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Neues Konzept rund um öffentliche Abfalleimer: Probephase vorbei, Umsetzung folgt

Neue Behälter, Müllpresse, Zigarettenascher und Pfandringe sorgen zukünftig in Dinkelsbühl, der „Schönsten Altstadt Deutschlands (Focus)“ für noch mehr Schönheit.

Aufgrund der steigenden Touristenzahlen und der teilweise veralteten Modelle können die bisherigen Mülleimer den Bedarf des anfallenden Abfalls nicht mehr decken. Der Corona-Lockdown und der daraus resultierende To-Go-Verkauf trägt ein weiteres dazu bei, dass mehr Verpackungsmüll entsteht.

„Wir beschäftigen uns im Bauamt und im Bauhof seit Monaten für schönere und effektivere Lösungen bei der Entsorgung öffentlichen Mülls in der Stadt. Einige Pilotversuche mit verschiedenen Techniken und optischen Ausführungen haben wir vergangenes Jahr durchgeführt, so dass wir nun ab diesem Frühjahr ein neues Konzept bezüglich der Standorte und Ausstattungen von Abfallbehältern in der Altstadt und im Altstadtgrüngürtel umsetzen werden“, erläutert Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer.

Das Konzept, das Schritt für Schritt die kommenden Monate umgesetzt werden soll, und die dafür nötigen Finanzmittel hat der Bauausschuss in seiner Februar-Sitzung einstimmig beschlossen.

Keine Eis-Reste, keine Wespen und weniger Leerung nötig

Der erste nun diese Woche erfolgte Schritt des neuen Konzepts ist die Aufstellung von Abfallbehälter mit einer integrierten Müllpresseinrichtung. Diese sog. Müllhaie werden durch Solarpaneele gespeist und umfassen ein Abfallvolumen von 600 Liter. Die Aufstellung erfolgt am Gustav-Adolf-Haus und am Rathaus und damit unweit der Eisdielen. „Wir haben diese Müllpressen vergangenes Jahr getestet. Es gab keine Eis-Reste mehr auf dem Gehweg, keine Belastung durch Wespen, weil keine leere Eispappbecher im offenen Mülleimer oder auf der Straße lagen, und der Bauhof musste die Abfalleimer in der Umgebung weniger oft leeren“, berichtet Achim Auer vom Bauamt über die positiven Erfahrungen.

Neue anthrazitfarbene Behälter

Bestellt sind zudem bereits anthrazitfarbene Behälter, welche die vorhandenen Abfallbehälter in der Altstadt ab dem Sommer ersetzen werden. Sie haben eine kleinere Öffnung, wodurch verhindert wird, dass dort Hausmüll entsorgt wird. Pro Jahr ist der Austausch von 10 Abfallbehältern vorgesehen.

(Fotonachweis: Andrea Denzinger):
Letztes Jahr bereits hat die Stadt Dinkelsbühl testweise Müllpresseimer aufgestellt. Aus den Erfahrungen wurde nun ein Konzept für die Standorte und Ausführungen von Abfallbehältern erstellt, das ab sofort umgesetzt wird. Bauhofmitarbeiter platzierten am 29. April am Gustav-Adolf-Haus und am Rathaus (s. Foto, mit Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer (r.)) die ersten Müllpresseimer.

Gegen Zigarettenstummel in den Fugen der Altstadtpflaster

Einige Abfalleimer in der Altstadt werden mit einem Zigaretteneinwurf und einen Hundekotsackhalter ausgestattet. Zudem werden an fünf ausgewählten Standorten in der an Säulen befestigte Aschenbecher aufgestellt. „Wir schaffen die Infrastruktur, dass weder Zigarettenstummel die Fugen der Altstadtpflaster füllen, noch dass der Fußgänger in eine Tretmine tritt. Wir hoffen nun, dass Einheimische und Gäste die Infrastruktur auch annehmen“, appelliert der Rathauschef.

Pfand leicht auszusortieren

Ergänzt wird das neue Abfallkonzept durch Pfandringe an vier frequentierten Abfallbehältern an den Spazierwegen im Altstadtgrüngürtel. Der Einsatz von Pfandringen, die als Ring um den Abfallbehälter angepasst werden, hat das Ziel, dass die Flaschen und besonders die Pfandflaschen leicht von dem übrigen Müll aussortiert werden können. Die Ringe sind bestellt, werden aber erst im Sommer geliefert.