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Hochwasser-Zug rückt ins Katastrophengebiet aus

Main-Tauber-Kreis. Der Zug Hochwasser des Katastrophenschutzes aus dem Main-Tauber-Kreis ist am Montagvormittag zum Einsatz im Katastrophengebiet im Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz aufgebrochen. Eine Frau und 18 Männer der Freiwilligen Feuerwehren aus Lauda-Königshofen, Tauberbischofsheim und Wertheim machten sich unter der Leitung des stellvertretenden Sachgebietsleiters Brand- und Katastrophenschutz im Landratsamt, Jürgen Segeritz, mit insgesamt fünf Fahrzeugen zunächst auf den Weg zur Landesfeuerwehrschule nach Bruchsal. Von dort aus starteten um 15 Uhr vier Hochwasser-Züge und ein Zug Führung der Führungsstufe C aus Baden-Württemberg im Konvoi Richtung Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Kreisbrandmeister Andreas Geyer hatte am Morgen kurz nach 6 Uhr die Anforderung zur Hilfeleistung erhalten. Nachdem er die Einsatzkräfte bereits in der vergangenen Woche informiert hatte, dass mit einem Auftrag zu rechnen sei, waren bereits alle Vorbereitungen getroffen. Unter anderem werden Feldbetten und mehrere Hochleistungs-Tauchpumpen mitgeführt.

Kreisbrandmeister Geyer verabschiedete die Einsatzkräfte vor dem Feuerwehrhaus in Tauberbischofsheim. Sein Stellvertreter Jürgen Segeritz werde während des Einsatzes die Verbindung zum Landratsamt halten. Geyer übermittelte auch die Grüße und den Dank von Landrat Christoph Schauder, der aufgrund wichtiger dienstlicher Termine nicht vor Ort sein konnte. „Herr Landrat Schauder ist aber gedanklich bei Ihnen und Ihrem Einsatz“, versicherte der Kreisbrandmeister. Geyer bereitete die Kameradin und die Kameraden darauf vor, dass sie im Einsatzgebiet mit Eindrücken und Bildern würden rechnen müssen, „die außergewöhnlich sind und die Vorstellungskraft übersteigen“. Er appellierte, bei Bedarf das Gespräch mit den Kameradinnen und Kameraden zu suchen, um das Gesehene verarbeiten zu können. Ebenso bat er, nicht zu zögern, wenn das Angebot der Notfallseelsorge weiterhelfen könne. Darüber hinaus richtete der Kreisbrandmeister seinen Appell an die Einsatzkräfte, insbesondere außerhalb ihrer Kolonne auf die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln zu achten. Im Katastrophengebiet herrsche aufgrund der Vielzahl an Helferinnen und Helfern aus Nah und Fern auch eine erhöhte Gefahr von Infektionen mit dem Coronavirus. Die Einsatzkräfte aus dem Main-Tauber-Kreis werden am Montagabend in Bad Neuenahr-Ahrweiler eintreffen und dort am Dienstag und Mittwoch jeweils ganztags Hilfe leisten, ehe sich der Hochwasser-Zug auf den Rückweg macht und bei Bedarf durch eine weitere Schicht abgelöst wird.

Fotountertext: Kreisbrandmeister Andreas Geyer (rechts) verabschiedete die 19 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Lauda-Königshofen, Tauberbischofsheim und Wertheim sowie seinen Stellvertreter Jürgen Segeritz (Zweiter von rechts) vor dem Einsatz im Katastrophengebiet in Rheinland-Pfalz. Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis / Markus Moll

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