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Konzertankündigungen
Hohenloher Kultursommer 2017


Sonntag, 2. Juli 2017, 17 Uhr
Kloster Schöntal, Bildungshaus, Festsaal
„Hamburger Barock“
Ensemble Obligat Hamburg

Von Musikdirektoren, Opernkomponisten und einem Violinvirtuosen

Am 25. Juni 1767, also vor 250 Jahren, ist der Komponist Georg Philipp Telemann in Hamburg gestorben. Dort hatte er die Funktion eines städtischen Musikdirektors und des Johanneskantors inne. Für das Ensemble „Obligat“ aus Hamburg Grund, ihm und anderen Komponisten, die damals das Musikleben der Hansestadt bereicherten ein Konzert beim Hohenloher Kultursommer zu widmen.

Im Festsaal des Bildungshauses in Kloster Schöntal werden die vier Musiker das Konzert mit Quartetten von Telemann einrahmen: aus der so genannten dritten Produktion der Tafelmusik das e-Moll-Quartett TWV 43:e2 und das zweite Pariser Quartett in D-Dur. Und natürlich wird auch ein Werk seines Nachfolgers im Amt erklingen: die Triosonate in D-Dur Wq 151 von Carl Philipp Emanuel Bach, der auch Telemanns Patensohn war.

Ebenso wird vom mit Telemann schon in Jugendzeiten befreundeten Georg Friedrich Händel mit dem „Concerto a quattro“ in d-Moll ein frühes Werk des Barockmeisters zu hören. Zwei Sätze daraus sollen von Telemann geschrieben worden sein.

War Händel in Hamburg in der Oper am Gänsemarkt durch seine ersten Opern aufgefallen, so war es Johann Adolph Hasse durch seine Tenorstimme. Denn erst als der dann vor allem in Italien als Opernkomponist berühmt gewordene Hasse Hamburg verlassen hatte, stellte er in Braunschweig seine erste Oper der Öffentlichkeit vor. Von Hasse wird im Konzert die Flötensonate in e-Moll op. 1 Nr. 10 erklingen.

Im Programm des Ensembles „Obligat“ findet sich mit Johann Schop auch noch ein frühbarocker Meister. Schop war 46 Jahre lang Mitglieder der Hamburger Ratsmusik und ein international gefragter Violinvirtuose, der erste bekannte aus dem deutschsprachigen Raum. Von ihm wird ein Violinwerk zu hören sein. Konzertbeginn ist um 17 Uhr.

Foto Marianne Menke

 

 

Donnerstag, 6. Juli 2017, 19 Uhr
Blaufelden-Herrentierbach, Bürgerhaus
„Bavaturka – Best of“
Unterbiberger Hofmusik

Bayern und die Welt

Nach zwei Jahren Pause beim Hohenloher Kultursommer sind sie wieder einmal in der Region zu erleben: die „Unterbiberger Hofmusik“, wie sich das Ensemble der Familie Himpsl nennt. Seit über zwei Jahrzehnten überschreiten sie nun schon – oft mit hochkarätigen Gastmusikern – musikalische Grenzen: kombinieren dabei unorthodox traditionelle Blasmusik mit Jazz und Einflüssen aus aller Herren Länder.

Zuletzt waren sie etwa mit dem Jazztrompeter Matthias Schriefl, dem indischen Flötisten Amith Nadig und seiner Frau, der Tänzerin Nivedita Sharma Nadig in Indien unterwegs, etwa in Mumbai. Aber auch andere Länder haben die Unterbiberger schon bereist: Armenien, Ägypten, Brasilien, den Balkan, Griechenland, die USA und natürlich die Türkei.

Mit türkischen Musikern entstand das nunmehr schon auf zwei CDs festgehaltene Projekt „Bavaturka“, ein bayerisch-türkisches Crossover, zu dem Vater Himpsl meint: „Niemals hätte ich geglaubt, dass sich mit zwei, drei kleinen Schritten solch große kulturelle Entfernungen überbrücken lassen. Und dass die Ernsthaftigkeit unserer Auseinandersetzung mit anderen Kulturen nicht nur akzeptiert, sondern so freudig begrüßt wird.“

Beim Hohenloher Kultursommer werden Franz Josef Himpsl als Sänger, auf der Saz und auf dem Flügelhorn, seine Frau Irenen auf dem Akkordeon, seine Söhne Xaver Maria auf der Trompete und Ludwig Maximilian auf dem Horn und Perkussionsinstrumenten sowie Michael Engl auf der Tuba diesmal im Bürgerhaus von Herrentierbach zu erleben sein, und zwar am Donnerstag, 6. Juli. Konzertbeginn ist um 19 Uhr.

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Donnerstag, 6. Juli 2017, 19 Uhr
Öhringen, Hoftheater
„Kanon der Romantik – Brahms‘ Violinsonaten“
Rebekka Hartmann & Margarita Oganesjan

Musikalische Wehmut, Liebelei und Dramatik

In der Reihe „Serenade im Hoftheater“ des Hohenloher Kultursommers treffen am Donnerstag, 6. Juli, die Violinvirtuosin Rebekka Hartmann und die Pianistin Margarita Oganesjan im Öhringer Hoftheater aufeinander. Ab 18.30 Uhr werden sie dort mit den drei Violinsonaten von Johannes Brahms zu hören sein.

Alle drei Violinsonaten sind im Wesentlichen in Sommermonaten an Urlaubsorten von Brahms geschrieben worden. Die erste Sonate in G-Dur op. 78 entstand etwa am Wörthersee in den Jahren 1878/79. Ihr Beiname „Regenliedsonate“ verweist auf Bezüge zu Brahms so genannten Regenliedern, die sechs Jahre zuvor entstanden waren. Genauso war das Werk aber auch ein Erinnern an Brahms‘ Patensohn Felix. Clara Schumanns Sohn starb während der Komposition an Tuberkulose.

Heiterer war der Entstehungsanlass der zweiten Violinsonate in A-Dur op. 100. Anlass war der Besuch der Sängerin Hermine Spies am Thuner See. Auch hier bezog sich Brahms wieder auf Lieder, die er eigens für sie geschrieben hatte. Zeitgleich zu dieser Sonate war ein Teil der dritten Violinsonate in d-Moll op. 108 komponiert worden.

Doch anders als die beiden vorangegangenen Werke gibt es hier keine Bezüge zum Lied. Die Sonate ist sinfonischer, dramatischer geraten, oder mit den Worten des Wiener Kritikerpapstes Eduard Hanslick: „konzertmäßig“. Außerdem umfasst sie nun gegenüber den beiden dreisätzigen Schwesterwerken einen zusätzlichen Satz und verzeichnet als einziges Werk Brahms‘ dieser Gattung eine Widmung: an Hans von Bülow.

Karten und weitere Informationen gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, bei der Geschäftsstelle in Künzelsau, Tel 07940/18-348, ggf. an der Abendkasse oder auch im Internet: Platzgenau buchen unter www.hohenloher-kultursommer.de oder www.reservix.de