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Workshop zu Photovoltaik-Anlagen

Tauberbischofsheim. Die Energieagentur Main-Tauber-Kreis veranstaltet am Samstag, 19. November, in Tauberbischofsheim gemeinsam mit den langjährigen Partnern Volksbank Main-Tauber und Baywa einen Photovoltaik-Workshop für alle interessierten Bürger des Kreises. Auf Basis realer Umstände und Gegebenheiten, die auch im Vorfeld von Workshop-Teilnehmern übermittelt werden können, werden konkrete Anlagenmodelle mit und ohne Speicherung vorgestellt und berechnet. Der Mehrwert der kostenlosen Veranstaltung soll dabei sein, dass die Teilnehmer einen ersten Eindruck von den Möglichkeiten ihrer Immobilie erhalten und somit die Potenziale und Möglichkeiten erkennen.

Stromerzeugung mittels einer Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Hausdach – nahezu täglich sieht sich die Energieagentur Main-Tauber-Kreis mit der Frage konfrontiert, ob sich eine solche Investition noch lohnt. Geschäftsführer Frank Künzig wird in diesem Zusammenhang nicht müde, dazu auf viele positive Aspekte und klare Vorteile hinzuweisen. Bei dem Photovoltaik-Workshop im Rahmen der Initiative „1000 Dächer Plus Main-Tauber-Kreis“ für Laien und Endverbraucher soll das Thema wieder vertieft behandelt werden.

„Die Strategie geht heute ganz eindeutig dahin, Photovoltaik-Anlagen nicht mehr so groß wie möglich auf das Dach zu quetschen, sondern ‚smarte‘ Anlagen zu installieren, deren Größe sich nach dem Verbrauch im Gebäude richtet“, sagt der Leiter der Energieagentur. Dabei kann er auf diverse Gegebenheiten mit positiver Auswirkung verweisen: So ist zwar in den vergangenen Jahren die Einspeisevergütung gefallen, aber auch die Modulpreise sind deutlich niedriger als noch vor drei oder fünf Jahren. Unter der Voraussetzung, dass 30 Prozent des auf dem Dach produzierten Stroms auch im Gebäude verbraucht werden, ergibt sich somit unter Berücksichtigung aller Parameter eine Wirtschaftlichkeit, die sich nicht schlechter darstellt als zu früheren Zeiten.

Mit speziellen Vorrichtungen wie zum Beispiel einer Warmwasser-Wärmepumpe oder einem Heizstab für das Trinkwarmwasser kann der Eigenverbrauchsanteil zusätzlich noch deutlich erhöht werden, und die Amortisationszeit einer Neuinstallation kann auf bis zu acht Jahre reduziert werden.

Ein weiterer Optimierungszweck kann die sofortige oder auch spätere Installation eines Batteriespeichers sein. Elektrische Energie, die tagsüber mit Hilfe der Sonne produziert wird, am Abend und in den Nachtstunden im Haushalt zu nutzen, stellt die Königsdisziplin unter den Erneuerbaren Energieformen im Privatbereich dar. Dies ist mittlerweile keine technische Neuheit mehr, sondern den Kinderschuhen entwachsen und gängiges Investitionsmodell bei Neuanlagen.

Auch das jeweilige Betreibermodell, vor dem vor wenigen Jahren viele Hauseigentümer noch zurückgeschreckt sind, ist laut Künzig kein Hinderungsgrund mehr. Je nach steuerlicher Situation des Betreibers lässt sich entsprechend mittlerweile existierender Leitfäden des Finanzamtes das optimale Modell auswählen. Sofern die Berührungspunkte mit dem Finanzamt reduziert werden sollen, kann sogar eine sogenannte „Kleinunternehmerregelung“ gewählt werden, die den diesbezüglichen Aufwand minimiert.

Ein weiterer Punkt, der für die Installation einer Photovoltaik-Anlage spricht, ist die Erfüllung des in Baden-Württemberg gültigen Erneuerbare-Wärme-Gesetzes (EWärmeG). Dies schreibt jedem Gebäudebesitzer vor, dass er bei Austausch oder erstmaligem Einbau einer Zentralheizung im Nachgang nachweisen muss, dass er zukünftig mindestens 15 Prozent der Wärme aus Erneuerbaren Energien bereitstellt oder aber eine kompensierende Ersatzmaßnahme ergreift. Hier ist die Installation einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 20 Watt pro Quadratmeter Wohn- beziehungsweise Nutzfläche eine Möglichkeit, die auch schon präventiv berücksichtigt werden kann. Sie wird in diesem Zusammenhang von immer mehr Hausbesitzern als Erfüllungsoption gewählt.

Die Möglichkeit der finanziellen Förderung soll ein weiterer Aspekt des Workshops sein. Die Tatsache, dass der entsprechende Fördertopf im KfW-Förderprogramm „Erneuerbare Energien – Speicher“ für das Jahr 2016 seit Anfang Oktober aufgebraucht ist, verdeutlicht die große Nachfrage im abgelaufenen Jahr. Es ist allerdings angekündigt, dass zum 1. Januar 2017 der Fördertopf wieder gefüllt sein wird. eamt

INFO:
Anmeldungen für den kostenlosen Workshop am Samstag, 19. November, von 13 Uhr bis zirka 17 Uhr sind bei der Volksbank Main-Tauber unter der Telefonnummer 09341/802-1207 oder im Internet unter www.1000daecher-maintauber.de möglich.

BILD:
Effiziente Photovoltaikanlagen mit Eigenverbrauch für Wohngebäude, aber auch für Gewerbe und Handwerk stehen im Mittelpunkt des Photovoltaik-Workshops, den die Akteure der Initiative „1000 Dächer Plus Main-Tauber-Kreis“ am Samstag, 19. November, veranstalten. Bild: Bundesverband Solarwirtschaft

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