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Vortrag über weltreisenden Herzog

Bad Mergentheim. Herzog Friedrich Paul von Württemberg residierte von 1827 bis 1860 im ehemaligen Deutschordensschloss in Mergentheim. Dort bewahrte er seine von fünf großen Weltreisen mitgebrachten ethnologischen und naturhistorischen Sammlungen auf. Er machte sie – ganz aufgeklärter Fürst – auch der Öffentlichkeit zugänglich. So konnte z.B. Eduard Mörike am 22. Mai 1846 in sein Haushaltungsbuch notieren, dass er das „Raritätenkabinett“ für ein Trinkgeld von 12 Kreuzern besucht habe. Eine Skizze Mörikes gibt einen Einblick in die Präsentation der Sammlung. Die nach wechselvoller Geschichte erhalten gebliebenen indianischen Sammlungsgegenstände gehören heute noch zu den ältesten und bedeutendsten Zeugnissen von deren hochstehenden Kultur und sind Glanzpunkte in in- und ausländischen Museen.

Am Mittwoch, dem 26. September, 19.30 Uhr, stellt Hans Herschlein in einem Vortrag im Deutschordensmuseum unter dem Titel „Herzog Friedrich Paul Wilhelm von Württemberg (1797 – 1860). Weltreisender, Wissenschaftler und Sammler“ das Leben dieses illustren Adligen vor, seine Reisen, Sammlungen und Berichte. Hans Herschlein schrieb im Rahmen seines Studiums an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg seine Masterarbeit über Herzog Paul.

Herzog Paul war ab 1822 insgesamt 14 Jahre auf Reisen und hielt sich dabei alleine viermal in den Vereinigten Staaten auf. Dabei nahm er teil an der Entwicklung des amerikanischen Mittleren Westens. Darüber hinaus war er forschend und sammelnd in Südamerika, im Gebiet der Nilquellen (Äthiopien/Sudan) und in Australien tätig.

Das Deutschordensmuseum hat dem Herzog 2014, im Jahr seines 150jährigen Bestehens, die Ausstellung „Biedermeieridylle und große weite Welt. Der Forschungsreisende Herzog Friedrich Paul Wilhelm von Württemberg in Mergentheim“ gewidmet und präsentiert diesen Vortrag in Kooperation mit dem Historischen Schützencorps.

Info: Eintritt frei.

Um Anmeldung an gudrun.mueller@deutschordensmuseum.de wird gebeten.

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