Aktuelle Stellenanzeigen:

Im IHK-Bezirk Heilbronn-Franken hält die solide Konjunktur- entwicklung im 4. Quartal 2018 weiterhin an. Wesentlichen Anteil daran hat die Binnenwirtschaft, die getragen von einer hohen Beschäftigung und steigenden Löhnen weiterhin in einem guten Zustand ist. In der Industrie liegen die Lage- einschätzungen trotz des schwierigen internationalen Umfelds bei einer leichten Abschwächung noch immer auf hohem Niveau. Das Stimmungsbild im Dienstleistungssektor und im Baugewerbe hat sich jeweils verbessert. Der Handel zeigt sich nach wie vor zufrieden mit seiner aktuellen Geschäftslage. Die Geschäftserwartungen der regionalen Wirtschaft sind gegenüber dem Vorquartal nahezu unverändert geblieben. Die Betriebe blicken überwiegend optimistisch auf das Jahr 2019.

Mit ihrer aktuellen Geschäftslage zeigen sich die regionalen Unternehmen im 4. Quartal 2018 weiterhin sehr zufrieden. Wie im Vorquartal bezeichnen 55 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Unternehmen die aktuelle Lage als gut, während nur 4 Prozent (Vorquartal 3 Prozent) mit dem Geschäftsverlauf nicht zufrieden sind. Gleiches gilt für die Geschäftserwartungen, die per saldo nahezu auf dem Niveau des Vorquartals geblieben sind. Während 29 Prozent (Vorquartal 26 Prozent) der Betriebe mit einem günstigeren Geschäftsverlauf rechnen, erwartet ein Zehntel (Vorquartal 6 Prozent) der Unternehmen eine schlechtere zukünftige Entwicklung.

Elke Döring, Hauptgeschäftsführerin der IHK Heilbronn-Franken: „Die Wirtschaft boomt nach wie vor. Die Lagebewertungen der Unternehmen liegen noch immer auf einem weit überdurchschnittlich hohen Niveau. Und dies vor allem aufgrund einer starken Binnenkonjunktur, die auch in den nächsten Monaten ein starker Treiber der wirtschaftlichen Entwicklung sein wird. Momentan gibt es keine Anzeichen für einen in die Rezession mündenden Abschwung.“

Industrie weiterhin auf historisch hohem Niveau
In der Industrie wird die aktuelle Geschäftslage erneut leicht schlechter als im Vorquartal beurteilt. Während 59 Prozent (Vorquartal 62 Prozent) der Unternehmen eine gute Geschäftslage melden, halten wie im Vorquartal lediglich 2 Prozent den Geschäftsverlauf für schlecht.

Die ausländischen Auftragseingänge liegen per saldo auf dem Niveau des Vorquartals. Ein Viertel (Vorquartal 22 Prozent) konnte einen Zuwachs der Auslandsorders realisieren. 19 Prozent (Vorquartal 17 Prozent) mussten hingegen einen Rückgang hinnehmen. Im Bereich der inländischen Auftragseingänge hat es eine Verringerung gegeben. Während 21 Prozent (Vorquartal 29 Prozent) von einem Anstieg der Inlandsorders berichten, mussten 19 Prozent (Vorquartal 13 Prozent) Einbußen hinnehmen.

Die zukünftigen Geschäftsaussichten beurteilen die Industrie- unternehmen kaum ungünstiger als im Vorquartal. Während 29 Prozent (Vorquartal 27 Prozent) der Betriebe mit einem besseren Geschäftsverlauf rechnen, blicken 8 Prozent (Vorquartal 5 Prozent) mit Skepsis in die Zukunft.
Die Umsatzentwicklung wird etwas weniger optimistisch als im Vorquartal beurteilt. 40 Prozent (Vorquartal 42 Prozent) der Unternehmen rechnen mit Umsatzsteigerungen, während 13 Prozent (Vorquartal 7 Prozent) rückläufige Umsätze erwarten.
Vor dem Hintergrund der US-Handelspolitik und dem Brexit haben sich die Exporterwartungen per saldo leicht eingetrübt. 34 Prozent (Vorquartal 29 Prozent) der Betriebe gehen von einem ansteigenden Auslandsgeschäft aus, während 16 Prozent (Vorquartal 9 Prozent) mit sinkenden Exporten rechnen.
Die Investitionsbereitschaft hat gegenüber dem Vorquartal geringfügig abgenommen. 40 Prozent (Vorquartal 45 Prozent) der Unternehmen planen mit höheren Inlandsinvestitionen.

Dienstleistungsgewerbe verbessert
Die Beurteilung der konjunkturellen Situation durch die Dienst- leister fällt positiver als im Vorquartal aus. 48 Prozent (Vorquartal 42 Prozent) der Dienstleistungsbetriebe melden eine gute Geschäftslage, während 8 Prozent (Vorquartal 5 Prozent) mit dem aktuellen Geschäftsverlauf unzufrieden sind. Überdurchschnittlich gut laufen derzeit die Geschäfte bei den IT-Dienstleistern aufgrund des Digitalisierungstrends sowie im Bereich Beratungsdienstleistungen.
Auch die Umsatzentwicklung wird positiver als im Vorquartal beurteilt. Die Hälfte (Vorquartal 43 Prozent) meldet steigende Umsätze, 21 Prozent (Vorquartal 18 Prozent) klagen über Umsatzeinbußen.

Dagegen hat das Auftragsvolumen per saldo abgenommen. 34 Prozent (Vorquartal 36 Prozent) verbuchten steigende Auftrags- volumina, 24 Prozent (Vorquartal 11 Prozent) berichten von einem Rückgang.

Die Beurteilung der künftigen Geschäftsaussichten liegt per saldo auf dem Niveau des Vorquartals. 39 Prozent (Vorquartal 34 Prozent) rechnen mit einem günstigeren zukünftigen Geschäftsverlauf, 13 Prozent (Vorquartal 7 Prozent) blicken mit Skepsis in die Zukunft.

Baugewerbe verbessert
Die Lageeinschätzung im Baugewerbe hat sich auf sehr hohem Niveau verbessert. Während 79 Prozent (Vorquartal 74 Prozent) der Betriebe mit dem aktuellen Geschäftsverlauf zufrieden sind, bezeichnet nach wie vor kein Unternehmen die Geschäftslage als schlecht.

Die Auftragseingänge haben sich gegenüber dem Vorquartal abgeschwächt. Während 16 Prozent (Vorquartal 26 Prozent) nach wie vor steigende Auftragseingänge melden, berichten 13 Prozent (Vorquartal 7 Prozent) von einem Rückgang. In allen Teilbereichen vom Straßen- und Tiefbau über den gewerblichen und den öffentlichen Hochbau bis zum Wohnungsbau ist eine schwächere Ordertätigkeit festzustellen.

Hinsichtlich der zukünftigen Geschäftsentwicklung herrscht bei den Betrieben verhaltener Optimismus. Während 11 Prozent (Vorquartal 13 Prozent) eine günstigere Geschäftsentwicklung in den nächsten zwölf Monaten erwarten, rechnen 9 Prozent (Vorquartal 0 Prozent) mit einem schlechteren Verlauf. 80 Prozent kalkulieren mit einer gleichbleibenden Entwicklung.

Großhandel zufrieden
Der regionale Großhandel zeigt sich weiterhin sehr zufrieden mit seiner aktuellen Geschäftslage, auch wenn die Lageurteile gegenüber dem Vorquartal per saldo zurückgegangen sind. 58 Prozent (Vorquartal 63 Prozent) der Unternehmen sprechen von einem guten Geschäftsverlauf. 3 Prozent (Vorquartal 0 Prozent) äußern sich unzufrieden über die Geschäftslage. Die Betriebe des produktionsverbindenden Großhandels beurteilen die aktuelle Lage dabei deutlich besser als die des konsumnahen Großhandels. Die Bestellpläne fallen erneut weniger expansiv als im Vorquartal aus. 32 Prozent (Vorquartal 40 Prozent) verbuchten steigende Bestellungen, während 16 Prozent (Vorquartal 14 Prozent) Einbußen hinnehmen mussten.

Hinsichtlich des zukünftigen Geschäftsverlaufs sind die Großhändler etwas optimistischer als im Vorquartal. 37 Prozent (Vorquartal 35 Prozent) rechnen mit einer günstigeren Geschäftsentwicklung. Wie im Vorquartal schätzt ein Zehntel den Geschäftsverlauf pessimistisch ein.

Einzelhandel auf hohem Niveau stabil
39 Prozent (Vorquartal 44 Prozent) der Einzelhändler sprechen von einem guten Geschäftsverlauf, während 7 Prozent (Vorquartal 12 Prozent) die aktuelle Lage als schlecht bezeichnen. Angesichts der guten Beschäftigungs- und Einkommensentwicklung bleibt die Konsumnachfrage der privaten Haushalte rege. Die Einschätzung des Kaufverhaltens der Kunden durch die Einzelhändler hat sich etwas verschlechtert. 77 Prozent (Vorquartal 83 Prozent) bezeichnen das Kaufverhalten der Kunden als kauffreudig oder saisonüblich.
Als größtes Geschäftsrisiko neben dem Fachkräftemangel sehen die Einzelhändler die Nachfrage (55 Prozent).

Den weiteren Geschäftsverlauf schätzen die Einzelhändler per saldo skeptischer ein. Während 12 Prozent (Vorquartal 9 Prozent) der Betriebe mit einer günstigeren Geschäfts- entwicklung rechnen, blicken 19 Prozent (Vorquartal 9 Prozent) mit Pessimismus in die Zukunft. 70 Prozent rechnen mit einer gleich bleibenden Entwicklung. Vor allem der Facheinzelhandel zeigt sich per saldo weniger zuversichtlich als im Vorquartal.

Arbeitsmarktentwicklung weiterhin positiv
Jeder vierte Betrieb (Vorquartal 26 Prozent) will in den kommenden zwölf Monaten neue Arbeitsplätze schaffen. Ein Zehntel (Vorquartal 8 Prozent) der Unternehmen erwägt einen Personalabbau. Noch immer bremst der Fachkräftemangel das Beschäftigungswachstum. Wie im Vorquartal sehen 65 Prozent der Unternehmen den Fachkräftemangel als mit Abstand größtes Geschäftsrisiko.

An der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Heilbronn-Franken haben 424 Unternehmen mit rund 90.600 Beschäftigten aus dem gesamten IHK-Bezirk teilgenommen.

Related Posts

Existenzgründerseminar
Wertheim steht als Einzelhandelsstandort gut da
Kamingespräch über Megatrends und Erfolgsstorys