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Main-Tauber-Kreis. Landrat Christoph Schauder verzichtet in diesem Jahr konsequent auf Weihnachtspost. Damit möchte er einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten, indem weder Karten gedruckt noch mit der Post versendet werden müssen. Die eingesparten Kosten nutzte er für eine Spende in Höhe von 1000 Euro an den Jugendfonds Main-Tauber-Kreis. Einen symbolischen Spendenscheck übergab er nun an Sozialdezernentin Elisabeth Krug. „Selbstverständlich wünsche ich dennoch allen Partnerinnen und Partnern der Landkreisverwaltung ein frohes und hoffnungsvolles Weihnachtsfest sowie einen optimistischen und zuversichtlichen Start ins kommende Jahr“, sagte Landrat Schauder. Dies gelte auch ohne den Versand hunderter Karten und Briefe. An die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises wird er sich zudem mit einer Grußanzeige in der Tageszeitung wenden, an die Mitarbeitenden im Landratsamt mit einer Dankes-Mail. Zugleich zeigte der Landrat sich fest überzeugt davon, mit seiner Spende einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung bedürftiger Kinder und Jugendlicher zu leisten: „Der Jugendfonds ist eine sehr wichtige Einrichtung. Er bietet ein Instrument zur flexiblen Hilfe in Notsituationen, wenn andere Mittel ausgeschöpft sind.“ „Leider steigt die Zahl der Empfänger von Mitteln aus dem Jugendfonds weiterhin“, erläuterte Sozialdezernentin Elisabeth Krug. Es gebe immer wieder Krisensituationen in Familien, die sich ohne eine solche Unterstützung nicht abwenden ließen. Wenn alle anderen regulären Unterstützungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind oder nicht greifen, kann der Jugendfonds in Anspruch genommen werden. Er wird im Jugendamt des Main-Tauber-Kreises verwaltet. In den vergangenen Jahren wurden jährlich circa 90 Hilfen gewährt; die Ausgaben betrugen im Mittel etwa 7000 Euro pro Jahr. So können zum Beispiel die Teilnahme an Freizeiten, Klassenfahrten und Schullandheimaufenthalten oder auch die Nachmittagsbetreuung und Schulessen für Kinder aus finanziell benachteiligten Familien ermöglicht werden, wenn es keine andere Unterstützungsmöglichkeit gibt. Die Anfänge des Jugendfonds reichen bis ins Jahr 1999 zurück. Er war dazu gedacht, um örtliche Initiativen und Projekte von und mit Jugendlichen zu unterstützen, und zwar beim Übergang von der Schule in den Beruf, in schwierigen Lebenssituationen und bei Themen mit spezifischer Bedeutung für die Jugend in der Region. Das Land hatte den Landkreisen für diese Zwecke Gelder zur Verfügung gestellt. Dem Main-Tauber-Kreis standen zusätzlich Gelder aus einem Nachlass für Not leidende Kinder zur Verfügung, die in den Jugendfonds eingespeist wurden. Im Laufe der Jahre seines Bestehens ist der Jugendfonds aber immer wichtiger geworden, um insbesondere prekäre finanzielle Notlagen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen abzufangen oder zu mildern. In seiner heutigen Form wurde der Jugendfonds im Jahr 2005 konzipiert. Die ursprüngliche Idee, nur die Zinserträge auszuschütten, ließ sich nicht lange umsetzen. Zu deutlich war der Unterstützungsbedarf von Kindern und Jugendlichen im Landkreis und zu schlecht entwickelte sich die Zinslage. Daher ist der Jugendfonds mehr denn je auf Spenden angewiesen. „Daher wäre es wünschenswert, wenn andere Institutionen dem Beispiel des Landrats und anderer Spender der vergangenen Jahre – darunter der Lions-Club Bad Mergentheim, der Landfrauenverband Main-Tauber-Kreis und das Stadtwerk Tauberfranken – folgen würden“, sagte Dezernentin Elisabeth Krug. Antragsberechtigt sind Verbände, Gruppen und Initiativen der Jugend im Main-Tauber-Kreis, im Falle der Einzelunterstützung benachteiligter Kinder und Jugendlicher auch betroffene Familien, Erziehungsberechtigte oder sonstige Beteiligte, zum Beispiel die sozialen Dienste des Jugendamtes. Die Entscheidungen über die Anträge, die sich in den vergangenen Jahren zunehmend auf die Unterstützung benachteiligter junger Menschen bezogen, werden durch das geschäftsführende Jugendamt getroffen. Dem Jugendhilfeausschuss wird jährlich über die Verwendung der Mittel und die Entwicklung des Jugendfonds berichtet.

Ansprechpartner ist Dr. Michael Lippert, Telefon: 09341/82-54 81, E-Mail: michael.lippert@main-tauber-kreis.de. Spenden können eingezahlt werden auf das Konto des Jugendfonds Main-Tauber-Kreis, IBAN DE 29 6735 2565 0002 0023 35, Kennwort: Jugendfonds.

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Sozialdezernentin Elisabeth Krug freute sich über den symbolischen Scheck: Landrat Christoph Schauder verzichtet in diesem Jahr auf Weihnachtspost und spendet stattdessen für den Jugendfonds Main-Tauber-Kreis.

Fotos: Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Frank Mittnacht