Veranstaltungshinweis: Buchener Erzählcafé „Unser Dialekt” am Tag der Muttersprache, 21. Februar

BUCHEN (RED). Der Internationale Tag der Muttersprache erinnert uns daran, dass viele Sprachen zu verschwinden drohen – dies weltweit. Bei global existierenden ungefähr 7000 Sprachen und unzähligen Dialekten versteht sich der Umstand von selbst, dass nicht alle verschriftlicht sind, sondern hauptsächlich mündlich gelebt werden. Sprachliche Vielfalt bedeutet immer auch eine identitätsstiftende kulturelle Vielfalt, die nach der UNESCO-Erklärung, Artikel 1, „als Quelle des Austauschs, der Erneuerung und der Kreativität für die Menschheit ebenso wichtig wie die biologische Vielfalt für die Natur“ ist. Beim Aussterben von Sprachen verschwinden also immer auch Identitäten, verschwindet Geschichte, verschwindet Heimat. Dabei scheint das Bedürfnis nach heimatlichem „Geborgen sein“ heute stärker denn je. „Hyggelig“ soll das Zuhause laut Wohnratgebern nun sein, „#MeTime“ ist ein Trend-Hashtag und bei der Auswahl der Klamotten will man sich nicht mehr einengen und sich auch sonst „authentisch“, eben wie daheim, zeigen. Ein allgemeiner Trend, der vielleicht der Sprachenbedrohung zu pass kommen könnte?

Auch einige deutsche Mundarten stehen auf der UNESCO-Liste für bedrohte Sprachen. Der Großraum des Ostfränkischen, das vereinfacht gesagt u.a. im fränkischen Bauland, in der Region Hohenlohe und in Tauberfranken gesprochen wird, gilt hier als „potenziell gefährdeter“ Dialektraum. Als „ernsthaft gefährdet“ gelten in Deutschland das Nordfriesische und das Saterfriesische. Südfränkisch, also das Dialektgroßgebiet, zu dem Buchen zählt, gilt noch nicht als gefährdet. Und damit das so bleibt, freuen wir uns auf viele Teilnehmer bei unserem Erzählcafé und bitten um Anmeldung bis zum 15. Februar per Email an: isabell.arnstein@zgb-buchen.de

Bild: Isabell Arnstein

 

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