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Langjähriges Mitglied des Fernmelde- und Führungsdienstes geehrt

Tauberbischofsheim. Erster Landesbeamter Dr. Ulrich Derpa hat kürzlich in Tauberbischofsheim Tobias Dworacek für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement im Katastrophenschutz ausgezeichnet. Er ist seit 20 Jahren im Fernmelde- und Führungsdienst tätig, einer Regieeinheit des Main-Tauber-Kreises. Klaus Sack wurde in den passiven Dienst verabschiedet.

Dr. Derpa hob hervor, dass Tobias Dworacek ein erfahrener und engagierter Helfer im Katastrophenschutz sei. Dank seiner umfassenden Kenntnisse sei er in allen Aufgabenbereichen des Fernmelde- und Führungsdienstes einsetzbar. Unabhängig davon nahm er auch an Aus- und Fortbildungsveranstaltungen der Regieeinheit teil, um sein Wissen zu erweitern, zum Beispiel zum Digitalfunk.

Klaus Sack wurde auf eigenen Wunsch aus dem aktiven in den passiven Dienst des Fernmelde- und Führungsdienstes verabschiedet. Er wurde am 5. Mai 1995 zum Dienst im Katastrophenschutz verpflichtet und verfügt damit über eine 23-jährige Erfahrung im Fernmelde- und Führungsdienst. In dieser Zeit hat er sich in allen Bereichen der Regieeinheit engagiert, sei es bei der Ausbildung, dem Autofreien Sonntag oder den Katastrophenschutzübungen. Zuletzt war er als wichtiger Bestandteil der Führungsstruktur in der zweiten Schicht im Verwaltungsstab eingeteilt. 2015 war er für 20-jährige Tätigkeit in der Regieeinheit des Main-Tauber-Kreises geehrt worden.

Der Leiter des Fernmelde- und Führungsdienstes, Marco Herschlein, schloss sich dem Dank des Ersten Landesbeamten an Tobias Dworacek und Klaus Sack an.

Dr. Derpa zeigte sich erfreut über die Rekordbeteiligung bei der Jahresfeier, zu der einschließlich Partnerinnen einiger Mitglieder der Regieeinheit mehr als 30 Männer und Frauen gekommen waren. In einer Gedenkminute wurde dem langjährigen Mitglied Michael Schifferdecker gedacht. Michael Schifferdecker ist im Juli 2018 verstorben. „Er war ein engagierter Einheitsführer und hat sich stark für die Ausbildung eingesetzt“, sagte Dr. Derpa. Michael Schifferdecker war vor fünf Jahren für 35-jährige Mitgliedschaft geehrt worden, ehe er aus gesundheitlichen Gründen vom aktiven in den passiven Dienst gewechselt ist.

Ebenso erinnerte Dr. Derpa daran, dass der Fernmelde- und Führungsdienst Ende 2018 bei einer Fortbildungsveranstaltung für den Katastrophenschutz zur Afrikanischen Schweinepest im Landratsamt vertreten war. Ein guter Kontakt hat sich zudem mit dem Kreisverbindungskommando der Bundeswehr ergeben.

Helga Koch, Sachbearbeiterin im Bereich Katastrophenschutz beim Landratsamt, blickte auf das Jahr 2019 voraus. Im Frühjahr ist eine kreisübergreifende Stabsrahmenübung mit zwei bayerischen Nachbarkreisen zur zivil-militärischen Zusammenarbeit geplant. Hier werde die Unterstützung des Fernmelde- und Führungsdienstes ebenso benötigt wie bei der vorgesehenen Vollübung im Herbst. „Es wird garantiert nicht langweilig, denn wir haben einiges vor“, fasste sie zusammen.

Der Fernmelde- und Führungsdienst unterstützt den Verwaltungsstab des Landratsamtes im Fall von Katastrophen und Großschadensereignissen. Die Aussetzung der Wehrpflicht hat dazu geführt, dass auch keine Ersatzdienstleistenden mehr als Nachwuchs für den Fernmelde- und Führungsdienst zur Verfügung stehen. Deshalb wurden inzwischen auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung mit entsprechenden Arbeiten betraut. Die Regieeinheit soll jedoch erhalten bleiben, so lange Ehrenamtliche mitwirken. Sie besteht heute aus 14 Mitarbeitern des Landratsamtes sowie aktiven und passiven Ehrenamtlichen, die im Notfall zusätzlich einsetzbar sind.

Zu den wichtigen Aufgaben im Falle einer Katastrophe oder eines Großschadensereignisses gehören der Betrieb der Fernmeldezentrale für den Verwaltungsstab, die Aufnahme und Weiterleitung von Meldungen, die Unterstützung des Führungsstabes im Fernmeldewesen sowie der Nachweis von ein- und ausgehenden Meldungen. Für diese Aufgaben werden Telefon, Fax und Funk eingesetzt. Wichtig ist der Fernmelde- und Führungsdienst besonders auch bei einem möglichen Ausfall der öffentlichen Stromversorgung oder der EDV, um die Kommunikation per Funk sicher zu stellen. Damit muss bei vielen Katastrophenszenarien, zum Beispiel im Fall schwerster Unwetter, jederzeit gerechnet werden.

Erster Landesbeamter Dr. Ulrich Derpa dankte den Mitgliedern des Fernmelde- und Führungsdienstes, insbesondere Tobias Dwooracek, Klaus Sack und dem Leiter Marco Herschlein, für ihr Engagement und ihre stetige Einsatzbereitschaft. Auch den hauptamtlichen Mitarbeitern aus dem Landratsamt galt sein Dank. Zudem dankte er den ebenfalls anwesenden Partnerinnen der Katastrophenschützer für ihre Unterstützung und ihr Verständnis. lra

 

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Ehrung und Verabschiedung in den passiven Dienst beim Fernmelde- und Führungsdienst (von links): Erster Landesbeamter Dr. Ulrich Derpa, die Mitglieder Klaus Sack und Tobias Dworacek, Leiter Marco Herschlein sowie Helga Koch (Sachbearbeiterin Katastrophenschutz im Landratsamt). Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis / Markus Moll

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