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Teilnehmerrekord mit 303 Startern nur knapp verfehlt

Hengstfeld (pm/ak). Nach den Wetterphänomenen der beiden Vorjahre, mit Hochwasser 2017 und dichter Nebelsuppe 2018, konnte sich der Veranstalter des 33. Hohenloher Silvesterlaufes, die Freizeit-sportgruppe der SpVgg Hengstfeld-Wallhausen, über optimale Wetterverhältnisse freuen. So war es nicht verwunderlich, dass mit 303 Startern der Teilnehmerrekord aus dem Jahr 2016 nur um vier Teilnehmer verfehlt wurde.

Hochmotivierte Läufer beim Start in Hengstfeld 2019. Foto: Veranstalter

Trotz des Fehlens des Titelverteidigers beim Hauptlauf der Männer, Kay-Uwe Müller, waren auch dieses Jahr die sportlichen Darbietungen der Läufer nach dem von Dirk Beyermann anmoderierten und des von der Wallhäuser Bürger-meisterin Rita Behr-Martin durchgeführten Startschusses wieder von allererster Güte.

Bei idealen äußeren Bedingungen ohne großen Wind und bei leichtem Sonnenschein wurde der 10-km-Lauf der Männer von Luel Gebrengus dominiert. Der 26-Jährige setzte sich dabei schon rasch vom Verfolgerfeld ab und gewann gegen seine Konkurrenz letztlich ungefährdet mit über zwei Minuten Vorsprung vor Tobias Feyrer und dem immer wieder gerne nach Hengstfeld kommenden Matthias Schwarz von der TSG Schwäbisch Hall.

Gebrengus freute sich anschließend im Interview über seinen ersten Erfolg bei der Traditionsveranstaltung und reihte sich damit erstmals in die Siegerannalen mit u.a. Rekordgewinner Günter Seibold, Christian Strauch, Kay-Uwe Müller sowie Lokal-matador Jürgen Leidig ein, der die erstmalige Austragung im Jahr 1986 für sich entscheiden konnte. Umso bemerkenswerter erscheint der Erfolg des 26-Jährigen, als dass er sich aktuell keinem Verein oder Läufergruppe angeschlossen hat. Gebrengus betonte ebenso wie Schwarz, dass der Lauf erneut sehr gut organisiert gewesen sei und er das familiäre Umfeld sehr zu schätzen wisse. Dass dabei die Zeitmessung noch manuell und nicht wie bei anderen Veranstaltungen per Chip erfolgt, nehmen dabei beide gerne in Kauf. Es komme schließlich ja nicht auf jede Nach-Komma-Stelle nach der Sekundenangabe an.

Auch bei den Frauen konnte sich ein neues Gesicht in die Siegerliste eintragen. Ann-Kathrin Kraft vom TSV Ilshofen gewann den Hauptlauf der Frauen mit 40 Sekunden Vorsprung vor Carmen Hautum vom LT Wettringen.

Das sportlich sicherlich bemerkenswerteste Ergebnis jedoch lieferte beim 5-km-Lauf der Frauen die erst zwölf-Jährige Marie Brand ab. Die für die LG Hohenlohe an den Start gehende Athletin hatte bereits im Vorjahr mit einer Zeit vom knapp über 23 Minuten eine famose Leistung abgeliefert und konnte diese Zeit mit einem Finish von 21:20 um exakt zwei Minuten unterbieten. Man darf gespannt sein; sollte Marie diese Leistung konservieren und weiter ausbauen können, vielleicht haben die zahlreichen Zuschauer des Laufevents an der württembergisch-bayrischen Landesgrenze ein neues Laufwunder erlebt, dass in naher Zukunft auch auf überregionaler Ebene von sich Reden machen wird.

Doch nicht nur die Spitzenleistungen der genannten Athleten seien an dieser Stelle genannt. Dass sich der Hengstfelder Silvesterlauf weiterhin großer Beliebtheit erfreut, zeigt auch die Tatsache, dass Jahr für Jahr neben vielen Breitensportlern auch viele laufbegeisterte Kinder und Jugendliche an der Veranstaltung teilnehmen.

2019 gab es beispielsweise den gemeinsamen Einlauf von Altbürgermeister Peter Dietz und seiner Enkelin Edda sowie von Renate Wurzinger und deren Enkeltochter Chiara zu bestaunen.

Auch die beiden in voller Feuerwehrmontur laufenden Aaron Kleinert und Julian Hofmann sorgten bei den die Strecke flankierenden Zuschauen für anerkennenden Applaus.

Nicht zuletzt sollte überdies erwähnt werden, dass dieses Jahr der am weitest angereiste Teilnehmer aus Frankreich kam und damit für einen Hauch von internationalem Flair sorgte. Thibault Dumont aus Charleville-Meziéres im Ardennengebirge nahm dabei eine Anreise von über 500 Kilometern in Kauf und erreichte beim Hauptlauf der Männer immerhin einen sehr guten siebten Platz.

Beim anschließenden gemütlichen Zusammensein in geselliger Runde im Vereinsheim der SpVgg war man sich einig, dass dieser sportliche Jahresausklang noch nichts von seinem Reiz verloren hat und Jung und Alt weiterhin gerne nach Hengstfeld pilgern, um sich miteinander in familiärer Atmosphäre sportlich zu messen und nach dem Lauf gemeinsam auf den letzten Abend des Jahres einzustimmen.

Das Organisationsteam der Freizeitsportgruppe der SpVgg Hengstfeld-Wallhausen um Abteilungsleiter Karl-Heinz Schott, Günther Kellermann und Heidrun Kleinert sowie allen weiteren zahlreichen ungenannten Helfern freut sich bereits auf die Neuauflage im Jahr 2020.

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