Freilichttheater: Astrid Lindgren – Ronja Räubertochter

Ab 6 Jahren/1. Klasse

Walldürn. „Diesen Sommer werde ich in mir tragen, solange ich lebe“, sagt Ronja Räubertochter zu Birk Borkasohn. Für einen unvergesslichen Theaternachmittag sorgt die Junge BLB diese Spielzeit mit Astrid Lindgrens „Ronja Räubertochter“ als Sommerstück für die ganze Familie. Regisseur Renat Safiullin macht aus dem Kinderbuchklassiker eine dynamische Inszenierung mit Liedern, viel Slapstick und jeder Menge Spaß an Bewegung. In Walldürn ist sie am Mittwoch, 5. Juli 2023, um 17 Uhr im Hof der Werkrealschule Auerbergzentrum zu erleben. Donner grollen, Blitze zucken und der Wind tost um die Mattisburg als Ronja geboren wird – ein starker Auftritt für ein starkes Mädchen. Liebevoll behütet von ihrem Vater, dem Räuberhauptmann Mattis, ihrer Mutter Lovis und der ganzen Räuberbande, wächst sie heran und wird zu einem echten Räuberkind: klug, wild und unabhängig. Eines Tages trifft sie auf Birk, den Sohn von Mattis’ Erzrivalen Borka. Heimlich freunden die beiden sich an. Von nun an erkunden sie gemeinsam den Wald und kämpfen dabei nicht nur mit Graugnomen und Wilddruden, sondern auch mit den eigenen Vorurteilen. Doch als ihre Eltern die Freundschaft entdecken, verbieten sie den beiden sofort den Kontakt zueinander. Das sehen Ronja und Birk nicht ein. Sie reißen aus, um im Wald auf eigene Faust ein neues Leben zu beginnen. Mehrere Monate verbringen sie im Einklang mit der Natur, fernab vom Räuberdasein und den zerstrittenen Banden. Werden auch die streitsüchtigen Eltern ihre Vorurteile überwinden, um ihre Kinder zurückzugewinnen? Regisseur Renat Safiullin interessiert sich besonders für Birks und Ronjas Abnabelungsprozess von ihren Eltern: „Für mich beschreibt das Stück ein Initiationsvorgang: Ronja und Birk treten von einer Lebensstufe zur nächsten über. Dabei entwickeln sie ihre eigenen Vorstellungen, beginnen, die tief verwurzelten Überzeugungen der Eltern zu hinterfragen und entdecken dabei ihre ganz eigene Wahrnehmung der Welt. Diese Welt steckt voller Gefahren, denen Birk und Ronja mutig und voller Lebensfreude entgegentreten.“ Dafür hat Safiullin gemeinsam mit den Schauspielerinnen und Schauspielern Songtexte und Tanzeinlagen erarbeitet, die das Räuberleben in der Mattisburg, aber auch Ronjas und Birks Abenteuer in der Natur untermalen. Um flexibel zwischen diesen beiden Welten hin- und herzuwechseln, hat Ausstatter Stefan Wiel ein multifunktionales Bühnenbild aus zwei Teilen entworfen, die vereint die Mattisburg darstellen. Während der legendären Gewitternacht, in der Ronja geboren wird, bricht die Burg auseinander und symbolisiert die Feindschaft, die fortan zwischen der Mattis- und der Borkasippe besteht. Inmitten dieser beiden Bühnenelemente tut sich der gefährliche Höllenschlund auf, der wiederum mit einer einfachen Drehung in einen zauberhaften Wald oder in die reichbestückte Steinhalle der Mattisräuber verwandelt werden kann. Da sich die schlitzohrige Räuberbande ihre Beute von unterschiedlichsten Ecken und Enden zusammenraubt, hat sich Wiel dazu entschlossen, ihre Garderobe bunt zusammenzuwürfeln. Eine Samtweste inklusive Goldkette blitzt beispielsweise über dem zerschlissenen Leinenhemd oder Räuberhauptmann Mattis packt zu besonderen Anlässen seine barocke Jacke aus. Wie die übernatürlichen Wesen des Mattiswaldes in Erscheinung treten, wird noch nicht verraten. Das Publikum erwartet ein sinnliches Theatererlebnis, das zum Mitsingen und Mittanzen einlädt.

Inszenierung: Renat Safiullin, Ausstattung: Stefan Weil, Mit: Alexander Braun, Kim Vanessa Földing, Frederik Kienle, Hannah Ostermeier, Magdalena Suckow, Luis Volkner

Mittwoch, 5. Juli 2023, 17 Uhr, Walldürn, Werkrealschule Auerbergzentrum

Bei schlechter Witterung: Haus der offenen Tür

Kartenvorverkauf: Tourist-Info Walldürn, tourismus@wallduern.de,

Telefon 06282-67105