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Passanten-Frequenz in der Burgstraße wird gemessen

Bad Mergentheim. In der Bad Mergentheimer Burgstraße läuft seit einigen Wochen eine Messung, die Passantinnen und Passanten zählt.

Diese Analyse wird im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen der City-Gemeinschaft, der Stadt und des Start-up-Unternehmens ‚hystreet.com‘ vorgenommen. Die Lichtschranke wurde am Modehaus Kuhn installiert. Sie erfasst keinerlei Bilder oder persönliche Daten, sondern addiert einfach nur die Fußgängerinnen und Fußgänger eines Tages. Die Ergebnisse sind öffentlich einsehbar auf der Internetseite www.hystreet.com.

Zum Hintergrund erläutert Marcel Stephan, Wirtschaftsförderer der Stadt Bad Mergentheim: „Das Konsum- und Shoppingverhalten hat sich aufgrund der Pandemie und der Digitalisierung stark verändert. Die Frequenzdaten liefern uns aufschlussreiche Erkenntnisse und Vergleiche, beispielsweise zur Zahl der Besucherinnen und Besucher an Samstagen oder an Markttagen. Auf dieser Grundlage möchten wir die Attraktivität der Burgstraße als ‚Einkaufsmeile‘ und damit die Stärke der gesamten Innenstadt weiter ausbauen und gezielt auf die Bedürfnisse von Kundschaft und Gäste ausrichten.“

Hans-Joachim Kuhn, Vorsitzender der City-Gemeinschaft, ergänzt: „Die Veränderungen in den Innenstädten im Einzelhandel, der Gastronomie und bei den Dienstleistern machen eine genaue Fakten-Analyse immer wichtiger, um die richtigen Schlüsse zu ziehen und mit den richtigen Maßnahmen gegenzusteuern. Sowohl für die Immobilienbesitzer der Innenstadt wie auch für die Miet-Interessenten, die Bad Mergentheim als Standort prüfen, sind die Frequenzdaten eine wichtige Orientierungs- und Entscheidungsbasis. Deshalb begrüßen wir die Bereitschaft der Stadtverwaltung, hier eine professionelle Datenbasis zu schaffen. Man muss nicht mehr mit ‚gefühlten‘ Frequenzen arbeiten, sondern kann sich auf gemessene Werte stützen und hat einen guten Vergleich zur Entwicklung an anderen Standorten.“ Dies werde sicher helfen, die Attraktivität der Innenstadt weiter zu verbessern.

„Von den vollautomatisierten Frequenz-Zählungen profitieren alle Akteure der Innenstadt wie Einzelhändler, Investoren, Verkehrsplaner, Handelsforscher sowie die Innenstadtbesucher gleichermaßen“, erklärt Julian Aengenvoort, Geschäftsführer von hystreet.com. „Urbane und attraktive Innenstädte sind Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens und Passanten-Frequenzen sind die Messzahl für die Attraktivität einer Lage. Mit den bereitgestellten Daten wollen wir Transparenz schaffen und ein verlässliches Analysetool zur Verfügung stellen.“

Auch Vergleiche mit anderen Kommunen sind möglich, denn der Anbieter erfasst die Zahlen bereits in 72 Städten. Für die Bad Mergentheimer Burgstraße liegen bereits die ersten Zahlen vor: So wurden beispielsweise am Samstag, 17. Juli, über den Tag hinweg beachtliche 10.419 Passantinnen und Passanten gemessen. Am Dienstag, 20. Juli, also einem Markttag, wurden 11.829 Menschen gezählt.

Alle Interessierten können die Daten jederzeit kostenfrei und in Echtzeit nach einer unentgeltlichen Registrierung auf www.hystreet.com abrufen. Die Daten sind auch als Download verfügbar. Die Plattform bietet zudem diverse Auswertungstools, um beispielsweise die Passanten-Frequenzen unterschiedlicher Messzeiträume und von verschiedenen Standorten miteinander zu vergleichen. stv

 

BILDUNTERZEILE: Analyse für eine gute Entwicklung der Innenstadt: In der Bad Mergentheimer Burgstraße werden die Passantinnen und Passanten gezählt. Foto: Stadt Bad Mergentheim

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