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Mit Disziplin, Geduld und Zusammenhalt gegen den Corona-Virus!

Liebe Leserinnen und Leser!

Die Corona-Pandemie greift tief in unser Leben ein. Der Alltag ändert sich und viele sorgen sich um Arbeit und Einkommen. Am schlimmsten trifft es diejenigen unter uns, die an Covid-19 erkrankt sind und womöglich um ihr Leben bangen müssen. Die Pandemie fordert uns heraus – jeden einzelnen und uns als Gemeinschaft.

Die Politik handelt entschlossen: Um den Corona-Virus einzudämmen, wurden Kontakte und Begegnungen zwischen Menschen massiv eingeschränkt. In Krankenhäusern werden die Bettenkapazitäten erhöht und zusätzliche intensivmedizinische Behandlungsmöglichkeiten geschaffen. Die gravierenden wirtschaftlichen und sozialen Folgen werden gemildert durch Soforthilfen für Unternehmen, Rettungsschirme für Arbeitnehmer und Mieter sowie Hilfen für Familien. Um in der Notlage handlungsfähig zu sein, wurde die Schuldenbremse außer Kraft gesetzt und ein Nachtragshaushalt von 122,5 Mrd. Euro beschlossen.

Die Politik ist im Krisenmodus. Auch die Abläufe haben sich geändert, was nicht nur durch größere Abstände zu den Kolleginnen und Kollegen im Plenarsaal zum Ausdruck kommt. Statt Sitzungen in Berlin und Vor-Ort-Terminen im Wahlkreis arbeite ich derzeit überwiegend von zu Hause. Video- und Telefonkonferenzen bestimmen jetzt meinen Arbeitstag ebenso wie Telefonate und Mailverkehr mit Bürgern, Unternehmen, Krankenhäusern und Kommunen. Sorgen und Verzweiflung sind spürbar, aber es überwiegt die Entschlossenheit, dem Virus zu trotzen.

Gewiss: Die Einschränkungen der persönlichen Freiheiten und des öffentlichen Lebens werden für viele zu einer immer schwerer zu ertragenden Belastung. Gastronomen fehlen die Gäste, Eltern sind durch Homeoffice und Homeschooling gestresst, Gottesdienste fallen aus, Heimbewohner leiden wegen der Besuchsverbote an Vereinsamung. Bund und Ländern fallen die Einschränkungen nicht leicht – sie sind nur gerechtfertigt, solange sie zur Bekämpfung der Pandemie erforderlich sind!

Oberstes Gebot ist der Schutz unserer Gesundheit. Damit Erkrankte gepflegt und möglichst geheilt werden können, dürfen wir das Gesundheitswesen jetzt nicht überlasten. Bisher sind die Krankenhäuser mit der Situation gut zurechtgekommen – helfen wir gemeinsam mit, dass dies so bleibt. Jeder von uns trägt eine Mitverantwortung dafür, dass sich nicht zu viele Menschen auf einmal anstecken und wir den Pandemieverlauf unter Kontrolle halten können. Deshalb meine große Bitte: Seien Sie weiter achtsam und befolgen Sie die Regeln – Hände waschen, Abstand halten, zu Hause bleiben!

Indem wir persönliche Begegnungen einschränken, nehmen wir aktiv Rücksicht, die besonders gegenüber Risikogruppen und älteren Menschen geboten ist. Die Rücksichtnahme sollte auch aus Respekt vor Ärzten, Pflegern und Sanitätern erfolgen. Wir müssen sie vor Überarbeitung und Infektionen schützen, damit sie weiter für Erkrankte da sein können. Für ihren unermüdlichen Einsatz in Arztpraxen, Krankenhäusern, Rettungswägen und Pflegeheimen danke ich von ganzem Herzen!

Unsere gemeinsamen Anstrengungen haben dazu geführt, dass sich der Virus langsamer ausbreitet – weiter so! Da sich die Kontaktsperren auf Unternehmen, Arbeitnehmer, Familien, Schulen und Vereine sehr negativ auswirken, begrüße ich, dass erste Bundesländer mit vorsichtigen Lockerungen für das öffentliche Leben beginnen. So dürfen beispielsweise Geschäfte mit einer Verkaufsfläche bis 800 Quadratmetern wieder öffnen. Mit einem Einkauf im heimischen Einzelhandel können Sie dazu beitragen, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu lindern und den Geschäften über die aktuelle Durststrecke zu helfen.

Natürlich ist weiter größte Vorsicht geboten: Wir brauchen für das Wiederhochfahren unserer Gesellschaft die gleiche Geduld und Disziplin wie für das erfolgreiche Senken der Infektionsgeschwindigkeit in den vergangenen Wochen. Mit einem erneuten Anschwellen der Infektionswelle ist niemandem geholfen. Die Politik muss weiter besonnen handeln und hartnäckig Lösungen voranbringen: Wir brauchen ausreichend Schutzkleidung für medizinisches Personal, mehr Testkapazitäten, eine funktionsfähige Tracing-App und vor allem einen wirksamen Impfstoff.

So wird uns Corona noch lange begleiten – in der Politik wie im Alltag. Ich finde, die Pandemie sollte uns veranlassen, wieder mehr Wertschätzung zu empfinden – für unser leistungsfähiges Gesundheitssystem, für die sichere Versorgung mit Lebensmitteln oder für unsere Freiheit zu reisen und Freunde zu treffen. Die Krise bietet die Chance, dass unser Denken und Handeln in Zukunft rücksichtsvoller, nachhaltiger und dankbarer wird – nutzen wir sie!

Ich wünsche Ihnen in diesen schwierigen Zeiten vor allem Gesundheit! Bitte helfen Sie mit, dass unser Land die Krise meistert – nur gemeinsam können wir es schaffen!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Alois Gerig

 


Mit guten Ideen und guten Taten gegen den Corona-Virus: Viele kleinere und größere Unternehmen in unserer Region sind aktiv in die Produktion von Schutzausrüstung eingebunden. So produzieren z.B. die Firmen Pahl in Külsheim und Baran in Walldürn Schutzmasken. Großzügig wurden und werden auch Masken an soziale Einrichtungen verschenkt – herzlichen Dank! (Foto: Büro Alois Gerig MdB)

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