HÖHERE ARBEITSLOSIGKEIT ALS NORMAL
Weniger neu gemeldete Stellen, Stellen-Bestand weiter hoch

ANSBACH (RED). „Wie saisonal üblich nimmt die Arbeitslosigkeit im Januar zu. Denn viele witterungsabhängige Betreibe wie zum Beispiel
aus der Baubranche entlassen im Winter vorrübergehend Personal und stellen es im Frühjahr wieder ein. Doch heuer ist zudem die
konjunkturell schwierige Lage auf dem Arbeitsmarkt spürbar“, erläutert Claudia Wolfinger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Ansbach-Weißenburg.
„Auch wenn die Arbeitgeber*innen mit der der Meldung neuer Stellen momentan zurückhaltender sind, werden weiterhin Arbeitskräfte nachgefragt. Das zeigt der nach wie vor hohe Bestand offener Stellen. Vor diesem Hintergrund bin ich zuversichtlich, dass es uns gelingen
wird, arbeitslose Menschen und Arbeitgeber*innen zusammenzubringen. Dabei ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor die passende Qualifikation. Dementsprechend bleibt die Förderung der Weiterbildung von arbeitslos gemeldeten Menschen genauso wie von Beschäftigten ein Schwerpunkt unserer Arbeit“, erklärt Wolfinger.

Weniger neu gemeldete Stellen – Bestand weiter auf hohem Niveau
Die Arbeitgeber*innen meldeten dem Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcentern 730 neue Stellen im Laufe des Monats.
Im Vormonatsvergleich sind das 157 (17,7 Prozent) und im Vorjahresvergleich 147 (16,8 Prozent) weniger. Der Bestand an offenen Stellen
ist mit 5.834 um 126 niedriger als im Januar 2023.
Der größte Anteil an freien Stellen im Bestand kommt mit 1.211 aus dem verarbeitenden Gewerbe. Danach folgt die Arbeitnehmerüberlassung mit 979 offenen Arbeitsstellen. Im Gesundheits-und Sozialwesen sind 652 und im Baugewerbe sind 590 Stellen
zu besetzen.
Der Groß- und Einzelhandel meldet 536 Arbeitsplätze und das Gastgewerbe 265. Im verarbeitenden Gewerbe sind 2,9 Prozent mehr freie
Stellen im Bestand als im Vorjahr und im Baugewerbe 2,6 Prozent. In allen anderen Branchen ist der Bestand freier Stellen rückläufig.

Zunahme der arbeitslos gemeldeten bei Agentur für Arbeit und Jobcentern
Von den insgesamt 8.658 arbeitslos gemeldeten Menschen werden 4.831 und damit 55,8 Prozent von der Agentur für Arbeit betreut,
803 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Januar 2023 ist die Zahl der Personen, die bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet sind um 418 beziehungsweise 9,5 Prozent gestiegen.
Bei den Jobcentern sind derzeit 3.827 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 176 mehr als im Vormonat. Zum Vorjahr errechnet sich
eine Zunahme um 385 Personen beziehungsweise 11,2 Prozent.

Daten im Überblick
Arbeitslosenzahl im Januar: +979 auf 8.658 (+12,7 Prozent zu Vormonat)
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +803 (+10,2 Prozent)
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,4 auf 3,3 Prozent
Arbeitslosenquote im Vorjahr: 3,1 Prozent

 

Hier der Link zum Download:

Diese Unternehmen waren im Stellenmarkt zu finden:

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