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zukunftsträchtige Klimaschutzprojekte in Feuchtwangen

Große Anzahl bereits umgesetzter und aktuell laufender Projekte in der Kreuzgangstadt

FEUCHTWANGEN (PM/AK). Eine der größten Herausforderungen der heutigen Zeit ist der Klimaschutz. Mit einer zukunftsorientierten Handlungsweise und der gezielten Umsetzung effektiver nachhaltiger Projekte leistet die Stadt Feuchtwangen bereits seit mehreren Jahren einen wichtigen Beitrag, um den Klimaschutz weiter voranzubringen. Einen ersten Schritt konnte die Kreuzgangstadt dabei im Jahr 2013 mit dem „Aktionsplan für Klima- und Umweltschutz“ vollziehen, um über die folgenden Jahre mit den darin enthaltenen Maßnahmenpunkten die Energieeinsparung, Effizienzsteigerung und Kohlenstoffdioxid-Reduzierung in Feuchtwangen zu stärken. „Allein in den vergangenen Monaten haben die Stadtwerke Feuchtwangen hierbei beispielsweise verschiedene Großprojekte mit dem Ziel der nachhaltigen Energieerzeugung geplant und umgesetzt“, erklärte Bürgermeister Patrick Ruh. Mit der kürzlich erfolgten Gründung der nahKRAFT GmbH & Co. haben die Stadtwerke einen zukunftsweisenden Schritt im Ausbau der Eigenenergieversorgung gemacht und werden ab sofort in die lokale Produktion und Vermarktung von „grünem Strom“ einsteigen.

Den Fokus der Stadtwerke auf eine verstärkte Förderung der nachhaltigen Energieerzeugung belegen unter anderem auch die aktuell laufende Planung zwei neuer Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Feuchtwangen sowie die mittlerweile über 1.000 privaten PV-, Biogas- und Windkraftanlagen im Stadtgebiet. Parallel hierzu sind die Stadtwerke um Technischen Werkleiter Lothar Beckler seit mehreren Monaten in engen Kontakt mit den privaten Betreibern der lokalen Feuchtwanger Windräder, um gemeinsam an Lösungen für einen Weiterbetrieb der Anlagen auch nach Ende der bundesweiten Förderung zu arbeiten. „Weitere konkrete Konzepte neuer nachhaltiger und energieeffizienter Möglichkeiten haben wir im vergangenen Jahr zum Beispiel auch mit der Idee eines Nahwärmenetzes für die gesamte Feuchtwanger Altstadt sowie mit dem Ausbau eines Gasleitungsnetzes im Sulzachgrund bis nach Dorfgütingen entwickelt und detailliert untersucht“, so Beckler.

Während die Idee des Nahwärmenetzes aus wirtschaftlichen Aspekten verworfen werden musste, sei das geplante Gasleitungsnetz laut Beckler derweil immer noch äußerst interessant. „Schließlich wollen wir schnellstmöglich auf grünes Gas umsteigen“, erläuterte er. „Neben der verstärkten Förderung der nachhaltigen Energieerzeugung konnten wir in den vergangenen Jahren in Feuchtwangen auch das Thema Elektromobilität deutlich vorantreiben“, äußerte Ruh. Insgesamt sieben E-Ladestationen, verteilt über das gesamte Feuchtwanger Stadtgebiet, sind mittlerweile in Betrieb. „Zusätzlich haben wir bei der Stadt und den Stadtwerken unseren Fuhrpark bereits mit E-Autos ausgestattet und werden diesen auch bald mit neuen E-Fahrzeugen erweitern“, ergänzte Beckler. Im Rahmen des Carsharings steht darüber hinaus seit 2019 auch für alle Bürgerinnen und Bürger ein E-Auto zur  Verfügung.

Unter anderem auch mit der speziellen Thermoabdeckung für das Schwimmbecken im Freibad konnte die Stadt in den vergangenen Jahren merklich Energie einsparen. Foto: Freibad Feuchtwangen

Immense Energieeinsparungen unter anderem im Freibad

„Immense Energieeinsparungen und damit auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz konnten wir bereits in den vergangenen Jahren neben den Großprojekten auch mit weiteren gezielten Investitionen wie beispielsweise der speziellen Thermoabdeckung für das Schwimmbecken im Freibad oder der Erneuerung der Straßenbeleuchtung verzeichnen“, verdeutlichte Bürgermeister Ruh. Nach seiner Aussage stehe die klimagerechte Wärmeversorgung des Freibads als nächstes konkretes Thema an. „Allein die seit 2013 kontinuierlich erneuerte Straßenbeleuchtung sorgte bislang für eine Energieeinsparung von fast 25 Prozent, verglichen mit dem vorherigen Verbrauch“, ergänzte Stadtrat und Umweltreferent
Ralf Hübsch, der mit einem jährlichen Energiebericht die Klimaschutzmaßnahmen der Kreuzgangstadt und deren Wirkung analysiert. Um auch in Zukunft weitere Einsparpotenziale
bestmöglich auszuschöpfen, wolle Ruh bei neuen zukunftsträchtigen Projekten eng mit dem Campus Feuchtwangen zusammenarbeiten.

„Mit Professor Jungwirth hat der Campus seit vergangenen Jahr eine großartige Kompetenz im Bereich Energie und Energiewende“, erklärte er. Mit dem Fokus der klimaneutralen Energieerzeugung biete sich hier eine „ideale Möglichkeit“ für einen engen fachlichen Austausch mit den direkt benachbarten Stadtwerken. „Die Liste mit bereits realisierten und derzeit geplanten Klimaschutzprojekten in Feuchtwangen kann lange fortgesetzt werden“, schilderte Ruh und nannte mit den angelegten Blühwiesen, den Zuschussprogrammen der Stadt und Stadtwerke für energetische Sanierung, E-Mobilität und den Austausch alter, ineffizienter Haushaltsgeräte, dem Aufstellen von Mitfahrerbänken oder auch dem Biomasseheizwerk am Schulzentrum oder den Blockheizkraftwerken im Rathaus und der BauAkademie weitere zukunftsträchtige Maßnahmen, die die Stadt Feuchtwangen bereits umgesetzt hat. „Diese und viele weitere Projekte werden wir auch weiterhin verfolgen, um mit unserem Beitrag den Klimaschutz voranzubringen.“