Gewerbliche Schule Bad Mergentheim erhält Schulsiegel „Schule:Global“

Für einen friedvollen und respektvollen Umgang

MAIN-TAUBER-KREIS (RED). Die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim ist kürzlich mit dem Schulsiegel „Schule:Global“ des Arbeitskreises gemeinnütziger Jugendaustausch (AJA) ausgezeichnet worden. Das Zertifikat wird für einen Zeitraum von drei Jahren vergeben und bescheinigt einen weltoffenen Lern- und Lebensraum.

„Wir freuen uns über die Auszeichnung und sehen sie als Bestätigung für unseren interkulturellen und diversitätsbewussten Weg in der Bildungslandschaft. Die Erfahrungen junger Menschen während ihrer Schulzeit bilden das Fundament ihrer Wertevorstellungen. Als Bildungsträger ist es unsere elementare Aufgabe, diese Vorstellungen mit weltoffenen, respektvollen und toleranten Erfahrungen zu füllen“, erklärt Ursula Mühleck, Dezernentin für Kreisentwicklung und Bildung beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis.

Die gegenwärtigen Zielformulierungen im Schulprogramm bilden bereits zentrale Anliegen des Siegels „Schule:Global“ ab und werden mit dieser Ehrung wieder in den Vordergrund gerückt. Hierzu zählen beispielsweise die politische Bildung und Demokratieförderung bei den Projekten „Schule ohne Rassismus“, „Zeitzeugen“ und „Buchenwald-Fahrt“. Interkulturelles Lernen ermöglichen ebenso die Studienfahrten nach London und Spanien, wie auch regelmäßige Projekte im Rahmen des Fremdsprachenunterrichts.

„Wir möchten den Schülerinnen und Schülern an unserer Schule die Möglichkeit geben, vielfältige Erfahrungen zu sammeln, ihre persönlichen Stärken und Interessen zu erforschen und ihren eigenen Wertekompass einzunorden. Das Schulsiegel ist ein Beleg dafür, dass wir uns mit den aktuellen Zielvorstellungen auf dem richtigen Weg befinden“, bekräftigt Schulleiter Peter Wöhrle.

Als Initiatorin des Projektes begleitet Karin Thomann „Schule:Global“ fortwährend. Sie betont, wie wichtig gerade interkulturelle Begegnungen der Jugendlichen seien und diese Begegnungen positive Auswirkungen auf die Entwicklung der Jugendlichen haben können. „Schülerinnen und Schüler werden selbstsicherer und können auch ihre sozialen Kompetenzen erweitern“, ergänzt Karin Thomann.

Aktuell wird das Leitbild der Schule überarbeitet, in dem Interkulturalität, Diversität und Demokratisierung zukünftig noch stärker verankert werden sollen. Darüber hinaus wird der traditionsreiche Frankreich-Austausch, der durch die Pandemie ins Stocken geraten war, wieder aufgenommen. Zudem wurde die Pflege von Schulpartnerschaften im Rahmen des europäischen Schulaustauschprogrammes „Erasmus“ als weitere Säule gesetzt.

Seit 2016 ist die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim als Erasmus-Schule ausgezeichnet und ermöglicht Auszubildenden, Schülerinnen und Schülern des beruflichen Gymnasiums, aber auch Lehrerinnen und Lehrer seither, an den Partnerschulen in Borgomanero (Italien) und Odry (Tschechien) Einblicke in die berufliche Welt jenseits Deutschlands zu gewinnen. Auch die alljährlichen Aktionen der Schülermitverantwortung (SMV) eröffnen den Schülern einen Blick in andere Länder. Zu nennen sind vor allem die „Nikolausaktion“ mit einer Spendensammelaktion für die Taubertäler Hilfsgemeinschaft e.V., die eine Schule im krisengeschüttelten Haiti betreibt, sowie die Teilnahme bei „Weihnachten im Schuhkarton“ gemeinsam mit dem Rotary-Club Tauberbischofsheim.

Gemeinsam für mehr Vielfalt: Bildungsdezernentin Ursula Mühleck (v.r.), Lehrerin Karin Thomann und der Schulleiter der gewerblichen Schule Bad Mergentheim, Peter Wöhrle, freuten sich über die Auszeichnung mit dem Qualitätssiegel „Schule:Global“. Foto: Gewerbliche Schule Bad Mergentheim

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