Mehr Kinder- und Jugendtheater auf der Burg Angebote für Kita-Gruppen und Schulklassen

WERTHEIM (RED). Der Eigenbetrieb Burg will 2024 mehr Theater für Kinder und Jugendliche auf die Bühne des Burggrabens bringen. Er baut das Angebot in Kooperation mit der Badischen Landesbühne auf drei Stücke aus. Bei Kindergarten-Gruppen und Schulklassen kommen die Vormittagsvorstellungen gut an. „Wir rennen mit der Initiative offene Türen ein“, freut sich Burgmanager Christian Schlager.

Letztes Jahr waren zwei Aufführungstermine von „Ronja Räubertochter“ ausverkauft. Die zweite Vorstellung war kurzfristig anberaumt worden, um die enorme Nachfrage bedienen zu können. Auch die Kinderoper des Mozartfests verzeichnet deutlich wachsende Zuschauerzahlen, seit sie auf die Burg verlegt wurde. „Schon drei Wochen nach Beginn des Vorverkaufs wurden heuer so viele Tickets verkauft wie im Vorjahr bis unmittelbar vor dem Konzerttermin,“ berichtet der Burgmanager.

Deshalb bietet der Eigenbetrieb Burg in Kooperation mit der Badischen Landesbühne dieses Jahr drei Kinder- und Jugendtheaterstücke an – mit passenden Aufführungen für jede Altersgruppe von vier bis 17 Jahren. Die Vormittagsvorstellungen werden sehr gerne von Kindergarten-Gruppen und Schulklassen besucht. Celia Fernandez-Selles vom Referat Kultur ist direkt mit Erzieherinnen und Lehrern im Gespräch, um das erweiterte Angebot vorzustellen. Die Buchung für Gruppen erfolgt dann direkt über die Badische Landesbühne.

Diese Aufführungen stehen auf dem Spielplan:

„Der kleine Ritter Trenk“ von Kirsten Boie wird am Mittwoch, 5. Juni, um 11 Uhr aufgeführt. Die Vorstellung um 9 Uhr ist bereits ausverkauft. Das Stück ist geeignet für Kinder ab fünf Jahren, 1. bis 6. Klasse.

Die Eltern des Bauernjungen Trenk schuften als Leibeigene tagein, tagaus und kommen auf keinen grünen Zweig. Das findet der kleine Trenk ungerecht und zieht kurzerhand mit seinem Ferkelchen los, um in der Stadt sein Glück zu machen. Die mehrfach mit Literaturpreisen ausgezeichnete Kinder- und Jugendbuchautorin Kirsten Boie erzählt von Freundschaft, großen Träumen und dem Mut, sich gegen starre Konventionen aufzulehnen, um sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.

„Die Wanze“, ein Insektenkrimi nach dem gleichnamigen Buch von Paul Shipton, steht am Freitag, 14. Juni, um 11 Uhr auf dem Spielplan. Das Stück ist geeignet für kleine und große Krimifans ab zehn Jahren, 5. bis 8. Klasse.

Der Frieden im Garten ist bedroht und Privatdetektiv Wanze Muldoon – wie viele Größen seines Berufes ein bisschen schäbig, aber schlagfertig und supercool – ermittelt unter Hochdruck. Er stößt auf ungewöhnliche Vorfälle im Ameisenstaat, kann gerade noch einem vierköpfigen Wespen-Killer-Kommando entfliehen und gerät fast in die tödlichen Fänge der gefürchteten Spinne. Die Wanze ist ein verboten spannendes und kriminell komisches Erzähltheatersolo.

„Dreier steht Kopf“ von Carsten Brandau wird am Donnerstag, 4. Juli, um 11 Uhr aufgeführt. Das Stück ist für Kinder ab vier Jahren bis 2. Klasse geeignet.

So ist die Welt in Ordnung: Einer ist immer der Erste und Zweier immer der Zweite. Doch dann stürmt Dreier auf die Bühne und die Ordnung droht zu kippen. Denn Dreier möchte sich nicht damit abfinden, als Dritter nie mitspielen zu dürfen. Carsten Brandau, u.a. ausgezeichnet mit dem Deutschen Kindertheaterpreis, schaffte ein absurdes Stück über die Suche nach Identität und die Ordnung der Welt, die mit Mut, Sprache und spielerischer Fantasie immer wieder auf den Kopf gestellt werden muss.

Die Anmeldung läuft direkt über die Badische Landesbühne, das Anmeldeformular steht auf der Homepage der BLB. Der Eintritt pro Kind beträgt 6 Euro, zwei Lehrkräfte oder Betreuer pro Gruppe sind kostenfrei.

Mit „Der kleine Ritter Trenk“ beginnt im Juni die Serie von Kinder- und Jugendtheateraufführungen auf der Wertheimer Burg. Foto: BLB / Manuel Wagner

 

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