Grundschule Wassertrüdingen wird nach Um- und Neubau am 16. Juni eingeweiht

Wassertrüdingen(hm). Nach knapp zweieinhalbjähriger Bauzeit konnten die Teilsanierung sowie der Teilneubau der Grundschule Wassertrüdingen abgeschlossen werden. Der Schulbetrieb wurde bereits aufgenommen. Offiziell eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben wird die Baumaßnahme am Samstag, 16. Juni um 10 Uhr in der Aula am Weinbergweg.

Nordansicht des neuen Schulgebäudes.

Für die Modernisierung der Grundschule wurde der vorhandene marode Flachbau mit den Verwaltungs- und Fachräumen abgerissen und durch einen zweigeschossigen Neubau auf kleinerer Grundfläche ersetzt. Dieser Bau schließt in der so genannten „Split-Level-Bauweise“ an die vorhandenen Treppenhäuser an. lm Erdgeschoss befinden sich jetzt die Aula sowie Fachräume und im Obergeschoss sind die Verwaltung und drei zusätzliche Klassenzimmer beziehungsweise Lernwerkstätten sowie die Mediathek realisiert. Das Treppenhaus im Osten erhält einen Aufzug. Das komplette Gebäude ist behindertengerecht eingerichtet. Das Bestandsgebäude mit zwölf Klassenzimmern wurde von Grund auf saniert

Das Foyer.

und erhielt im Süden zwei Anbauten zur Integration von je einem Gruppenraum zwischen zwei Klassenzimmern. Diese zusätzlichen Räume, die Sitzfenster für den durchlässigen Blickbezug, ein flexibles Tafelsystem und die Lehrerarbeitsräume ermöglichen die Umsetzung neuer pädagogischer Ansätze. Eine akustisch wirksame Trockenbaudecke und die Installation von zentralen Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung erhöhen die Nutzungsqualität. Die Innenräume wurden mit einem lebendigen, fein abgestuften Farbkonzept, gestaltet. Allgemein wurde Wert auf einen guten Schallschutz gelegt.

Zudem wurden sowohl Neu- als auch Altbau nach aktuellen Brand- und Wärmeschutzanforderungen erstellt; der Neubau sogar in Passivhausstandard.

Getränkeausgabe mit Hausmeisterbüro.

Künftig vergrößerter Pausenhof

Während der Neubau auf einer Grundfläche von 2051 Quadratmetern verwirklicht wurde, ging die Sanierung des Altbaus auf einer Fläche von 2027 Quadratmetern über die Bühne. Der Bruttorauminhalt der beiden Räumlichkeiten beträgt künftig 16304 Kubikmeter. Mit vergrößertem Pausenhof, einem Innenhof mit Fahrradparkplatz und Werkhöfen steht künftig eine Fläche von 7263 Quadratmetern zur Verfügung. Zu den zwölf Klassenräumen im sanierten Altbau gesellen sich künftig sechs Gruppenräume mit einem Lehrerarbeitszimmer und drei Ganztagsklassenräume beziehungsweise Lernwerkstatträume im Neubau. Im unterkellerten Neubau sind zusätzlich eine Mediathek/Sprachlabor mit Bücherei und Computerbereich untergebracht; darüber hinaus beherbergt das Gebäude die Schulverwaltung, einen Werk- und einen Textilraum, Lehrerzimmer und Silentium sowie Räume für Lehrer, Förderlehrer, Hausmeister einschließlich Aula und Garderoben sowie im Untergeschoss auch Lagerräume. Dabei fand die Entwurfsplanung für Grundrissgestaltung und Möblierung unter Einbeziehung moderner pädagogischer Konzepte statt. Die Beheizung der Grundschulgebäude einschließlich Mensa erfolgt künftig über ein Gas-Blockheizkraftwerk und eine Gasbrennwerttherme. Zudem wurden die Lüftungsanlagen in allen Klassen- und Fachräumen mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Ferner verfügen die neuen Räumlichkeiten über Passivhausfenster und Glasfassaden mit Dreifachverglasung. Die Wärmedämmung der Außenwände erfolgte mittels 26 Zentimeter Mineralfaser unter einer Minimierung der Wärmebrücken. Im Neubau verfügt das Dach über eine 22 Zentimeter starke Pu-Dämmung unter Wiederverwendung der intakten Bestandsdämmung aus dem Flachdachrückbau des Bestandsgebäudes.

Gesamtkosten in Höhe von rund 7,6 Millionen Euro

Der Neubau verfügt über einen Passivhausstandard; die Beheizung des Gebäudes erfolgt zum großen Teil durch passive Solarenergienutzung, während der sanierte Altbau an Wand und Decke mit 20 Zentimeter Wärmedämmung nach modernen hohen Wärmeschutzanforderungen isoliert wurde. Nach einer Reduzierungsmaßnahme konnten die Gesamtbaukosten von ursprünglich geplanten 9,9 Millionen Euro auf nur noch etwa 7,6 Millionen Euro zurückgefahren werden. Nach dem Baubeginn im Dezember 2015 ist das Vorhaben bereits im April dieses Jahres weitestgehend fertig gestellt worden und kann in Kürze seiner Bestimmung übergeben werden.

Junge Bäume zieren den Pausenhof. Fotos: Heinz Meyer

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