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Andreas Petz schreibt lehrreiche Märchen und Kurzgeschichten

Blaufelden/Gammesfeld (ak). „Wenn alles gegen dich zu sein scheint, dann erinnere dich, dass ein Flugzeug nur gegen den Wind abhebt und nicht mit dem Wind.“, so sagte einst Henry Ford. Anhand der Geschichte von Andreas Petz wird deutlich, wie viel Wahrheit in diesem Zitat steckt: Durch eine schwere Lebenskrise entdeckte der Gammesfelder seine Leidenschaft fürs Schreiben. Heute ist er Autor für Märchen und aussagekräftige Kurzgeschichten. Das Besondere: Die Geschichten haben stets einen regionalen Bezug zu seiner Heimat.

Der Autor, Dichter und Songwriter Andreas Petz schwingt die Feder…

Andreas Petz kam bereits im Alter von einem Jahr nach Blaufelden, wo er dann schließlich auch seine Kindheit und Jugend verbrachte. Nach Beendigung der Schullaufbahn absolvierte er eine Bäckerlehre. Bald jedoch hatte auch er seine Wehrpflicht zu erfüllen, und kam in den folgenden Jahren als Marinesoldat „viel herum“. 1990 wechselte er die Branche und ist seitdem als selbstständiger Finanzberater erfolgreich. Bereits hier bringt er seine Leidenschaft zum Ausdruck: Menschen zu helfen – allerdings in finanzieller Hinsicht. Selbiges Ziel verfolgt er auch beim Schreiben: „Die Herausforderung für mich ist es, Leuten zu helfen oder Freude zu machen.“ Dieser Anspruch spiegelt sich in allen seinen Texten wieder. Doch seinen Weg als Autor, Dichter und Liedermacher beschritt Petz erst vor etwa einem Jahrzehnt. Seine Scheidung im Jahr 2005 führte ihn in eine „schwere Krise“. Während dieser Zeit suchte er Trost in der Natur: Ausgiebige Spaziergänge und viel Zeit an idyllischen Plätzchen, Wäldern, Bächen und Feldern weckten die Muse in ihm. Von seiner Umgebung inspiriert, begann er zu schreiben. Allerdings keine Geschichten, vielmehr waren es anfangs Lieder und Gedichte. Petz vermutet, dass er sein Talent womöglich von seiner Großmutter geerbt hat, da diese (Anny Glasgow) auch als Liedermacher bekannt war. Sein erstes Lied war der „Gute Laune Song“, dessen Text in Deutsch, der Refrain aber in Englisch ist. Um die Vertonung kümmert sich Oliver Krämer, ebenfalls aus Gammesfeld, welcher komponiert und singt. Viele der Beiträge sind unter seinem YouTube-Kanal („Andreas Petz, Gammesfeld“) zu finden. Hierbei verzichtet er allerdings bewusst auf den kommerziellen Aspekt, denn dort gebe es bereits ohnehin „zu viel Werbung“.

„Alles hat einen Wert“

Die Idee, auch Geschichten zu schreiben, entstand erstmals, als sein 50. Geburtstag bevorstand. So hatte er den Einfall, für seine Gäste ein kleines Booklet mit Geschichten und Anekdoten aus seinem Leben zusammenzustellen. Zu diesem Zeitpunkt verfasste Petz dann auch erstmals erfundene Geschichten. Nun hatte ihn die Liebe zum Schreiben völlig ergriffen und der Plan, ein eigens Buch zu schreiben, war geboren. Seine Texte fallen in die Gattung der Kurzgeschichten und Märchen. Kurzgeschichten hätten es ihm deshalb angetan, da diese „beim Kern bleiben und nicht unnötig vom Wesentlichen abschweifen.“ Auch Märchen habe er schon immer gerne gelesen. Es fasziniere ihn, dass „man die Realität vergessen und in eine völlig andere Welt abtauchen kann.“ Man würde regelrecht zum Träumen eingeladen… Im Gegensatz zum „Abtauchen beim Fernsehen“, müsse das Gehirn die Bilder selbst erstellen. Fast alle der Geschichten enthalten eine tiefergehende Botschaft an den Leser. „Meine Geschichten sind eine Mischung aus Lehre und Unterhaltung“, erklärt Petz. Eine oft zum Ausdruck gebrachte Botschaft wäre beispielsweise, dass „alles im Leben (Menschen inbegriffen) einen Wert hat“ oder, dass „Kleinigkeiten das Leben verändern können“. Manche Erzählungen, wie zum Beispiel sein Buch „Fridolin der Fliegenpilz“ basieren aber auch auf einer wahren Begebenheit, lediglich die Namen der Protagonisten wurden geändert.

Erlös für guten Zweck

Immer wieder finden Leseabende statt, in deren Rahmen der Gammesfelder seine Bücher vorstellt.

Die meisten seiner Bücher veröffentlicht Andreas Petz gegenwärtig noch über Books on Demand (Bücher werden abhängig vom Bedarf produziert). Allerdings arbeitet er auch eng mit dem österreichischen Karina Verlag zusammen, welcher bereits drei seiner Werke publizierte. 2016 wurde der Autor mit seiner Geschichte „Die verschwundene Farbe“ vom Verlag sogar zum Bestautor nominiert. Ziel des Karina Verlages ist es, den Verein „Respekt für Dich“ finanziell zu unterstützen. So gehen auch zehn Prozent der Erlöse aus dem Verkauf von Petz´s Büchern an den Verein, bei Anthologien wird sogar der Gesamterlös gespendet.

Ebenfalls freut sich der Gammesfelder über seine erfolgreiche Teilnahme am Gedichtwettbewerb der „Bibliothek deutschsprachiger Gedichte.“

Heimat: Quelle der Kraft

Momentan arbeitet er an seinem jüngsten Werk, einem Buch mit Märchen und Geschichten rund um den Fingerhut. Inspiriert durch das Creglinger Fingerhutmuseum. Als sein „wichtigstes regionales Buch“ nennt er den „Schatz am Stöckichsee“ – den von Bäumen eingewachsenen Badesee und Fischweiher am Ortsrand seines Wohnortes sucht er besonders gerne auf, wenn es hin und wieder an Inspiration mangelt… Der Regionale Bezug seiner Texte liegt Andreas Petz stark auf dem Herzen: „Heimat ist für mich sehr wichtig. Dort sind meine Wurzeln. Aus meiner Heimat, Blaufelden und Umgebung, schöpfe ich Kraft.“ So kann man auf YouTube auch das von ihm stammende Lied „Heimat“ finden, welches ursprünglich Teil des Musicals „Schneeflöckchens Reise“ war.

Der Stöckichsee bei Gammesfeld. Bei der Neuauflage des Buches „Der Schatz am Stöckichsee“ wurde dieses Foto für das Cover verwendet.

Fotographietalent…

Ein weiteres spannendes Hobby von Andreas Petz ist seine Leidenschaft für Makro-Fotographie. Durch geschickte Spielereien mit Lichtverhältnissen, Einfallswinkeln und Reflektionen gelingt es ihm Bilder zu knipsen, wovon man kaum glauben kann, dass diese nicht digital bearbeitet wurden. Schmunzelnd erzählt er, wie er des Öfteren gefragt wird, was für ein Kameramodell er denn benutze. Dabei holt er aus seinem Rucksack ein kleines Täschchen mit einer 0815-Digitalkamera. Kaum zu glauben, dass damit solche Bilder möglich sind… Immer wieder finden Leseabende statt, in deren Rahmen der Autor seine Geschichten vorträgt und Lieder präsentiert. „Diese kommen in der Regel gut an.“ Wenn jemand Andreas Petz einmal hautnah erleben möchte, wäre solch eine Veranstaltung womöglich eine gute Gelegenheit. Die Frage, was ihn am Autorendasein am meisten reizt beantwortet er wie folgt: „Als Autor hinterlässt man der Welt etwas – auch nach dem Tod.“

Text: Amos Krilles, Fotos: Andreas Petz

Makroaufnahmen, aufgenommen von A. Petz:

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