Ergebnis der Arbeit eines ganzen Jahres wird sichtbar
Ehingen-Hammerschmiede (je). Was für die Dinkelsbühler die Fischerntewoche und für die Feuchtwanger die Wild- und Fischtage sind, ist für viele andere Teichwirte der Region das Abfischen der oft Jahrhunderte alten Teiche. Es wird sichtbar, was die Mühe und der Einsatz des ganzen Jahres letztlich an Ertrag bringen. Dabei hilft die Nachbarschaft zusammen. Spielen doch viele Faktoren im Laufe eines Jahres eine Rolle, ob es ein gutes, ein durchwachsenes oder ein schlechtes Fischjahr ist. Dazu gehören Wasserverfügbarkeit, was gerade bei den ausschließlich durch Regenfälle gespeisten sogenannten „Himmelsweihern“ entscheidend ist. Bei wärmeren Temperaturen fressen die Karpfen das aus heimischem Anbau stammende Getreide besser, andererseits regt die Wärme das Algenwachstum und damit den Sauerstoffverbrauch an. Ein guter Zufluss sorgt für entsprechenden Sauerstoff. Schließlich beeinflussen Krankheiten und Störungen, wie durch Biber verursachte Schäden an den Weiherdämmen oder Freßfeinde das Ergebnis. Vor allem Kormorane oder die vielen Reiher können einen Bestand dezimieren oder im Wachstum hemmen. Sorgen mache man sich auch wegen der Ausbreitung des Fischotters. Neben dem Fränkischen Karpfen, der nach wie vor die Hauptfischart ist, spielen Hecht, Zander, Schleie und der ein oder andere Weißfisch eine Rolle. Dabei übernehmen die Raubfische die Rolle der natürlichen Feinde kleiner Weißfische und gedeihen neben den Karpfen im gleichen Weiher. Nicht alle gefangenen Karpfen landen zwangsläufig als Spezialität auf den Tellern der Gaststätten in der Region, vielfach dienen sie, je nach Größe und Gewicht als Besatz für andere Weiher und Gewässer, um dort auf die gewünschte Größe zu wachsen oder die Fänge der Angler zu ersetzen.
Bilduntertext: Das Bild zeigt die Helfer im Bereich Ehingen. Foto: Jürgen Eisen


