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Landestheater Dinkelsbühl stellt die Stücke für die Freilichtbühne vor

Dinkelsbühl. Am Montag, 27.09.2021 stellten OB Dr. Hammer, Intendant Peter Cahn und Dramaturgin Miriam Locher den Spielplan für die Sommerfestspiele 2022 vor. Auf dem Spielplan steht für das junge und jung gebliebene Publikum (ab 5 Jahren) „Robin Hood“ nach einer wahren Legende von John von Düffel. Für das erwachsene Publikum starten die Sommerfestspiele mit der Bühnenadaption des Kino-Erfolgs „Monsieur Claude und seine Töchter“ von Philippe de Cheveron und Guy Laurent. Zurück in die bewegten 80er Jahre geht es dann mit der Komödie „Ich will Spaß! Oder Wo bitte ist die Fernbedienung?“ von Dirk Böhling, für welche auch eine Live-Band geplant ist. Wer noch mehr musikalische Unterhaltung sucht, findet diese in der Musical Gala „Best of Musical“. Als Schirmherr für die Sommerfestspiele wurde der Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Herr Bernd Sibler gewonnen. Der Vorverkauf startet am Montag, 22. November.
Robin Hood
Robin Hood ist ein großartiger Bogenschütze. Zusammen mit ein paar weniger kampferprobten Freunden lebt er im Wald, im Sherwood Forest. Sie jagen gemeinsam. Sie wollen den Reichen nehmen und den Armen geben. Denn der böse Sheriff von Nottingham fordert riesige Steuern und Abgaben. Er nimmt den Ärmsten sogar das Brot zum Essen! Diese Ungerechtigkeit kann Robin nicht erdulden. Doch da begegnet er Marian, einer bezaubernden Lady. Und auch der Sheriff ist von Marian fasziniert. Robin schwört seine Freunde zum Kampf gegen den Sheriff ein! Da tritt eine weitere Frau auf, Little John. Pfeil und Bogen beherrscht sie ebenso gut wie Robin. Ist sie vielleicht diejenige, die seiner Bande bisher gefehlt hat? Ein „besserer Mann“? Bei einem Wettkampf im Bogenschießen soll sich alles entscheiden – wenn Robin nur wüsste, dass der Sheriff ihn in eine Falle locken will…
Monsieur Claude und seine Töchter
Claude und Marie Verneuil aus Chinon sind stolze Eltern von vier erwachsenen Töchtern. Zum Leidwesen von Claude, einem Notar und bekennenden konservativen Gaullisten, heirateten drei seiner Töchter keine katholischen Franzosen. Die älteste Tochter Odile ist mit dem erfolglosen jüdischen Geschäftsmann David liiert, Isabelle hat sich mit dem algerischstämmigen muslimischen Rechtsanwalt Rachid vermählt, und Ségolène ist Ehefrau des chinesischstämmigen Bankers Chao Ling. Claudes letzte Hoffnung, doch noch einen standesgemäßen Schwiegersohn zu bekommen, ruht nun auf der jüngsten Tochter Laure. Als Laure verkündet den katholischen Schauspieler Charles zu heiraten, ist die Freude groß – und die Enttäuschung noch größer, als sich herausstellt, dass dieser von der Elfenbeinküste stammt … Konflikte sind vorprogrammiert und auch der Schwiegervater in spe stellt sich als Pendant zu Claude heraus: Der ehemalige Offizier ist voller Vorurteile gegenüber den Weißen im Allgemeinen und den ehemaligen französischen Kolonialherren im Speziellen. Demonstrativ reist er, der sonst stets Anzug trägt, im traditionellen afrikanischen Gewand Boubou an. Zusammen mit Claude versucht er, die Hochzeit zu verhindern. Ob die Hochzeit wohl trotz Querelen und Vorurteilen stattfinden kann?
Ich will Spaß! Oder Wo bitte ist die Fernbedienung
In „Ich will Spaß! Oder wo bitte ist die Fernebdienung“ begleiten wir die (west-)deutsche Durchschnittsfamilie Wöhlermann durch das Jahrzehnt der Popper und Punks, des Zauberwürfels und Walkmans, der Karottenjeans und Netzhemden! Dekadent und langweilig, schrill und penetrant, zwischen kaltem Krieg und Atomkraft-Nein-Danke, mit neuen Helden wie Steffi und Boris, Luke Skywalker und Michael Jackson – das waren die 80er Jahre. Mutter Gisela versucht sich emanzipiert als Avon-Beraterin, Vater Erwin ist midlife-genervt und arbeitet nach Feierabend an scheinbar sinnlosen Erfindungen, Tochter Petra liebt den Punk-Look und Sohn Sven ist zum Popper mutiert. Die Familie hat sich nicht mehr viel zu sagen, bis eines Tages das alles beherrschende Requisit verschwindet: die Fernbedienung! Als Sohn Sven darüber hinaus von einem flippigen TV-Moderator zu einem Fernsehcasting eingeladen wird, ist das Chaos perfekt. Wie soll Sven die typischen Fernsehsituationen üben? Glücklicherweise hilft ihm die Familie bei diesem Problem. Das Wohnzimmer wird zum Fernsehstudio und schnell sind wir mitten drin in den wilden 80ern mit ihren TV-Serien und Shows, ihrer Mode, ihrem Zeitgeist und natürlich jeder Menge kultigen Hits! Das Vater Erwin ganz nebenbei eine entscheidende Erfindung macht, der TV-Moderator die Familie ziemlich manipuliert und Sven schließlich gar nicht mehr zum Fernsehen will, wird dabei schnell zur Nebensache… Musikalisch angereichert wird die Komödie von einer Live Band mit Hits u.a. von Nena, Modern Talking, Wolfgang Petry, der Spider Murphy Gang und Stars und Sternchen der Neuen Deutschen Welle.
Musical-Gala „Best of Musical“
Kein Genre weiß mehr zu verzaubern als das Musical. Ernste Geschichten, romantische Liebesgeschichten, historische Ereignisse – all dies vermag das Musical mit Musik zu vermitteln. Tragische wie auch humorvolle Stoffe werden von einem breiten musikalischen Spektrum von Pop- über Tanzmusik bis Jazz, Swing Soul und Rock’n’Roll abgedeckt. Auf die Bühne kommen Hits der vergangenen Festspielsommer des Landestheaters – mit „Jesus Christ Superstar“ über „Blues Brothers“, „ABBA“, „Hair“ und „Rocky Horror Show“ werden eigens für die Sommerfestspiele engagierte Musical-Gäste das Dinkelsbühler Publikum mitreißen.
 
Die Hoffnung und Vorfreude auf einen „normalen“ Theatersommer ist groß. Geplant ist – so Corona es zulässt – wieder vor vollen Zuschauerreihen zu spielen. Intendant Peter Cahn ist optimistisch, dass im kommenden Sommer wieder mehr möglich ist. Und auch Oberbürgermeister Dr. Hammer zeigt sich sehr zuversichtlich, was Zuschauerzahlen und Spiel-
Möglichkeiten betrifft: „Als OB freue ich mich riesig auf den Theatersommer 2022. In unserer Kulturstadt nimmt unser Landestheater einen hervorragenden Platz ein. Es ist Treff-, Unterhaltungs- und Sprechraum für unsere Bürgerschaft. Es bietet großartige schauspielerische Leistung und macht Spaß. Wir haben es vermisst und freuen uns auf das, was kommen wird.“
 
Foto: Andreas Fischer

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