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Erste Stipendiaten des Artist-in-Residence-Programms im Wildbad Rothenburg

ROTHENBURG. Erstmals lädt die evangelische Tagungsstätte Wildbad Rothenburg 2017 Künstler ein, hier einige Monate lang zu leben und zu arbeiten. Während ihres Aufenthalts setzen sie sich mit dem Ort und der Stadt Rothenburg auseinander und realisieren eine Arbeit, die als bleibender künstlerischer Eingriff im öffentlich zugänglichen Park des Tagungshauses verbleibt.
Die ersten Stipendiaten sind Matthias Böhler und Christian Orendt. Sie arbeiten seit 2007 als Künstlerduo Böhler & Orendt zusammen und sind noch bis Mitte September im Wildbad Rothenburg tätig. Hier realisieren sie eine mehrteilige, figurative Gruppe mit lebensgroßen Figuren. Die Arbeit mit dem Titel „Rast auf der Flucht vor der Auseinandersetzung mit der Abgefucktheit des Ist-Zustands“ wird bis zum Herbst in einem Waldstück am Hang platziert. Die Skulpturengruppe verkörpert Reisende, die entweder bereits an ihrem Ziel angelangt sind oder unterwegs innehalten. Haltung, Mimik, Kleidung der Figuren und mitgeführte Gegenstände evozieren eine Stimmung zwischen Hoffnung und Verzweiflung.
Das Projekt unterstützen 2017 als Förderer der Kunstfonds der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, der Kulturfonds Bayern und der Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst e. V. Möglichkeiten zur Begegnung mit den Künstlern gibt es in den nächsten Wochen weiterhin beim Künstler-Stammtisch am Donnerstag, jeweils ab 17 Uhr und zur offiziellen Verabschiedung von Böhler & Orendt am 14. September im Wildbad-Park.


9. Kunstsymposium
Zur fachübergreifenden Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst und dem Thema „Sehnsuchtsorte“ lädt außerdem das 9. Kunstsymposium der Evang.-Luth. Kirche in Bayern am 13. Oktober im Wildbad Rothenburg ein. Vorgestellt wird das Format „Wildbad Residency“, dessen Beginn die Installation von Böhler & Orendt markiert. Präsentiert wird an diesem Tag auch der Katalog zu „Rast auf der Flucht vor der Auseinandersetzung mit der Abgefucktheit des Ist-Zustands“.

 

Hintergrund
Kurzinfo zu Böhler & Orendt

Matthias Böhler und Christian Orendt interessieren sich für die Bemühungen des Menschen, die ihn umgebende Welt mit Sinn zu erfüllen, und sie gemäß wechselnder Weltvorstellungen zu formen. In ihrer künstlerischen Arbeit setzen Böhler & Orendt sich mit den häufig absurden und tragikomischen Auswirkungen dieser Bemühungen auseinander. Dabei nutzen sie unterschiedliche Mischformen zeichnerischer, digitaler, bildhauerischer und performativer Werktechniken ebenso wie Praktiken

aus den Bereichen des Bühnenbilds und des Modellbaus.

Zum Projekt von Böhler & Orendt im Wildbad

Ausgangspunkt der konzeptuellen Überlegungen zu dem ortsspezifischen Projekt von Böhler &

Orendt ist die Tatsache, dass Orte wie Rothenburg und die idyllisch an der Tauber gelegene, architektonisch eindrucksvolle Tagungsstätte für viele Menschen weltweit einen Sehnsuchtsort darstellen. Als solche lösen sie Vorstellungen von Glück und Zufriedenheit am Ziel einer langen Reise aus.

Vor dem Hintergrund dieses Grundgedankens entwickeln Böhler & Orendt während ihres Aufenthalts

im Wildbad eine mehrteilige, figurative Skulpturengruppe, die in unmittelbarer Nähe der

Tagungsstätte in einem kleinen Waldstück platziert werden soll. Die Figuren werden den Eindruck

von Menschen vermitteln, die sich auf einer Reise zu ihrem Sehnsuchtsort befinden, und entweder

an ihrem Ziel angelangt sind oder unterwegs innehalten.

Die Figurengruppe soll dem Betrachter mittels der Haltung, der Mimik, der Kleidung und der mitgeführten Gegenstände der dargestellten Personen die Möglichkeit bieten, über die mit einer solchen

Reise einhergehenden großen Erwartungen und Hoffnungen und deren Erfüllung oder auch Enttäuschung zu reflektieren.

Mehr zu Böhler & Orendt: www.boehler-orendt.com

 

 Fotos: Böhler & Orendt

 

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