Personenerhebung im Landkreis ist abgeschlossen

Zensusstelle Main-Tauber-Kreis befragte mehr als 24.000 Auskunftspflichtige

Main-Tauber-Kreis. Die Zensusstelle Main-Tauber-Kreis wurde nach Abschluss der Personenerhebung zum Mittwoch, 15. Februar, aufgelöst. Im Zeitraum von Mitte Mai bis Ende November des vergangenen Jahres befragte die Zensusstelle mehr als 24.000 Auskunftspflichtige an 5800 Anschriften. „Dank unserer motivierten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie des tollen ehrenamtlichen Engagements der 163 Erhebungsbeauftragten kann die Arbeit der Zensusstelle trotz aller coronabedingten Widrigkeiten in den vergangenen beiden Jahren als voller Erfolg gewertet werden. Es ist dabei gelungen, die gestellten Aufgaben vor den gesetzten Fristen zu erledigen“, bilanzierte Landrat Christoph Schauder. „Mein herzlicher Dank gilt den 24.000 auskunftspflichtigen Bürgerinnen und Bürgern, die mit ihrem guten Willen und ihrer Kooperationsbereitschaft einen reibungslosen Ablauf sichergestellt haben.“ Im Oktober 2021 wurde die Zensusstelle Main-Tauber-Kreis im ehemaligen Gerichtsgefängnis in Tauberbischofsheim eingerichtet, technisch und organisatorisch getrennt vom Landratsamt Main-Tauber-Kreis. Neben der Zensusstellenleitung wurden weitere acht in Voll- oder Teilzeit beschäftigte Mitarbeitende befristet eingestellt beziehungsweise aus dem Personal des Landratsamtes auf Stundenbasis eingesetzt. Die Großen Kreisstädte Bad Mergentheim und Wertheim verzichteten bereits im Vorfeld auf die Möglichkeit einer eigenen Zensus-Erhebung, sodass die Zensusstelle Main-Tauber-Kreis für den gesamten Landkreis zuständig wurde. Von den 24.000 befragten Bürgerinnen und Bürgern wurden zunächst Kerndaten wie etwa Name, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Familienstand, erhoben. Rund zwei Drittel mussten weitere Auskünfte beispielsweise zu Bildungsstand und zur Berufstätigkeit erteilen, die Fragen konnten zu großen Teilen online beantwortet werden. Die ehrenamtlichen Erhebungsbeauftragten suchten zudem Auskunftspflichtige vor Ort auf. „Durch den frühzeitigen Abschluss war es darüber hinaus möglich, Anschriften mit eigenem Personal nochmals zu überprüfen,“ erklärte Jörg Scheidel als bisheriger Leiter der Zensusstelle Main-Tauber-Kreis. „Größere Probleme gab es nur in wenigen Einzelfällen. Spätestens auf ein Hinweisschreiben erfolgten die Meldungen der Auskunftspflichtigen meist umgehend und vollständig“, ergänzte Scheidel.

INFO: In Deutschland fand zum Stichtag 15. Mai 2022 ein Zensus statt, also eine Volks-, Gebäude- und Wohnungszählung. Mit dem Zensus wird ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Für die Volkszählung wird nur ein Teil der Bürger befragt. Aus diesen Stichproben erfolgen Hochrechnungen auf die Gesamtbevölkerung. Ein Teil der für die Stichprobe ausgewählten Bürgerinnen und Bürgerinnen musste über ein kurzes Gespräch mit einem oder einer Erhebungsbeauftragten hinaus auch noch einen Online-Fragebogen ausfüllen. Zu Gebäuden mit Wohnraum und Wohnungen wurden alle Eigentümerinnen und Eigentümer im Rahmen des Zensus 2022 durch das Statistische Landesamt Baden-Württemberg auf postalischem Weg befragt. lra

Bilduntertext: Das letzte Schild der Zensusstelle Main-Tauber-Kreis im ehemaligen Gerichtsgefängnis in Tauberbischofsheim wurde gemeinsam entfernt: Landrat Christoph Schauder (v. r.) mit Jörg Scheidel, bisheriger Leiter der Zensusstelle Main-Tauber-Kreis, Dr. Bernhard Blümm und Erstem Landesbeamten Florian Busch. Foto: Landratsamt-Main-Tauber-Kreis, Christoph Obel