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Jüdische Kulturwoche „Le’Chajim“

Jüdische Kulturwoche „Le’Chajim“  am 12. – 22.10.2017

 

ROTHENBURG. „Le’Chajim“ bedeutet „Auf das Leben“, die jüdische Kulturwoche gehört in Rothenburg ob der Tauber unter diesem Namen seit sieben Jahren fest zum Kulturprogramm. Auch 2017 kann man dank des Angebots vom 12.10 bis zum 22.10. jüdische Geschichte und Kultur in der Tauberstadt erleben. Organisiert wird „Le’Chajim“ vom Evangelischen Bildungswerk, das damit den Dialog zwischen den Religionen befördern will.

 

Den Auftakt macht eine Lesung am 12.10. um 19 Uhr im Café Lebenslust, welches sich gegenüber der Jakobskirche im Zentrum Rothenburgs etabliert hat. Es geht um Geschichten von „Mascha Kaléko und Zeitgenossen“ wie Erich Kästner und Kurt Tucholsky, diese Veranstaltung hatte sich bereits im Sommer bewährt. Mit gleich drei Terminen schwingt sich in diesem Jahr das Forum Rothenburg Filmpalast vor den Toren der Stadtmauer zum Zentrum der Kulturwoche auf. Am Sonntag den 15.10. wird dort um 11 Uhr „Überleben im Versteck“ gezeigt, ein Schülertheaterprojekt gefilmt von der Dokumentarfilmgruppe Rothenburg. Das Stück setzte sich vor fünf Jahren mit den Erfahrungen jüdischer Kinder während des Holocaust auseinander.

Dokumentarisch geht es am Mittwoch, den 18.10., mit „Wir sind die Juden aus Breslau“ von Karin Kaper und Dirk Szuszies weiter (Beginn um 19 Uhr). 14 Zeitzeugen erinnern sich daran an die jüdische Lebenswelt im heutigen polnischen Wrocław. Die Nachkriegskomödie „Es war einmal in Deutschland“ beschließt das cineastische Element am Donnerstag, den 19.10., (Beginn um 19 Uhr). Moritz Bleibtreu spielt darin den Juden David Bermann, der das Dritte Reich überlebte und in den Nachkriegsjahren mit einer findigen Geschäftsidee durchstarten möchte.

 

Die Kulturwoche endet am 22.10., dem Tag der Vertreibung der Juden aus Rothenburg 1938. Mitorganisator Oliver Gußmann lädt ab 15 Uhr zur Führung zu den Stolpersteinen ein, die an Leid der Vertriebenen erinnern sollen. Für Bewegung ist auch am Vortag gesorgt, wenn Marion Vetter und Steffi Mönikheim am 21.10. ab 15 Uhr im Gemeindezentrum St. Jakob „Mit-Mach-Tänze zu Musik aus Israel“ anbieten.

 

Bei einer Exkursion geht es am 20.10. ab 14 Uhr zum „Jüdischen Leben in Veitshöchheim“. Bereits am 16.10. referiert Siegfried Steiger in der Montessorischule Rothenburg ab 19 Uhr unter dem Motto „Ich wünsche niemandem etwas Böses…“ über das Leben des berühmten jüdisch-polnischen Kinderarztes und Bilderbuchautoren Janusz Korczak.

 

Folgende Bildhinweise sind bitte zu beachten:

  • Szenen aus „Es war einmal in Deutschland“: x Verleih AG
  • Porträt Mascha Kaleko:
    Bürgerstiftung für verfolgte Künste – Else-Lasker-Schüler-Zentrum – Kunstsammlung Gerhard Schneider © Zentrum für verfolgte Künste
  • Stolpersteine: Oliver Gußmann

 

Das Programm im Detail:

Donnerstag, 12.10.17, 19 Uhr, Café Lebenslust

Mascha Kaléko und Zeitgenossen

Bitte beachten: der Abend ist eine Wiederholung von „Lyrik an einem Sommerabend“!

Eintritt frei, über Spenden freuen wir uns.

Sonntag, 15.10.17, 11 Uhr, Forum Rothenburg Filmpalast

Überleben im Versteck

Eintritt 3 €

Montag, 16.10.17, 19 Uhr, Montessorischule Rothenburg

„Ich wünsche niemandem etwas Böses…“

Eintritt frei, über Spenden freuen wir uns.

Mittwoch, 18.10.17, 19 Uhr, Forum Rothenburg Filmpalast

Wir sind Juden aus Breslau

Eintritt 9,20 €

Donnerstag, 19.10.17, 19 Uhr, Forum Rothenburg Filmpalast

Es war einmal in Deutschland…

Eintritt 9,20 €

Freitag, 20.10.17,

Jüdisches Leben in Veitshöchheim

Leitung: Pfarrer Dr. Oliver Gußmann

Teilnahmegebühr inkl. Fahrt und Führung: 15 €

Anmeldung im Pfarramt St. Jakob unter Tel. 09861-700620 bis 18.10.

Samstag, 21.10.17, 15 Uhr, Gemeindezentrum St. Jakob

Mit-Mach-Tänze zu Musik aus Israel

Anmeldung bis 17.10.2017 über das Pfarramt St. Jakob, Klostergasse 15, 91541 Rothenburg, Tel.: 09861 7006-20, Mail: pfarramt.stjakob.rothenburg@ elkb.de

Teilnahmegebühr 7 €

Sonntag, 22.10.17, 15 Uhr, Treffpunkt: Marktplatz

Das Jüdische Rothenburg seit 1870 – Eine Führung zu den Stolpersteinen

Teilnahme frei, für Spenden dankbar.

 

 

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