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In Creglingen geht es los: Spatenstich im 2. Ausbaugebiet

  • 1050 Haushalte in Creglingen und Ortsteilen profitieren
  • Telekom verlegt rund 70 Kilometer Glasfaser
  • Maximales Tempo bis zu 50 Megabit pro Sekunde

Creglingen – Der Netzausbau im Main-Tauber-Kreis nimmt noch mehr Fahrt auf. Auch in Creglingen beginnen in wenigen Tagen die Bauarbeiten für das schnelle Netz. Damit fällt bereits der Startschuss im zweiten Ausbaugebiet des Kreises. Insgesamt werden in den fünf Anschlussbereichen von Creglingen und seinen Ortsteilen ca. 1050 Haushalte Ende Dezember 2017 auf die Datenautobahn auffahren können. „Die Menschen können es kaum noch abwarten“, freute sich Landrat Reinhard Frank über den Baubeginn. Beim offiziellen Spatenstich in Creglingen sprach er „von einer wichtigen Weichenstellung für die Zukunft. Das dicht gestrickte kreisweite Glasfasernetz festigt das Fundament, auf dem wir unseren Landkreis und seine Kommunen fit machen können für eine erfolgreiche Zukunft. Die rasant zunehmende Digitalisierung hat eine enorme Bedeutung für unser gesellschaftliches wie wirtschaftliches Leben. Wir können jetzt die damit verbundenen Möglichkeiten nutzen“, sagte Frank.

Auch für Creglingens Bürgermeister Uwe Hehn ist die Bedeutung hoher Bandbreiten enorm gestiegen: „Schnelle Internetverbindungen sind aus dem Leben unserer Bürgerinnen und Bürger nicht mehr wegzudenken – privat und geschäftlich. Sie sind ein wichtiger Standortvorteil.“

 

Die Weichen für die Zukunft stehen auf freie Fahrt

Auch in Creglingen und den anderen Kommunen des zweiten Ausbaugebietes wird das neue Netz bereits bei dessen Start Ende Dezember 2017 so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. So werden das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Cloud bequemer. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und beim Hochladen auf bis zu 10 MBit/s. „Um das hohe Tempo zu erreichen, werden im zweiten Ausbaugebiet rund 70 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und 43 hochmoderne Straßenverteiler, sogenannte Multifunktionsgehäuse (MFG) aufgestellt“, sagte Martin Stiebitz, Telekom-Projektleiter für den Landkreisausbau in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Damit stellt die Telekom die Weichen für die Zukunft auf freie Fahrt. Laut Stiebitz werden alle  Multifunktionsgehäuse bereits mit der neuen Vectoring-Technik ausgerüstet. Liegen letzte regulatorische Entscheidungen vor, könnten sich überall die Bandbreiten auf bis zu 100 Mbit/s verdoppeln. Nötig dafür ist noch eine Entscheidung der EU, die den Einsatz dieser Vectoring-Technik in Gebieten zulässt, in denen der Ausbau mit öffentlichen Mitteln gefördert wird. Laut Stiebitz wird sich bereits in den kommenden Jahren durch Super-Vectoring die Geschwindigkeit beim Herunterladen auf 250 MBit/s und beim Heraufladen auf 50 MBit/s steigern. In Kombination mit dem Mobilfunk sind mit der Hybrid-Technik dann sogar Bandbreiten bis 550 Mbit/s möglich. Und sollte in Zukunft die Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen bis in die Haushalte weiter ansteigen, will die Telekom die restlichen Kupferstrecken vom Straßenverteiler bis ins Haus des Kunden ebenfalls austauschen – die Wirtschaftlichkeit vorausgesetzt. Rund 50 Haushalte erhalten mit dem jetzigen Ausbau bereits einen Glasfaseranschluss bis ins Haus gelegt.

 

Ausbau in neun Stufen

Laut Stiebitz laufen die Arbeiten im ersten Bauabschnitt in Tauberbischofsheim, Werbach und Großrinderfeld auf Hochtouren. Der Tiefbau ist bereits weit vorangeschritten, die ersten neuen hochmodernen Straßenverteiler werden bald in den Straßen aufgestellt. Dann folgt der Einbau der Systemtechnik. Noch steht der zugesagte Fertigstellungstermin Ende November 2017, sagte Stiebitz. Er sprach allerdings von einem ambitionierten Zeitplan, der nur gehalten werden könne, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen.

Rund 47.190 Haushalte und Betriebe in 18 Städten und Gemeinden des Main-Tauber-Kreises bekommen bis Ende 2018 schnelles Internet. Dieses zukunftsweisende Ausbaupaket wird durch gemeinsame Anstrengungen möglich. Die Telekom baut weite Strecken des Landkreises auf eigene Kosten aus. Um weitere Gebiete schnell zu machen, fließen Fördermittel der öffentlichen Hand. Im Main-Tauber-Kreis sind dies 18,9 Millionen Euro, von denen der Landkreis und die Städte und Gemeinden jeweils 2,84 Millionen Euro tragen. Den Großteil der Förderung in Höhe von 13,23 Millionen Euro bringen Bund und Land auf. Der Netzausbau wird in neun Bauabschnitten durchgeführt. Das Unternehmen wird insgesamt rund 1.150 Kilometer Glasfaser verlegen und rund 560 Verteiler umrüsten oder neu aufstellen und mit moderner Technik ausstatten.

 

Spatenstich für den Breitbandausbau in Creglingen (von links): Joachim Otto (Deutsche Telekom), Dezernent Jochen Müssig (Landratsamt), Landrat Reinhard Frank, Bürgermeister Uwe Hehn, Martin Stiebitz (Deutsche Telekom), Kreisrätin Ute Schindler-Neidlein, Dr. Veit Steinle (atene KOM GmbH), Creglingens Stadtbaumeister Jürgen Korb, Bernhard Nüdling (Deutsche Telekom), Michael Knorr (MRK Media AG, Baubegleitung), Hans Georg Grimm (Wagner Bau). Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Rico Neubert

 

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