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Die Rotbuche – Mutter des Waldes

Serie „Bemerkenswerte Bäume“ – Teil 17: Die Knierer-Buche bei Heckfeld

Die Rotbuche gilt als Mutter des Waldes. Die Rotbuche ist der häufigste Waldbaum Mitteleuropas. Sie kommt mit den Klima- und Standortverhältnissen sehr gut zurecht. Der wissenschaftliche Name der Rotbuche lautet Fagus sylvatica. Der deutsche Name kommt von der leicht rötlichen Farbe des Holzes. Eine große Buche kann an einem einzigen Tag ungefähr 7000 Liter Sauerstoff produzieren. Bäume wandeln Kohlendioxid und Wasser in Sauerstoff um.

Die Rotbuche ist leicht an der silbergrauen, glatten Rinde zu erkennen. Sie hat glatte, oval-runde Blätter. Die Rotbuche wirft die Blätter im Herbst ab. Sie sind ein wichtiger Nährstofflieferant für den Waldboden. Die Blätter am Waldboden bilden außerdem eine schützende Decke für Schnecken, Insekten, Würmer, Asseln und Pilzen.

Die Rotbuche wächst an vielen verschieden Standorten. Sie kann auch mit wenig Licht auskommen, so dass die jungen Bäume viele Jahre lang unter dem Schutz der Mutterbäume aufwachsen können. Buchen können circa 400 Jahre alt werden.

Ein außergewöhnliches Exemplar ist die Knierer-Buche bei Heckfeld. Sie ist als Naturdenkmal ausgewiesen. Die Knierer-Buche ist etwa 350 Jahre alt. Sie ist der dickste Baum im Wald des gesamten Landkreises: Die Höhe liegt bei circa 30 Meter und der Umfang beträgt 5,50 Meter.

Wer den Baum besuchen möchte folgt dieser Wegbeschreibung: Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz zwischen Heckfeld und Buch am Waldeingang nach der Autobahnunterführung. Dem leicht ansteigenden Hauptweg circa 700 Meter auf die Höhe folgen, dann links in den asphaltierten schnurgeraden Alleeweg einbiegen. Nach circa 400 Meter steht die Buche auf der rechten Seite. Sie sticht nicht unbedingt ins Auge, weil sie von vielen starken Bäumen eingerahmt wird. Es ist ein Holzschild mit dem Namen Kniererbuche vor dem Baum angebracht. GPS Ost 09°35’31,16 Nord 49°33’02,12.

Unter www.main-tauber-kreis.de/forstamt können die bisherigen Artikel der Serie „Serie Bemerkenswerte Bäume und junger Wald“ mit weiteren Fotos angesehen werden.

Fotos: Landratsamt Main-Tauber-Kreis / Sonja Döppert