Großes Interesse an umweltfreundlichen Heiztechnologien

Landkreis Ansbach (RED). Groß war das Interesse am Energiedialog des Landkreises Ansbach in den Räumlichkeiten der Staatlichen Realschule Herrieden. Rund 115 Gebäudeeigentümer, Energieexperten, Kommunalvertreter und Dienstleister im Bereich erneuerbarer Energien nahmen an dem neuen Veranstaltungsformat teil, das zum Ziel hatte, Orientierung bei der Wahl zukünftiger Heiztechniken zu bieten. „Viele Gebäudeeigentümer stehen aktuell vor offenen Fragen, wenn es um den Einsatz von erneuerbaren Energien in ihrer Immobilie geht. Es ist schön zu sehen, dass so viele Menschen von unserem Angebot Gebrauch machen und sich Rat bei Experten einholen, um aktiv die Energiewende voranzutreiben“, so die Organisatorin und Klimaschutzmanagerin des Landkreises Ansbach, Lena Navarro Ortiz. Auch Bürgermeisterin Dorina Jechnerer hieß die Gäste herzlich willkommen.

Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, aus vier verschiedenen „Themeninseln“ zu wählen, die jeweils informative Vorträge von Experten boten. „Wo rechnet sich Solarthermie?“ Auf diese Frage ging Willi Krauß, Geschäftsführer der Krauss Energie GmbH in Merkendorf in seinem 45-minütigen Vortrag ein. Dabei erläuterte er detailliert die Themen Solar-Warmwasser, Solar-Strom, kombinierte Anlagen sowie die Wärme- und Stromspeicherung und stellte wirtschaftliche und effiziente Beispiele vor. Norbert Flachenecker, Gesellschafter der WÄRME.natürlich GbR in Windsbach, informierte über Nahwärmenetze und deren Planung, Bau, Betrieb sowie die Vorteile für Anschlussnehmer. Hans Schmidt vom Beratungsbüro für Versorgungstechnik und regenerativer Energie in Bechhofen widmete sich den Wärmepumpen im Bestand und bot Einblicke in die Historie der Wärmepumpentechnologie sowie zu verschiedene Arten und Anwendungen. Im Fokus standen außerdem die erforderlichen Voraussetzungen und die gesetzlichen Vorgaben für den Einsatz in Bestandsgebäuden. Marco Hauf, Fachagrarwirt für Erneuerbare Energien, informierte über Biomasseheizungen, ihre Technik, Funktionen, Fördermöglichkeiten und lieferte konkrete Umsetzungsbeispiele. Auch die Vor- und Nachteile der jeweiligen Heiztechnik wurden ausführlich erläutert.

Zwischen den Vorträgen bot sich den Teilnehmern die Möglichkeit zum Austausch mit Fachleuten und anderen Gebäudeeigentümern. Die Veranstaltung ist Teil des Integrierten Klimaschutzkonzepts des Landkreises Ansbach, das darauf abzielt, den Bürgern ein umfassendes und neutrales Informationsangebot zu bieten und sie bei ihren Vorhaben im Bereich Klimaschutz zu unterstützen. Das dieses Angebot gut bei den Teilnehmern ankam, zeigte der im Nachgang verteilte Feedbackbogen: Mehr als die Hälfte der Teilnehmer bewerteten die Veranstaltung als „sehr interessant“ und weitere 45 % als „interessant“.

 

Bildunterschrift: Groß war das Interesse am Energiedialog in der Staatlichen Realschule Herrieden.

Foto: Landratsamt Ansbach/Andrea Denzinger

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