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Eine Stadt im Festspielfieber – Impressionen von den Reichsstadttagen 2018

Schönes Wetter und farbenfrohe Gestalten

Rothenburg (ak). Wie jedes Jahr, gab es in Rothenburg anlässlich der Reichsstadttage auch heuer einiges zu erleben. Ziel war es, die „goldenen Tage“ aus der Zeit des 13. Jahrhunderts wieder aufleben zu lassen.

Das Lager im Graben bei der Spitalbastei.

Das Wetter hätte anlässlich der Festtage am vergangen Wochenende kaum besser sein können. Angenehme Temperaturen und Sonnenschein luden ein, das historische Treiben ganz entspannt bei freiem Eintritt zu genießen. Zu den Höhepunkten zählte der Fackelzug am Freitagabend: Zahlreiche Historische Gruppen starteten von der Doppelbrücke aus in Richtung Marktplatz, wo die einzelnen Gruppierungen vorgestellt wurden. Anschließend gab es ein musikalisch untermaltes Fassadenfeuerwerk am Rathaus. Tagsüber konnte man einiges entdecken, sowohl außer- als auch innerhalb der Stadtmauern lagerten historische Truppen und sorgten mit Showeinlagen für Unterhaltung. Doch auch Handwerker präsentierten ihr Können, und fahrende Händler boten ihre Produkte feil. Rundum hatte man das Gefühl, in einer längst vergangenen Zeit gelandet zu sein – wären da nicht die mit Smartphones ausgestatteten Besucher gewesen… Ein mittelalterlicher Markt mit Ausschank war am Grünen Markt vorzufinden, eine durchaus wichtige Station – gut gefüllte Humpen gehören ebenso zum Fest wie verkleidete Menschen. Dennoch, im Vergleich mit den Festtagen zu Pfingsten, schien der Trunkenheitspegel im gesamten doch recht gemäßigt zu sein.

Ein weiteres Highlight war am Samstagabend die „brennende Stadt“ mit Höhenfeuerwerk im Burggarten. In Rauch gehüllt erleuchtet die Stadtkulisse in rot. Glocken läuten im Hintergrund Alarm. Die Szene soll die Belagerung der Freien Reichsstadt zu Zeiten des Dreißig-Jährigen Krieges darstellen. Eine weitere Attraktion war am Sonntag der Viehmarkt (Kapellenplatz). Bereits früher feilschten dort die Bauern um Ziegen, Schafe und Kühe. Auch spannend anzusehen: die Gerichtsverhandlung in der Herrngasse, ebenfalls am Sonntagnachmittag. Anlässlich des 400-jährigen Jubiläums des Kriegsausbruchs, wurde die Belagerung der Stadt heuer auch musikalisch in den Fokus gerückt. So war auf der Stöberleinsbühne beim „Musikalischen Allerley“ einiges geboten: Gaukler, Musiker und Tanzeinlagen zogen die Besucher in ihren Bann.

 

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