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Fieberambulanz in der ehemaligen Tagesklinik öffnet

Neues Angebot zur ärztlichen Versorgung bei Verdacht auf Corona-Infektion

In Bad Mergentheim wird am Mittwoch, 22. April, mit Unterstützung des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis eine Fieberambulanz in der ehemaligen Tagesklinik (Wolfgangstraße 2) eröffnet. In dieser Einrichtung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) werden Patienten mit Verdacht auf eine Corona-Infektion oder mit fieberhaften Infekten untersucht und behandelt.

„Das neue Angebot sorgt für eine ausgewogene und ideale Verteilung der ambulanten Einrichtungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Main-Tauber-Kreis. Das zentrale Abstrichzentrum befindet sich in Tauberbischofsheim, verkehrsgünstig gelegen und in der Mitte des Landkreises. Es wird nun ergänzt durch eine Corona-Schwerpunktpraxis in Wertheim sowie durch die neue Fieberambulanz in Bad Mergentheim“, sagte Landrat Reinhard Frank am Freitagmittag bei einem Besuch vor Ort. Dabei würdigte er das „tolle Gemeinschaftsprojekt“ von Kreis und KV. Bei der Besichtigung der Fieberambulanz bezeichnete Oberbürgermeister Udo Glatthaar Alltagsmasken sowie Tests auf Coronavirus-Infektionen als die wichtigsten Mittel im Kampf gegen die Pandemie. Das Tragen eines Mundschutzes sei das Beste, was man tun könne, betonten auch Dr. Adalbert Weber als Kreisnotdienstbeauftragter sowie Dr. Carsten Köber als Vertreter des Vorstands der Ärzteschaft Bad Mergentheim.

Das Landratsamt hat die Tagesklinik angemietet und gemeinsam mit einem Unternehmen sowie dem Roten Kreuz eingerichtet; dieses Projekt wurde von Sozialdezernentin Elisabeth Krug und Kreisbrandmeister Alfred Wirsching geleitet. Ebenso gewährleistet das Landratsamt die Koordinierung der Patiententermine und die tägliche Reinigung des Gebäudes. Die Kassenärztliche Vereinigung stellt das ärztliche Personal sowie die medizinischen Fachangestellten und koordiniert deren Einsatz unter der Leitung von Dr. Franz Hoch, dem KV-Beauftragten der Notfallpraxis.

Die Fieberambulanz wird an fünf Tagen pro Woche, montags, dienstags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr sowie mittwochs und freitags von 15 bis 17 Uhr geöffnet sein. Banner leiten von der Wolfgangstraße im Bereich des Bahnübergangs aus in den Stichweg, an dem sich die Fieberambulanz befindet. Einige Parkplätze stehen direkt entlang des Gebäudes zur Verfügung. Ebenso können öffentliche Parkplätze an der Poststraße sowie beim Aktiv-Center genutzt werden.

Im Innenbereich wurden drei Warteräume und zwei Behandlungszimmer eingerichtet. Bodenmarkierungen leiten den Weg von den Behandlungszimmern in Richtung Ein-/Ausgang sowie zu den Patienten-WCs.

Untersuchungen und ggf. Abstriche werden in der Fieberambulanz nur bei Patientinnen und Patienten vorgenommen, die telefonisch über den Hausarzt angemeldet wurden und mit entsprechender Indikation einen Termin zur Untersuchung erhalten haben. Alle Personen, die unangemeldet bei der Fieberambulanz erscheinen, müssen abgewiesen werden. Die Termine werden durch das Gesundheitsamt Main-Tauber-Kreis vergeben.

Fotos: Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Markus Moll

Hintergrundinformationen

Eine Fieberambulanz wird in Kooperation mehrerer Ärzte und mit medizinischem Fachpersonal an einer zentralen Stelle betrieben. Die Ärzte untersuchen und behandeln Infektionspatienten, nehmen bei Bedarf einen Abstrich vor und entscheiden je nach Symptomen und Krankheitsbild, ob die Patienten in häusliche Isolation geschickt oder bei schwerem Verlauf stationär im Krankenhaus aufgenommen werden. Es kann niemand direkt zur Fieberambulanz gehen. Erste Anlaufstelle ist der Hausarzt, der einen Termin vermittelt.

Das Abstrichzentrum wurde in Zusammenarbeit von Landkreis, KV und Rotem Kreuz eingerichtet, um andere Patienten bei ihrem Arztbesuch sowie das Personal der Hausarztpraxen nicht dem Risiko der Ansteckung auszusetzen und um die Ärzte im Kreis zu entlasten. Hier werden Abstriche bei begründeten Verdachtsfällen vorgenommen, die telefonisch über den Hausarzt angemeldet wurden und mit entsprechender Indikation zur Testung einen Termin zur Untersuchung erhalten haben.

Mit der Corona-Schwerpunktpraxis gibt es eine zweite Kategorie von Ambulanzen. Dabei handelt es sich um die Bestandspraxis eines niedergelassenen Arztes. Hier werden Termine für Infektpatienten zeitlich und/oder räumlich abgegrenzt vom übrigen Sprechstundenablauf vorgehalten. Die Anmeldung in der Schwerpunktpraxis erfolgt ebenfalls ausschließlich durch Ärzte und nicht durch Patienten selbst. Im Main-Tauber-Kreis wurde eine Hausarztpraxis in der Wertheimer Innenstadt als Corona-Schwerpunktpraxis definiert. lra

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