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240 Wahlhelfer sind für die Bundestagswahl im Einsatz

Wertheim. Der Countdown für die Bundestagswahl am 26. September läuft. Dieser Tage fand die erste Schulung für die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer statt, die zweite folgt nächste Woche. Rund 240 Männer und Frauen leisten am Wahltag ihren ehrenamtlichen Dienst an der Demokratie und sorgen in 32 Wahlbezirken für korrekte Abläufe. Wie schon die Landtagswahl im März findet auch die Bundestagswahl unter Pandemiebedingungen statt. Das erlegt den Wahlhelfern besondere Verantwortung auf. Bei der Gewinnung der Helferteams für die Bundestagswahl hat die Stadt Wertheim auf die bewährten Kräfte zurückgegriffen, die schon im März im Einsatz waren. Sie erhielten bereits im Mai ihre „Einberufung“, verbunden mit der Berechtigung zu einer Corona-Schutzimpfung. Zum damaligen Zeitpunkt war der Zugang zum Impfsystem noch beschränkt. „Sobald Wahlhelfer zur priorisierten Personengruppe erklärt wurden, haben wir diesen Vorteil weitergegeben“, erläutert Manuel Münkel, der Leiter des Organisationsteams. Mit 130 Personen bilden Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der städtischen Betriebe wieder das Rückgrat der Wahlorganisation. Auch auf die Mandatsträger aus Gemeinderat sowie Ortschafts- und Stadtteilgremien ist mit einer Mitwirkung von 62 Personen erneut Verlass. Die beiden Gruppen stellen zusammen 80 Prozent der Wahlhelfer. Hinzu kommen etwa 50 Bürgerinnen und Bürger, die sich schon für die Landtagswahl aus eigener Initiative als Wahlhelfer gemeldet haben. Aus dem Wahlhelferpool wird eine Reserve vom 15 Personen gebildet, die bei Bedarf kurzfristig einspringen können. Die Wahlhelfer-Schulungen finden als Videokonferenz statt, aufgeteilt in zwei Gruppen. Manuel Münkel bereitet die Wahlhelfer gemeinsam mit Christoph Knörzer auf ihren Einsatz vor. Die Maßnahmen zum Infektionsschutz spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Wahlteams müssen viele zusätzliche Aufgaben im Blick haben: Wer hat die Einhaltung der Abstandsregeln im Blick, wer die Einlass- und Handdesinfektionskontrolle? Wer kümmert sich um das regelmäßige Lüften, wer um die Desinfektion von Kontaktflächen? Wer nimmt die Kontaktdaten von Personen auf, die sich als „Wahlbeobachter“ im Wahllokal aufhalten? Und was ist zu tun, wenn ein Wähler ohne Mundschutz kommt?

Während die 29 Wahllokale in Stadt, Ortschaften und Stadtteilen mit je sechs Wahlhelfern besetzt sind, werden den drei Briefwahlbezirken je 18 Helferinnen und Helfern zugeteilt. Aus gutem Grund: Der Anteil der Briefwähler steuert auch in Wertheim einem Rekord zu. Bis Dienstag, 14. September, hatten von den rund 17.000 Wahlberechtigten bereits 5.250 Briefwahl beantragt. Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2017 stimmten 2.797 Wähler per Briefwahl ab, bei der Landtagswahl im März dieses Jahres waren es 4.493.

Fotountertext: Die Wahlhelfer für die Bundestagswahl werden in Online-Schulungen auf ihren Einsatz vorbereitet. Foto: Stadt Wertheim

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