es anders herum. Das schafft Vertrauen.

BL: Aus welchem Grund haben Sie sich damals dazu entschieden, als Bürgermeister zu kandidieren?

RE: Ich habe die ganze Entwicklung der Gemeinde seit den 60er Jahren miterleben und gestalten dürfen. Die positive Dynamik dieser Zeit will ich mit meinem Amt fortsetzen.

BL: Was macht die Marktgemeinde zu einem echten Unikat?

RE: Der Markt Dietenhofen hat ein gesundes Wachstum erfahren dürfen. Zahlreiche kommunale Freizeiteinrichtungen aber auch viele Arbeitsplätze im Gewerbe und Handwerk sind in den vergangenen Jahrzehnten entstanden. Aufgrund dessen und durch eine vernünftige Investitionspolitik, hat der Markt mit seinen Ortsteilen eine bemerkenswerte Entwicklung spüren dürfen. Dietenhofen ist für seine Bürger:innen ein durchaus angenehmer Wohnort und ein wichtiges wirtschaftliches Standbein für viele Familien, auch über die Gemeindegrenzen hinaus. Mit der Gemeinde Rügland bildet der Markt einen Schulverband und hat eine Grundschule mit circa 330 Schülern sowie eine Mittelschule mit circa 130 Schülern. Es existieren derzeit zwei neue kommunale Kindergärten – schon bald können wir den Bedarf an Krippenplätzen und Kindergartenplätzen zu 100 % abdecken. Des Weiteren gibt es Einrichtungen der stationären Pflege, betreutes Wohnen und in Kürze auch eine neue Tagespflege, der Bau ist bereits in Planung. Nicht zuletzt wird durch den Diakonieverein Dietenhofen e.V. ambulante Pflege im ganzen Gemeindegebiet angeboten.

BL: Nennen Sie uns die wichtigsten Fakten zum Ort, wie Einwohnerzahlen, Fläche und Demografie etc.

RE: Nach aktuellem Stand beheimatet der Markt Dietenhofen circa 5800 Einwohner:innen, auf einer Fläche von rund 6400 Hektar. Von den insgesamt 28 Ortsteilen sind, bis auf vier kleinere mit 45 Einwohner:innen, alle an die kommunale Kläranlage angeschlossen. 27 werden durch den Zweckverband zur Wasserversorgung Dillenberggruppe mit Trinkwasser versorgt. Die Anzahl unserer älteren Mitbürger:innen steigt seit Jahren, gleichzeitig sinkt der Anteil unter 18-jähriger.

BL: Wieso ist die Marktgemeinde als Wohnort so attraktiv und welche Angebote gibt es speziell für Familien?

RE: Der Markt betrachtet sich selbst als familienfreundlichen Wohnort. Günstige Baulandpreise und Mieten, als auch ein hervorragendes Angebot in der Betreuung unserer Kleinsten zeichnen Dietenhofen aus. Grund- und Mittelschulen am Ort runden das Angebot ab. Zu den weiterführenden Schulen in Heilsbronn, Neuendettelsau und Ansabch haben wir eine gute Busanbindung. Dietenhofen kann ein reichhaltiges Freizeitangebot vorweisen, das sich in unseren Vereinen mit hervorragender Jugendarbeit widerspiegelt. Die Gemeinde besitzt ein Hallenbad mit einer sehr in der Jugendarbeit engagierten DLRG.

DIETENHOFEN _JG_. BL: Sie erwähnten das Vereinsleben, könnten Sie das Thema etwas vertiefen?

RE: In Dietenhofen etablierten sich über die Jahre mehr als 70 Vereine! Von der Feuerwehr, den Modellfliegern, dem Imkerverein bis hin zum Skiclub ist ein breites Spektrum geboten, sich sowohl sportlich als auch anderweitig zu einzubringen. Die Gemeinde unterstützt das Vereinswesen nachhaltig durch laufende Zuschüsse und finanzielle Hilfen bei Investitionen. Besonders erwähnenswert sind die singenden und musizierenden Vereine, wie z.B. unser Europamusikzug und die Young Voices.

BL: Inwieweit setzt sich die Marktgemeinde für dem Umweltund Klimaschutz ein?

RE: Das Engagement diesbezüglich ist weitreichend und von der breiten Öffentlichkeit fast unbemerkt. Bereits 1993 habe ich mit dem ersten Biomasseheizwerk in Bayern ein Zeichen gesetzt. Seitdem werden unsere Schule, der Kindergarten sowie eine Sporthalle und das Hallenbad umweltfreundlich beheizt. Im Augenblick wird mit Unterstützung der Gemeinde durch einen Privatinvestoren ein Fernwärmenetz für das gesamte Ortsgebiet in Dietenhofen abschließend gebaut. Ziel ist es, in wenigen Jahren so gut wie alle Anwesen des Ortes über die Abwärme einer Biogasanlage oder die Fernwärme aus einem Holzhackschnitzelheizwerk zu beheizen. Im Gemeindegebiet gibt es bereits zehn bäuerliche Biogasanlagen und auf circa 25 Hektar erzeugen PV Anlagen klimafreundlichen Strom. Hinzu kommen zwei Windräder in einem unserer Ortsteile – zwei weitere befinden sich in der Planung. Doch nicht nur die Energieerzeugung ist wichtig, ebenso ist es die Reduzierung des Stromverbrauchs. Aus diesem Grund haben wir seit mehreren Jahren kommunale Gebäuden PV Anlagen als Eigenverbrauchsanlagen aufgebaut. Diese wirken hervorragend! Alle 1000 Straßenlampen wurden in den vergangenen Jahren auf moderne LED-Technik umgestellt. Die dadurch erreichte Stromeinsparung ist beeindruckend.

BL: Wie ist die aktuelle Bauplatzsituation?

RE: Im Augenblick erfolgt die Bebauung eines Baugebietes mit 34 Häusern. Die letzten Bauplätze wurden vor einigen Wochen verkauft. Auch vorhandene Baulücken in bereits bestehenden Baugebieten schließen sich zusehends. Vor wenigen Tagen erst begannen die Arbeiten zur Erschließung eines weiteren Baugebietes mit fast 40 Parzellen. Das Interesse an Bauland ist riesig, wenngleich die Möglichkeiten Bauland auszuweisen durch verschärfte gesetzliche Auflagen und einen schwieriger werdenden Bodenmarkt sinken. Bereits 200 Interessenten haben sich bei uns um einen Bauplatz beworben.

BL: Welche Visionen möchten Sie für die anstehende Amtszeit verwirklichen?

RE: Visionen werden häufig durch Realität und die verfügbaren Finanzen eingefangen. Ich sehe den weiteren Ausbau der Glasfaserinfrastruktur, bei dem wir schon ganz gut dabei sind, als einen wichtigen Entwicklungsschritt für unsere Gemeinde. Die Begleitung des demografischen Wandels, mehr Infrastruktur zur Begleitung unserer älteren Mitbürger:innen, aber auch der Ausbau und die Modernisierung unserer Kindertagesstätten, plus Schulen, werden in den nächsten Jahren anstehen. Seit geraumer Zeit erstellen wir zudem ein Gewässerentwicklungs- als auch Hochwasserschutzkonzept. Dinge, die viel Geld kosten, angesichts der aktuellen Bilder aus unterschiedlichen Landesteilen jedoch wichtiger denn je sind, um die Werte, die unsere Mitbürger:innen in der Vergangenheit geschaffen haben zu schützen.

 

HERPA HILFT HOCHWASSER-OPFERN

Verkauf von Sondermodellen zugunsten der Flutopfer

Wegen der schweren Hochwasserkatastrophe musste der seit vielen Jahren beliebte Truck Grand Prix auf dem Nürburgring ausfallen. Bekanntlich war die Region Bad Neuenahr-Ahrweiler rund um die Rennstrecke in der Eifel von der Flut besonders betroffen. Alle verfügbaren Rettungskräfte sowie viele Mitarbeitende und technisches Gerät des Nürburgrings waren in der Region im Einsatz, um zu helfen. Auch Herpa engagiert sich und spendet zwei Euro pro verkauftem Sondermodell für das geplante Event für die Hilfe der Flutopfer. Es ist ein fester Termin im Kalender der Truck-Fans: der Truck Grand Prix am Nürburgring. Tausende Interessierte verfolgen nicht nur die Rennen der Lkw, es gibt auch ein großes Rahmenprogramm mit vielen Ausstellern und eine große Party am Abend. Da, wo sich sonst getunte und schicke Trucks aneinanderreihen, stehen jetzt ganz andere Lkw von THW Feuerwehr und dem Roten Kreuz. Der Truck Grand Prix mit Europameisterschaft am vergangenen Wochenende ist ausgefallen, der Nürburgring engagiert sich für die Opfer der Hochwasserkatastrophe. Im eigenen Hotel finden Opfer ein Dach über dem Kopf, deren Haus unbewohnbar geworden ist. In der Veranstaltungshalle werden jede Menge Hilfsgüter aus der Bevölkerung sortiert und an Betroffene abgegeben. Unter den freiwilligen Helfern sind auch viele hundert Motorsportfans, die  eingesprungen sind. So ist aus der regionalen Hilfsaktion eine nationale Sammelstelle geworden. Die zentrale Lage des Nürburgrings ist auch für die Rettungskräfte wichtig, die hier Quartier bezogen haben. Herpa ist nicht nur auf dem Truck Grand Prix regelmäßig mit einem Stand vertreten, der Modellhersteller aus Franken bringt auch immer ein Sondermodell heraus. Das diesjährige ist bereits lieferbar. „Zwei Euro von jedem verkauften Lkw werden für die Flutopfer gespendet,“ so Prinz zu Leiningen.

Neben der Sonderveröffentlichung haben wir auch Betriebe aus der Region für unsere Leser hier aufgelistet:

Bräuer  www.holzbau-bräuer.de
Auerochs  www.aucherochs-gmbh.de

www.facebook.com/Auerochs-GmbH-817908928296977

Markt Dietenhofen  www.dietenhofen.de

 

Um das Sonderthema unserer Wochenzeitung auch einem breiten Publikum vorstellen zu können, präsentieren wir den Ratgeber hier online und zum Download:

Download mit Link ganz unten

 

 

Hier direkt zum Download:

Blick_nach_Dietenhofen

 

 

 

 

 

 

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