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Frankenbahn für alle: Landrat Schauder im Gespräch mit Bürgerinitiative

Main-Tauber-Kreis. Landrat Christoph Schauder hat sich vor kurzem mit den Vertretern der Bürgerinitiative „Frankenbahn für alle“ zu einem Meinungs- und Gedankenaustausch getroffen. Ziel war es, dass sich beide Seiten gegenseitig auf den aktuellen Stand bringen. Die Vorteile des verlängerten Probebetriebs auf der Frankenbahn wurden im Rahmen des Termins herausgearbeitet. Landrat Christoph Schauder und die Vertreter der Bürgerinitiative waren sich einig, dass sie gemeinsam an einem Strang ziehen wollen, um so viele Personen wie möglich auf die Gleise zu bringen. „Ich war der Frankenbahn schon während meiner Zeit als Erster Landesbeamter im Main-Tauber-Kreis sehr verbunden. Daran hat sich bis heute nichts geändert“, sagte Landrat Christoph Schauder. In seiner damaligen Funktion als ständiger Vertreter des Landrats hat er im Jahr 2019 die Vereinbarung über den Probebetrieb unterzeichnet. Seitdem lasse ihn das Thema nicht mehr los, ergänzte Schauder. Er sei sich sicher, dass es gelingen könne, mit einer gezielten Werbekampagne und der Unterstützung der Bürgerinitiative, die Fahrgastzahlen auf der Frankenbahn noch deutlich zu erhöhen. Außer der Verstetigung des Probebetriebs in einen Regelbetrieb ist es dem Landrat ein großes Anliegen, die Bahnhofsinfrastruktur an den Haltepunkten zu verbessern, die bereits jetzt von der Frankenbahn bedient werden. „Wir befinden uns auf der Frankenbahn bereits auf einem guten Weg. Derzeit herrscht in der Gesellschaft beispielsweise aufgrund gestiegener Benzin- und Dieselpreise ein ganz anderes Verständnis für den ÖPNV. Dennoch müssen wir uns auch darüber im Klaren sein, dass wir nicht alle Herausforderungen auf einmal lösen können“, erklärte der Landrat. Die Vertreter der Bürgerinitiative „Frankenbahn für alle“ sicherten dem Landrat ihre Unterstützung bei den Werbemaßnahmen zu. Beide Seiten waren sich einig, dass das offene Gespräch sehr zielführend gewesen sei und man gemeinsam einiges bewirken könne. Das Land Baden-Württemberg und die Landkreise Neckar-Odenwald und Main-Tauber hatten im Jahr 2019 die Einrichtung eines dreijährigen Probebetriebs für die Bedienung des Streckenabschnitts Osterburken – Lauda im Stundentakt mit Halt an den Bahnhöfen Königshofen, Boxberg-Wölchingen, Eubigheim und Rosenberg bis Dezember 2022 beschlossen. Konkret vereinbart wurde: Wird der Streckenabschnitt innerhalb des Probezeitraums von mindestens 500 Personenkilometer je Streckenkilometer genutzt, verpflichtet sich das Land, den Probebetrieb in den Regelbetrieb zu überführen. Weiter wurde für die Dauer des Probebetriebs vereinbart, dass sich Land und Landkreise die Kosten in einem Verhältnis von 60 zu 40 teilen. Da infolge der Pandemie das Erreichen der geforderten Mindestfahrgastzahlen ambitioniert ist, haben sich die Vertragspartner darauf verständigt, den Probebetrieb um zunächst ein Jahr bis Dezember 2023 zu verlängern, ohne dass für die beiden Landkreise dadurch weitere Kosten anfallen.

BILD:

Ein Zug der Frankenbahn: Landrat Schauder hat sich mit den Vertretern der Bürgerinitiative „Frankenbahn für alle“ ausgetauscht. Alle Beteiligten wollen gemeinsam an einem Strang ziehen, um so möglichst viele Menschen auf die Gleise zu bringen. Foto: Deutsche Bahn AG

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