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Von der Pflegedienstleistung auf dem Weg zum Gesamtdienstleister im ländlichen Raum

Buchen (BT). Ein kleines Sommerinterview mit Mazlum Oktay, einem langjährigen und treuem BlickLokal Kunde führte Redaktionsleiterin Beate Tomann. In den vergangenen vier Jahren unserer Zusammenarbeit hat sich in Ihrem Unternehmen „Hand in Hand–Pflegedienstleistungen“ eine Menge getan. Ich kann mich an die ersten Schritte in Buchen Hainstadt noch sehr gut erinnern.

Was hat sich getan?

Mazlum Oktay: In Hainstadt habe ich meine Selbständigkeit Anfang 2014 gestartet. Ich bin gelernter Altenpfleger und Betriebswirt. Wir waren am Anfang mit drei Kollegen aktiv. Das Kerngeschäft ist geblieben – mir macht es einfach Spaß in der Pflege und für ältere Menschen zu arbeiten. Aus dieser Freude heraus ist ein Unternehmen gewachsen, das heute mit über 100 Mitarbeitern Dienstleistungen für über 600 Kunden realisieren kann.

Bei den Angeboten hat sich doch auch etwas getan?

Mazlum Oktay: Mit dem Umzug nach Buchen konnten wir die Tagespflege mit eigener Küche und Abholservice starten. Im vergangenen Jahr kam die erste Filiale in Osterburken hinzu. Mein unglaublich loyales Team witterte Chance, die wir dann gemeinsam angepackt haben. Die gute Küche steht nun seit diesem Jahr auch als „Essen auf Rädern“ der Region als Angebot zur Verfügung. Wir haben zwischenzeitlich ein Kinderbetreuungsangebot für Überbrückungszeiten (vor dem Kindergarten und nach der Schule bis 14 Jahren) eingerichtet. Dieses wird von Mitarbeitern und auch von anderen arbeitenden Eltern für ihre Kinder gern angenommen.
Warum ist das Unternehmen hier in der Region entstanden?
Mazlum Oktay: Das hat auch etwas mit meinem persönlichen Hintergrund zu tun. Ich bin ein Migrationskind, das in Hardheim aufgewachsen ist, in Walldürn Abitur gemacht, in Bad Mergentheim studiert und in Buchen meine Liebe gefunden hat. Mit meiner Fußballmannschaft war ich von Wertheim über Tauberbischofsheim bis nach Mosbach überall unterwegs. Ich bin stark mit der Region verbunden und dankbar für die Dinge, die ich hier schon bewirken konnte. Ich sehe mit traurigen Augen, wie sich viele junge Menschen mit einer ähnlichen Geschichte im Kreise drehen. Ihre Chancen leichtsinnig verspielen und unter Umständen ohne Beruf oder Schulabschluss da stehen. Mein Weg zeigt, dass für jeden, der etwas bewegen will, mehr drin ist wie in Ohnmacht und Bequemlichkeit zu versinken. Ich bin heute 32, verheiratet mit einer tollen Frau und habe zwei wundervolle Kinder. Seit dem ich 20 Jahre alt bin, stehe ich auf eigenen Füßen und gestalte meinen Lebensweg voller Lebensfreude aktiv. Die Region liegt mir am Herzen und ich will aus der Region für die Region da sein und professionelle Dienstleistungen anbieten können.

Wie konnten in so kurzer Zeit so viele Mitarbeiter gefunden werden?

Mazlum Oktay: Das liegt zum Beispiel auch daran, dass ich Menschen eine Chance geben, die sonst anderswo keine Chance bekommen. Wir bilden selber aus. Auch das Angebot für ein FSJ (Freiwilliges soziales Jahr) können wir bieten. Die Menschen, die bei uns mitarbeiten, sind für mich keine klassischen Mitarbeiter, sie sind Kollegen, die den Dienst am Kunden bringen, der die Quelle für unseren guten Ruf ist. Mit dieser Haltung motiviere ich. Das wachsende Team lebt in dieser Haltung und dem gegenseitigen Respekt. Ich glaube, es macht Freude zu unserem dynamischen Team zu gehören. Es bewegt sich immer etwas. Die Arbeit macht sich nicht von selbst, aber wir als Arbeitgeber können die Rahmenbedingungen so gestalten, dass arbeiten auch heutzutage Spaß machen kann.

Neue Filialen In Boxberg-Unterschüpft und Hardheim?

Mazlum Oktay: Ja, stimmt in Hardheim leitet Kathrin Götzelmann, eine erfahrene Kraft, den neuen Standort und Katja Dörzbacher hat an ihrem Heimatort – Boxberg-Unterschüpf – die neue Herausforderung gerne angenommen und leitet dort den Pflegedienst. Einen Standort in Hardheim zu eröffnen war mein Herzenswunsch, weil ich in Hardheim aufgewachsen bin. Und Boxberg-Unterschüpf ist eine strategisch gute Entscheidung, denn mein Ziel ist es eine Gesamtversorgung auf dem Land zu etablieren. Dabei ist unser Name „Hand in Hand“ auch Programm, denn wir werden weiter an der Vielfalt unserer Angebote arbeiten. Die selbständig in ihren Häusern lebenden Kunden haben außer der Pflege noch weitere Bedürfnisse wie Hauswirtschaft, Essen auf Rädern, Hausnotruf, Fahrdienst (Arzttermine/Anwendungen), Handwerkliche Arbeiten/Hausmeisterdienste und am Ende auch noch soziale Betreuung. Der Start ist immer die Ambulante Pflege und dann kann der Kunde Zug um Zug auf unsere Angebote zurückgreifen. Wenn am Ende der Zeit auch noch eine 24-Stunden-Betreuung nötig ist, haben wir mit PROMEDICA auch ein Lösungsansatz. Getreu unserem Motto: „Alles aus einer Hand“.

Ausblick?

Mazlum Oktay: Im Neckar-Odenwald und im Main-Tauber-Kreis werden wir weiter in die Versorgung des ländlichen Bereiches investieren. Das Thema Gesamtversorgung aus einer Hand ist mir persönlich sehr wichtig. In Kürze können wir auch die ersten Plätze als Anbieter eines „seniorengerechtes Wohnen“ realisieren. Meinem Team fällt ständig etwas ein – und ich freue mich darauf es gemeinsam zum Leben zu erwecken.

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