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„EINE KAMPAGNE MIT KÖPFCHEN“
VdK-Kreisverbände unterstützen die Aktion „Nächstenpflege“ des VdK-Bundesverbands

Main-Tauber-Kreis (red).  „Nächstenpflege braucht Kraft und Unterstützung“, lautet das Motto einer aktuellen Kampagne des VdK-Bundesverbands, die von den VdK-Kreisverbänden Tauberbischofsheim und Mergentheim mitgetragen wird. Zur Teilnahme an einer erstmaligen Umfrage zur Situation der häuslichen Pflege hatte im Frühjahr 2021 der VdK-Bundesverband aufgerufen. Aufgrund des Appells der Kreisverbandsvorsitzenden Kurt Weiland (Tauberbischofsheim) und Werner Seeger (Mergentheim), beteiligten sich auch zahlreiche Mitglieder beider VdK-Kreisverbände im Main-Tauber-Kreis an dieser bundesweiten Umfrage. „Wunsch und Wirklichkeit in der häuslichen Pflege gehen oft weit auseinander. Wie sich die Pflege zuhause gestaltet und woran es konkret mangelt, wissen zumeist nur die Betroffenen und deren engste Angehörige selbst“, fassten exemplarisch Kurt Weiland, Werner Raab, Vorsitzender des Bezirksvorstands Nordbaden, und Ronny Hübsch, Geschäftsführer des VdK-Bezirksverbandes Nordbaden, Resultate dieser Studie zusammen. „Seine Nächsten zuhause zu pflegen, ist erfüllend, bringt einen aber auch oft an die eigenen Grenzen. Körperlich, seelisch und finanziell. Deshalb fordern wir, dass die Politik Pflegenden mehr Unterstützungsangebote, mehr Zeit zum Pflegen ohne finanzielle Sorgen als auch mehr Hilfe im Haushalt und bei der Betreuung sowie mehr Rente ermöglicht“.

Die Studie und die Kampagne nahmen der VdK-Kreisverband Tauberbischofsheim und Vorsitzender Weiland zum Anlass für eine Gesprächs- und Diskussionsrunde. Mit dabei waren MdL Professor Dr. Wolfgang Reinhart (Landtagsvizepräsident und -Kreistagsabgeordneter), Christoph Schauder (Landrat Main-Tauber-Kreis), Elisabeth Krug (Kreissozialdezernentin), Monika Stütz (Vorstandsmitglied VdK-Kreisverband Mergentheim), Lilo Jaksch (stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbands Tauberbischofsheim) sowie Bezirksverbands-Geschäftsführer Ronny Hübsch. „Bis zum Jahr 2030 werden doppelt so viele Menschen in Baden- Württemberg pflegebedürftig sein als noch vor zehn Jahren, nämlich über fünf Prozent der Bevölkerung. Viele davon wollen nicht in ein Heim, sondern daheimbleiben“, prognostizierte Wolfgang Reinhart. Insofern stelle dies eine ganz große Herausforderung und eines der Dauerthemen der kommenden Jahre dar. „Wir haben mit dem zukünftigen solitären Kurzzeit- und Tagespflegezentrum des DRK-Kreisverbands Tauberbischofsheim in Wertheim eines von landesweit drei Pilotprojekten. Dieses wird mit 1,5 Millionen durch das Land gefördert“, berichtete der Landtagsvizepräsident.

Als „eine Kampagne mit Köpfchen“, bezeichnete Christoph Schauder die Initiative des VdK-Bundesverbands, die von den beiden Kreisverbänden Tauberbischofsheim und Mergentheim aktiv unterstützt wird. In den vergangenen Jahren habe es schon einige Verbesserungen gegeben wie etwa die Anrechnung der häuslichen Pflege auf die Rente, aber man sei noch längst nicht da, wo man hinwolle. Landrat Schauder: „Die häusliche Pflege ist für uns im Landkreis ein sehr großes Thema, weil aufgrund der demografischen Entwicklung die Anzahl pflegebedürftiger Menschen enorm zunehmen wird“. Deshalb engagiere sich der Landkreis weit mehr als nur nach gesetzlichen Vorgaben. Dieses DRK-Vorhaben werde zum Beispiel in Wertheim vom Kreis mit 250.000 Euro zur Schaffung von Kurzzeit- und Tagespflegeplätzen gefördert.„Wir brauchen auch eine finanzielle Stärkung der häuslichen Pflege. Der allergrößte Anteil der finanziellen Aufwendungen fließt in Einrichtungen der stationären Pflege“, bestätigte Elisabeth Krug. Hierfür stelle der Landkreis insgesamt 6,6 Millionen Euro inklusive für die ambulante Pflege und Tagespflege zur Verfügung. Ansonsten könnten sich nur wenige Betroffene oder Angehörige eine stationäre Pflege leisten, auch wenn es seit Anfang Januar durch das neue Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) entsprechende Leistungszuschläge seitens der Pflegeversicherung für die stationäre Pflege gebe, so die Sozialdezernentin.

Zudem war in Mannheim die Kampagne „Nächstenpflege“ Hauptthema einer Klausurkonferenz des VdK-Kreisverbandes Tauberbischofsheim mit den Vorsitzenden der Ortsverbände. „In den Diskussionen sowohl mit den politischen und institutionellen Vertretern als auch mit den Ortsverbandsvorsitzenden haben wir festgestellt, dass wir gemeinsam doch etwas in puncto Pflege bewegen können“, erklärte Kurt Weiland. Dazu rief er zur Bildung eines Arbeitskreises auf, der sich intensiv mit diesem wichtigen Thema auseinandersetzt.„Eine Analyse der im vergangenen Jahr vom VdK-Bundesverband durchgeführten Umfrage über die Situation der häuslichen Pflege durch die Hochschule Osnabrück ist erfolgt und deckt sich auch mit unseren Erkenntnissen aus dem Pflegebereich“, berichtete der Kreisverbandsvorsitzende. Aus dieser Analyse sollte der Arbeitskreis im Speziellen prüfen, welche Aktionen durch die beiden Kreisverbände zum Beispiel in Kooperationen mit Fachleuten aus dem Pflegebereich folgen sowie in welcher Form etwa Hausärzte, Ärzte in Kliniken sowie Sozialdienste in Krankenhäusern eingebunden werden könnten. Dazu gehöre außerdem die Erstellung eines Fahr- und Zeitplans zur Umsetzung der Aktivitäten, die Vorstellung der Ergebnisse in beiden Kreisverbänden und in den Ortsverbänden sowie Besuchsdienste durch VdK-Ehrenamtliche bei Pflegepersonen. „Darüber hinaus würde ich mich freuen, wenn vor allem auch Personen in dem Arbeitskreis mitmachen würden, die beruflich aus dem Pflegebereich kommen und ihre langjährigen Erfahrungen einbringen könnten“, hob er hervor. Zusätzlich dazu wird im Rahmen der Agima auf der Königshöfer Messe einen Aktionstag „Nächstenpflege“ organisiert. Hierzu leitet der Landesverbandsvorsitzende H.J. Hotz am 22. September 2022 eine Podiumsdiskussion mit Politikern. „Wir gehen stark davon aus, dass wir im kommenden Mai am Muttertags- Wochenende endlich wieder unsere Gesundheitstage Main-Tauber in Grünsfeld durchführen können und auch dabei die Pflegethematik im Fokus stehen wird“, kündigte der VdK-Kreisverbandsvorsitzende an.

Bilduntertext: Zum Thema „Nächstenpflege“ luden der VdK-Kreisverband Tauberbischofsheim und Vorsitzender Kurt Weiland zu einer Gesprächs- und Diskussionsrunde ein. Teilnehmer waren MdL Professor Dr. Wolfgang Reinhart, Landrat Christoph Schauder , Elisabeth Krug (Kreissozialdezernentin), Monika Stütz (Vorstandsmitglied VdK-Kreisverband Mergentheim), Lilo Jaksch (stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbands Tauberbischofsheim) sowie VdK-Bezirksverbands-Geschäftsführer Ronny Hübsch. Foto: Peter D. Wagner

 

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