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Staatssekretär Dr. Baumann und Landtagskandidat Dr. Haaf besichtigen Tauberrenaturierung

Main-Tauber-Kreis. Bei seinem Besuch in Tauberbischofsheim ließ es sich Staatssekretär Dr. Andre Baumann nicht nehmen, in Begleitung von Monika Becker vom NABU und Landtagskandidat Dr. Leonhard Haaf die vom Land Baden-Württemberg durchgeführte Tauberrenaturierung zwischen Tauberbischofsheim und Impfingen zu besichtigen und sich persönlich vom Erfolg dieser Maßnahme zu überzeugen.

Für die zuvor völlig gerade verlaufende und ökologisch tote Tauber wurde auf 1,1 km Länge ein gewundenes Bett angelegt und dem Fluss mehr Raum gegeben. Es handelte sich zuvor um weitgehend stehendes Wasser, das im neuen Bett wieder Strömung aufweist. Dafür hat das Land 1,3 Millionen Euro aufgewendet. Hinzu kamen 400.000 Euro für den nötigen Grunderwerb von 10 Hektar. „Wir machen solche Maßnahmen nicht zum Spaß“, so Dr. Baumann, „sondern um die europäische Wasserrahmenrichtlinie zu erfüllen.“ Sie dienten auch dem Hochwasserschutz. Baden-Württemberg sei dabei bundesweit führend. Die grün-geführte Landesregierung habe die Mittel dafür stark erhöht. Zur Gegenfinanzierung wurde das Wasserentnahmeentgelt erhöht, das im Unterschied zu anderen Einkunftsarten zweckgebunden ausgegeben werden muss. Erfreut zeigte sich der promovierte Biologe von seiner Beobachtung verschiedenster Tierarten, die sich seit der Renaturierung an diesem Flussabschnitt angesiedelt haben.

Der Klimawandel führe auch zu mehr und größeren Hochwasserereignissen, befürchtet Dr. Haaf. Die grüne Politik trage dem Rechnung. Sie sei „gut für die Natur und den Menschen“. Sie stelle die Liebe zur Natur in den Mittelpunkt, „wer grün wählt, wählt lebendige Flüsse“.

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