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Dinkelsbühl macht es vor: Aus Parkplatz für Autos wurde Verweilplatz für Einheimische und Gäste

Man reist nach Italien, nach Venedig, Florenz oder Rom, nach Siena, Lucca oder Pisa, um den Flair von Stadtplätzen erleben zu können. Wir genießen ein Eis, einen Kaffee oder ein Glas Wein inmitten schöner Häuserfassaden und das stundenlang. Dieses mediterrane Lebensflair holt Dinkelsbühl Jahr für Jahr mehr in die mittelalterliche Fachwerkstadt. „Unter dem Motto ‚Innen statt Außen – gebt den Menschen ihre Stadt zurück‘ haben wir die letzten Monate einen unansehnlichen Parkplatz in einen Platz der Begegnung für Menschen umgestaltet“, blickt Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer auf den nun seit Mai für die Öffentlichkeit freigegebenen neuen Platz inmitten der „Schönsten Altstadt Deutschlands (Focus)“ hinter dem Rathaus.

Platz mit Gastronomie, Stadtmodell, Trinkbrunnen, Bücherschrank, Fahrradstellplatz

Der Platz mit unterschiedlichen Sitzgelegenheiten wie Bänken und Treppenstufen wird beschattet von vier neu gepflanzten Bäumen. Die angrenzende Gastronomie bietet in der Zukunft Bewirtung an. Auf dem Platz wird ein Stadtmodell aus Bronze den Besuchern einen Überblick über die Altstadt geben. Ein Trinkbrunnen, ein Bücherschrank und ein Fahrradstellplatz ergänzen die Infrastruktur auf dem Platz. Eine Lademöglichkeit mit Schließfächern wird noch installiert. Neben dem Platz wurde zudem ein barrierefreies öffentliches WC gebaut – wichtig und bestimmt von großer Nachfrage.

Rahmenbedingungen für eine lebendige Innenstadt schaffen: Innen statt Außen

Viele Innenstädte von Mittelzentren kämpfen schwer. In Dinkelsbühl ist die Innenstadt aber sehr lebendig. Ein Angebot an Modegeschäften, Eisdielen, Cafés, Hotels, Spezialitätenshops und vielem mehr lockt ins Zentrum. Die Dinkelsbühler lieben ihre Altstadt und die Touristen tragen zur Wirtschaftskraft erheblich bei. Die Stadt schafft stets die Rahmenbedingungen, dass diese Lebendigkeit bleibt. „Letztes Jahr haben wir der Außengastronomie in den Straßen der Altstadt viel Raum gegeben. Es haben viele Einheimische und Gäste genossen, in der historischen Kulisse unserer Altstadt bis in den Abendstunden bei gutem Essen und Trinken zu verweilen. Und: Wer wegen des Kulinarischen ins Zentrum kommt, der schlendert auch automatisch zu den Geschäften“, beschreibt der Rathauschef der 12.000 Einwohnerstadt den zusätzlichen Synergieeffekt.

Neue Plätze braucht die Stadt: Vom Schweinemarkt zum Parkplatz und nun zum Piazza

Der Platzname „Schweinemarkt“ ist historisch und rührt aus der Mittelalter, waren damals Straßen und Plätze dem Handel bestimmter Tiere und Produkte vorbehalten. Die letzten Jahrzehnte besuchten die Ecke vor allem die, die dort ihr Auto parkten. Mit der neuen Nutzung des Schweinemarkt als Verweilplatz anstatt eines Parkplatzes etabliert Dinkelsbühl eine südländisch anmutende Piazza mit besonderem Flair und sorgt für noch mehr Attraktivität in der Innenstadt.

„Neue Plätze braucht die Stadt. Ich weiß aktuell keine andere Stadt, die einen neuen Platz in der Innenstadt geschaffen hat“, so Dr. Hammer. Die 400.000 Euro Kosten für den Umbau konnten mit einem 80-prozentigen Zuschuss durch das Städtebauförderprogramm „Innen statt Außen“ hervorragend unterstützt werden.

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