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Stefan Müller-Rupper, Stimme, Sprecher, Buchen, BlickLokal, Interview, Beate Tomann

Stefan Müller-Ruppert aus Buchen ist unsere Super-Stimme

+++ Mit Queen bekannt wie ein bunter Hund? Das ist doch Grimms-Märchen! +++ Die „Tortenstückle“ des Stefan Müller-Ruppert +++ Wie wird man Sprecher für Funkspots und warum überhaupt? +++

Von Beate Tomann

Stefan Müller-Rupper, Stimme, Sprecher, Buchen, BlickLokal, Interview, Beate Tomann

BlickLokal-Reporterin Beate Tomann im Interview mit Stefan Müller-Ruppert.

In der Region zwischen Tauberbischofsheim, Heidelberg und Stuttgart ist er umtriebig und wohlbekannt: Stefan Müller Ruppert wird oft engagiert für charmante, vergnügliche und wort-/stimmgewaltige Moderationen oder noch besser Rezitations-Abende, die er selbst konzipiert und singend, wie sprechend ausfüllt. Die Redaktion von BLICKLokal war neugierig auf den Menschen Stefan Müller-Ruppert und seine Wege. Zu einem Interview mit Redaktionsleiter Thomas Poppe und Beate Tomann war er gern bereit. Gut gelaunt kam er mit seinem Roller um die Ecke gebraust und stellte gleich klar: Mein Berufsleben besteht aus unterschiedlichen „Tortenstückle“: Gesang, Lesung/Rezitation/Moderation und Sprecher für professionelle Tonstudios. Die Grundlagen für seine Karriere legte er mit einem 3-fachen Musikstudium – Schwerpunkt Operngesang. Seine tiefe sonore Stimme fiel schnell auf und er konnte sich ein paar Mark als Sprecher in einem Sprachlabor verdienen. Ein magenfüllendes Engagement – zumindest für die Frühstückszeit, denn dort saß er in den Live-Fragepausen „Is this Marys cat?“ mit hörbar knurrendem Magen, was dazu führte, dass seine Kollegen ihm oft etwas zum Essen mitbrachten. Nach dem Studium war er lange Jahre mit der Rock`n Roll und Galaband Euro-Star-Sextett als Profimusiker unterwegs. Mit mehr als 100 Auftritten im Jahr – in Monte Carlo, Paris, München, Hamburg, und sogar zur Zeit des Mauerfalls in Berlin. Dabei begleiteten sie auch Schlager und Showstars wie Howard Carpendale, Marlene Charell, Bill Ramsey, die Kessler Zwillingen und Michael Holm.

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Ute Lemper an der Seite von Stefan Müller-Ruppert

 

Wie es der Zufall wollte, veränderte ein Anruf aus einem Modehaus seine Schwerpunkte. In Bad Mergentheim gab es einen neuen privaten Radio Sender „RadioTon“ und in diesem wollten die Buchener Unternehmer Werbung machen. Aus dem „Dädscht mir mal…. einen Spot machen?“ wurde das nächste „Tortenstückle“ seines Berufslebens. Nach der ersten Aufnahme im Radiostudio stand die komplette Radio-Ton-Mannschaft vor der Tür und fortan wurde er sowohl als Werbetext-Sprecher, Konzeptioneller als auch Spot-Produzent eingesetzt. So wie sich die Technik verändert, so entwickelte sich Stefan Müller-Ruppert weiter. Für 12.000 DM kaufte er sich mit dem „Musiktaxi“ ein Kästchen ein, mit dem die Profis Studioaufnahmen über Leitung und ohne Postweg übertragen konnten. Mit diesem Technik-Vorsprung konnte nun von Buchen aus in hoher Geschwindigkeit produziert werden. Damit erarbeitete er sich einen treuen Stamm an Tonstudios in ganz Deutschland. Das habe ihm sehr geholfen, als auch die anderen Sprecher mit der Technik und einem damit einhergehenden Preisverfall nachzogen. Immer verschiedener wurden die Anfragen. Das reicht von den Erklärtexten des Ludwigsburger Märchenparks, Ansagen bei Holiday on Ice, über technische Erklärvideos bis hin zum Tierfilm. Die Moderationen der Neujahrskonzerte bei den Heidelberger Sinfonikern seit 12 Jahren immer am 1.1. in der Heidelberger Stadthalle sind wiederkehrende Höhepunkte.

Selbst bei Thomas Gottschalk in der Sendung „Wetten das?“ war er vertreten, so berichtete er lachend. Denn Thomas Gottschalk ließ sich in einem Original FOTOFIX mit Paris Hilton fotografieren – unter den Anweisungen einer unverkennbaren Stimme. Seine Stimme begegnet uns öfter als wir es ahnen, denn Stefan Müller-Ruppert erarbeitete sich neue Einsatzgebiete. Die Tonstudios bewegten sich jetzt in der Welt der Computerspiele, deren Helden auch tolle Stimmen brauchten. Ganz aktuell spricht er den guten bärtigen Zwerg im Phantasie-Strategie-Spiel „hearthstone“ von Blizzard Entertainment. Im Gespräch zeigt er uns eine „unvollständige“ Liste mit über 150 Spielen von Call of Duty, World of Warcraft, Empire Earth 1 und 2 (Narrator), F.E.a.R. (Hauptrolle), F1 (Formel 1 – Moderator), Warcraft (Hauptrolle), Garfield bis zum „Der Mathetiger 1/2“ – ein Schul-Mathe-Lernspiel. Meistens sei er neben den Erzähler- oder Moderatoren-Rollen: als Sergeant, Zwerg oder Weiser gefragt. Mit seiner Vielseitigkeit kann er viele Kunden begeistern. Auf seiner Website www.mueller-ruppert.de kann jeder das in nur 30 Sekunden hören – ob an der Stimmlage oder im gewünschten Dialekt – von Nord bis Süd. Dem Dialekt der Region widmet er seine persönliche Liebhaberei, denn er sprach die Geschichten des in Schneeberg aufgewachsenen Josef Knapp (Kindheit im Odenwald) mit dem Titel „Heiliche Ordnung“ in die Konserve.Stefan Müller-Ruppert, Stimme, Sprecher, Buchen, BlickLokal, Interview, Beate Tomann Zwei CDs voll mit Kindheitserinnerungen, Spaß und Schabernack. Manchmal Freude und manchmal Blut, so gehört und direkt mit Stiftstrichen bewertet, hat der junge Stefan die Grimms-Märchen, die er von seiner Oma vorgelesen bekam. Durchgestrichen habe er die bösen Geschichten, die er nicht mehr hören wollte. Das Original-Buch aus 1837 mit seinen 102 Märchen habe er wieder gefunden und im vergangenen Jahr gesprochen. Auf einem USB-Stick-Goldbarren sind die 17 Stunden gespeichert. Auf der Website sind von beiden Projekten Hörproben und es ist dort auch neben seine aktuellen Terminen ein Shop zum Bestellen.

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We will rock you – Musical – Die Rolle des Bap war eine seiner Wunsch-Engagements in Wien und München.

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Stefan Müller-Ruppert trifft in Wien in der Rolle des Bap aus dem Musical „We will rock you“ einen der Auftraggeber – Brian May, Gitarristen von QUEEN

Ja und parallel zu dieser Sprecher-Welt hat Stefan Müller-Ruppert noch das „Tortenstückle“ Musik. Seit 27 Jahren ist er Sänger in einem der schillerndsten Chöre klassischer Musik – der „Gächiner Kantorei“. Von Konzerten auf der ganzen Welt und beim Bundespräsidenten kann er hier berichten. Die Arbeit mit den Wiener oder den New Yorker Philharmonikern waren wunderbare Erlebnisse. Elf Mal waren sie mit Musik von Johann Sebastian Bach in Santiago di Compostela. Mit seinen 32 Shows pro Monat in Stuttgart im „Phantom der Oper“ zeigt er sich aber auch leidenschaftlich für das Fach „Musical“. Auf die Frage was er sich noch wünschen würde, antwortete er vor Jahren: Engagements in München und Wien. Und als er selbst als Zuschauer das Queen-Musical „We will rock you“ sah, sagte er zu seiner Frau Barbara: „Der Althippie Bap… das bin doch ich. Das würde ich gern mal spielen.“ Der Traum ging zwei Jahre später in Erfüllung. Und in Wien ergab es sich, dass Queen im großen Saal spielte und die Musiker sich danach sogar trafen. Das waren unvergessliche Erlebnisse. Ins Fernsehen habe er nie gewollt, dafür bereichert er schon über drei Jahrzehnte die Veranstaltungs-Palette der hiesigen Region. Sein Sohn Bastian ist auch Profimusiker geworden und mit Glück kann man Vater und Sohn bei einem Mix aus Rezitation und mit Gitarre begleitetem Gesang erleben. Es bleibt spannend. Ihm fällt halt immer wieder etwas Neues ein.

Termintipp: 16.10.2016 Walldürn – Pfarrsaal – 17 Uhr

„Es ist ein Kommen und Gehen“, Ein Programm um´s Kommen und um´s Gehen

Texte und Gesang: Stefan Müller-Ruppert, Gitarre: Bastian Ruppert, Vorverkauf für 12.–€ ab sofort im Buchladen Eder-Herold in Walldürn

 

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