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Kriminalstatistik 2020 des Landkreises Ansbach veröffentlicht

Im Rahmen einer Videokonferenz stellte der Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Ansbach, Kriminaldirektor Dieter Hegwein, am 17.03.2021 Landrat Dr. Jürgen Ludwig die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2020 des Landkreises Ansbach vor. „Der Landkreis Ansbach ist eine vergleichsweise sichere Region, in der die Kriminalitätsbelastung niedriger ist als in vielen anderen Bereichen Mittelfrankens und Bayerns“, berichtete Dieter Hegwein.

Die Entwicklung der Kriminalität im Jahr 2020 ist sicherlich unter dem Aspekt der Pandemie und der damit verbundenen Beschränkungen zu betrachten. Aufgrund gleicher Bedingungen auf Landes-, Bezirks- und Landkreisebene können die Zahlen –wie bisher auch- in Relation zueinander gesetzt werden und entwickeln dadurch eine belastbare Aussagekraft.

Die Zahl der polizeilich erfassten Fälle verringerte sich im Landkreis Ansbach von 5.650 im Jahr 2019 auf 5.164 im Jahr 2020. Das bedeutet einen Rückgang um 6,3 Prozent. Damit bestätigt sich der Trend in Richtung einer sinkenden Kriminalitätsbelastung. Über dieses Resultat freut sich Landrat Dr. Jürgen Ludwig sehr: „Im Landkreis Ansbach kann man, auch dank unserer großartigen Polizeikräfte, gut und sicher leben. Das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden ist vergleichsweise gering. Mein Dank gilt daher der Polizei für die gute Präventions- und Ermittlungsarbeit, denn: jede Straftat ist eine zu viel!“.

Die Aufklärungsquote stieg im Landkreis Ansbach auf 70,3 Prozent (Vorjahr 67,7 Prozent) und liegt damit sogar über der bayernweiten Aufklärungsquote von 68,1 Prozent sowie dem mittelfränkischen Wert von 68,9 Prozent. Die sogenannte Häufigkeitszahl, also bekannt gewordene Straftaten pro 100.000 Einwohner, liegt mit 2.781 weit unter den bayerischen bzw. mittelfränkischen Vergleichszahlen. In ganz Bayern wurden pro 100.000 Einwohner über 4.000 Straftaten begangen.

Einen Rückgang der Zahlen stellte die Polizei bei den Rohheitsdelikten fest. Die Anzahl dieser Verbrechen sank um 25 Prozent auf 898 Fälle. Eine positive Entwicklung zeigte sich ebenso bei den Sexualdelikten. Die Fallzahl sank hier auf 113 Delikte (Vorjahr 134).

Die hohen Fallzahlen im Bereich der Taschendiebstähle lassen sich mit einer aufgeklärten und nachträglich zur PKS gemeldeten Diebstahlsserie auf dem „Summer Breeze“-Festival 2019 in Dinkelsbühl erklären. Ebenso wurden auch im Vergleich zum Vorjahr mehr Wohnungseinbrüche begangen. Hier stieg die Zahl um 36,4 Prozent auf 45 Einbrüche. In knapp der Hälfte der Fälle gelang es dem/den Täter(n) nicht, in die Wohnung einzudringen.

Trotz sinkender Fallzahlen beim Betrug ist dennoch mit Sorge auf die ungebrochenen Aktivitäten sogenannter „Callcenter-Betrüger“ hinzuweisen. Meist im Ausland ansässigen Banden gelingt es immer wieder, aus Callcentern überwiegend ältere Menschen am Telefon zu überreden, ihr Erspartes an fremde Menschen zu übergeben oder ins Ausland zu überweisen. Die Betrugsmaschen reichen vom falschen Polizisten über den falschen Enkel, über Schockanrufe bis hin zu falschen Gewinnversprechen. Die Täter suchen sich ihre potenziellen Opfer keineswegs ausschließlich in Großstädten aus. Der Landkreis Ansbach bleibt von dieser perfiden Masche nicht verschont. Das Polizeipräsidium Mittelfranken hat zu diesem Phänomen eine Präventionskampagne inklusive dem Flyer „Vorsicht Betrüger“ gestartet.

Es zeichnet sich somit, trotz der angestiegenen Zahlen in Teilbereichen der Statistik, in der Summe eine positive Entwicklung in Form sinkender Fallzahlen ab und es zeigt sich, dass es sich im Landkreis Ansbach vergleichsweise sicher leben lässt.

Anbei finden Sie die Pressemitteilung des Landratsamtes Ansbach und der Kriminalpolizeiinspektion Ansbach sowie die dazugehörige Kriminalstatistik unter dem Link PKS Bericht 2020 Lkr AN und einen Flyer „Vorsicht Betrüger“ zur Präventionskampagne gegen Trickbetrug am Telefonunter dem Link Vorsicht Betrüger.