Rosenmontag: Druden kommen zurück nach Dinkelsbühl

Schopflocher Medine bringt Faschingsluft in die „Schönste Altstadt Deutschlands“ (Focus)

DINKELSBÜHL (RED). Nach drei Jahren Pause heißt es am Rosenmontag in Dinkelsbühl wieder „Haarig, haarig is die Katz am Bauch! Und wenn sie keine Haare hat, dann fängt sie keine Maus!“

Druden und Drudenauspeitscher ziehen mit Prinzenpaar, Prinzengarde, Elferrat und „Ober-schoude“ der Faschingsgesellschaft Medine aus der Nachbargemeinde Schopfloch durch Dinkelsbühl, wo sie Kostproben ihres aktuellen Programms zum Besten geben. Die „Schopflocher Gugge“ sorgt für die musikalische Begleitung. Der Faschingsumzug startet um 10.45 Uhr vom Rothenburger Tor und zieht vor die Schranne an den Weinmarkt.

Organisator der Veranstaltung bleibt trotz des Umzugs aus der Altstadt zum Kreisverkehr an der Stadtmühle die Sparkasse Ansbach. Nach dem Spektakel vor der Schranne sind die Ehrengäste und die Medine zum gemeinsamen Feiern in die Schranne eingeladen. Ober-bürgermeister Dr. Hammer freut sich schon auf den „kleinen Fasching“ in Dinkelsbühl: „Ich finde es toll, dass diese Tradition trotz dem Wechsel weiterbesteht! Ein großes Dankeschön an dieser Stelle der Sparkasse Ansbach und natürlich unseren närrischen Nachbarn aus Schopfloch!“

Schopfloch hat eine uralte Fastnachtstradition. Der Drudenzug, oder das Drudenauspeit-schen, soll nach einer Überlieferung aus der heidnischen Zeit stammen, und wurde von der Arbeiterbevölkerung Schopflochs von Generation zu Generation weitergetragen. Das Dru-denauspeitschen ist ein uralter Fastnachtsbrauch. Die maskierten Druden stellen die Win-tergeister dar, die mit Peitschenknallen aus der Stadt hinaus getrieben werden.

Der Drudenzug hat sich in seiner Form bis heute erhalten.

Fasching in Dinkelsbühl. Foto: Ingrid Wenzel

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