Resultate der „Ausbildungsvorbereitung dual“ vorgestellt – Neue Bildungsangebote an der EPE Bad Mergentheim geplant

MAIN-TAUBER-KREIS (RED). Zwei aktuelle Berichte standen am Mittwoch auf der öffentlichen Tagesordnung des Kreis-tags-Ausschusses für Soziales, Bildung, Kultur und Verkehr. Zum einen berichtete die Verwaltung über den Bildungsgang „Ausbildungsvorbereitung dual“ an Beruflichen Schulen, zum anderen über neue Schulangebote an der Beruflichen Schule für Ernährung, Pflege und Erziehung (EPE) in Bad Mergentheim

Ausbildungsvorbereitung dual

Der Bildungsgang „Ausbildungsvorbereitung dual – AVdual“ wird im Main-Tauber-Kreis am Beruflichen Schulzentrum Wertheim, der Gewerbliche Schule in Tauberbischofsheim und der EPE Bad Mergentheim angeboten. Das Modellprojekt verfolgt das Ziel, Jugendliche beim Einstieg in Ausbildung und Beruf zu unterstützen. Das Konzept sieht vor, verstärkt Berufspraktika einzubinden. Darüber hinaus werden die Jugendlichen durch die AVdual-Begleiterinnen und -Begleiter in den Schulen individuell unterstützt. Kernbestandteil ist auch das Regionale Übergangsmanagement, das die Aktivitäten und Akteure koordiniert und das Projekt steuert.

Katrin Stephan, Sachgebietsleiterin „Übergangsmanagement Schule – Beruf“ im Amt für Schulen und ÖPNV, stellte in der Sitzung die bisherigen Ergebnisse des Projekts vor. Demnach seien die Resultate im Vergleich zu allen Modellregionen überdurchschnittlich gut. „Umfangreiche Praktika verbessern die Chancen auf einen Ausbildungsplatz und sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für einen gelungenen Berufseinstieg“, erläuterte Sachgebietsleiterin Stephan. Aktuell werden im Landkreis knapp über 200 Schülerinnen und Schüler im AVdual beschult. Das Modellprojekt ist bis zum 31. August 2025 befristet. Das Land Baden-Württemberg strebt jedoch an, AVdual ab dem Schuljahr 2025/2026 flächendeckend umzusetzen.

Neue Schulangebote an der EPE beantragt

An der EPE in Bad Mergentheim sind zwei Schulversuche vorgesehen. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in Kindertagesstätten hat das Landratsamt beim Regierungspräsidium Stuttgart beantragt, das Bildungsangebot „Direkteinstieg Kita“ einrichten zu können. Es handelt sich dabei um eine zweijährige schulische Ausbildung mit Praxiseinsätzen in einer Kita. Dabei erhalten die Auszubildenden eine Vergütung vom Träger der Einrichtung. Auch die Bundesagentur für Arbeit fördert die Ausbildung. Das Bildungsangebot richtet sich an Personen, die bereits eine Ausbildung absolviert haben.

Parallel hat die Landkreisverwaltung einen Antrag für den Schulversuch „Zweijährige Berufsfachschule Altenpflegehilfe mit Deutschförderung“ eingereicht. Dieses Bildungsangebot richtet sich speziell an Migrantinnen und Migranten mit geringen deutschen Sprachkenntnissen. Ziel des Angebots ist, verstärkt Fachkräfte für die Pflege zu gewinnen. Dabei sollen die Deutschkenntnisse in einem zusätzlichen Unterrichtsjahr deutlich verbessert werden.

Die Verwaltung rechnet mit einer Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart zu beiden Schulversuchen.

Unter www.main-tauber-kreis.de/buergerinfoportal-kreistag können die Beschlussvorlagen zur Sitzung und in Kürze auch die Beschlüsse eingesehen werden.

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