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Lauda-Königshofen. Am vergangenen Montag lud die Stadt Lauda-Königshofen zu einer öffentlichen Vorstellung der Konzepte für die Nachnutzung des Laudaer Bahnhofs ein. Auf die Ausschreibung der Stadt reichte Dr. Gunther Wobser sein Konzept ein. Er möchte mit einer Weiternutzung als „Brainstation“ neue Impulse für die Stadt geben. Die Ingenieure Michael und Christine Jouaux beabsichtigen, den ehemaligen Bahnhof zu einem „Bürgerpalast“ weiterzuentwickeln. Im großen Sitzungssaal des Rathauses in Lauda stellten die beiden Investoren der Bürgerschaft ihre Ideen vor und standen für Fragen zur Verfügung.

Darum geht es: Im Jahr 2018 hat die Stadt Lauda-Königshofen das ehemalige Bahnhofsempfangsgebäude inklusive Pakethalle als Zwischenerwerber von der Bahn erworben. Damit wurde beabsichtigt, direkten Einfluss auf die weitere Nutzung dieses für die Stadt so wichtigen Gebäudes zu nehmen. Im Zuge eines Investorenauswahlverfahrens haben die beiden Investoren detaillierte Konzeptvorschläge eingereicht, die nun am kommenden Montag näher erläutert werden. Beide Konzepte sehen vor, die bestehende Pakethalle zu erhalten und eine Mobilitätszentrale vor Ort zu betreiben.

 

Kreative Entwicklungsmöglichkeiten

Der ehemalige Bahnhof liegt in zentraler, verkehrsgünstiger und innenstadtnaher Lage auf der Westseite der Bahngleise. Bei dem Objekt handelt es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude, das sich im förmlichen Sanierungsgebiet „Bahngelände Lauda“ liegt. Besondere Zielsetzungen beim Verkauf waren u. a. eine Verbesserung der bahntypischen Begleitnutzungen wie Mobilitätszentrale, Café, Bäckerei, etc., eine Verstärkung der vorhandenen Kundenfrequenz, eine Verbesserung der wohnortnahen Versorgung der Bevölkerung sowie gastronomische Angebote für eine verbesserte Aufenthaltsqualität. In Verbindung mit der neuen Personenunterführung, die noch in diesem Sommer abgeschlossen wird, und der Erschließung des Bahnareals in Richtung Tauberstraße, das u. a. Seniorenwohnungen sowie zahlreiche Park-and-Ride-Parkplätze beinhaltet, ergeben sich für Investoren optimale Möglichkeiten für eine nachhaltige Stadtentwicklung.

Um eine Neubelebung der attraktiv gelegenen Fläche zu erreichen, wurden mögliche Nutzungen für Dienstleistungen, Gastronomie, Büros und Handel sowie sonstige gewerbliche, soziale und kulturelle Zwecke bereits frühzeitig als Impulse für interessierte Investoren genannt. Der Erwerber müsse sich im Falle eines Zuschlags verpflichten, den Entwurf innerhalb von vier Jahren umzusetzen. Die zum Verkauf vorgesehene Fläche umfasst das Empfangsgebäude sowie die Pakethalle. Das Areal vor dem Bahnhofsgebäude, der Kiosk sowie die Fahrradabstellflächen nördlich des Empfangsgebäudes bleiben im Eigentum der Stadt.Man darf auf die weitere Entwicklung eines bahnbrechenden Stücks Zukunft gespannt sein!

 

Foto: Stadt Lauda-Königshofen