Aktuelle Stellenanzeigen:

Umjubelter Auftritt des Kabarettisten Christoph Maul

Schillingsfürst/Wilburgstetten (hm). Der aus Schillingsfürst stammende Kabarettist Christoph Maul trat jetzt auf Einladung des Kultur- und Partnerschaftsvereins Wilburgstetten im gut gefüllten Rittersaal des dortigen Pfarrheims auf. Dabei wusste der „neue Stern am Kabarett- und Comedy-Himmel“, wie er mitunter tituliert wird, auf seine ureigene Art mit viel pointiertem und oftmals auch hintergründigem Wortwitz zu überzeugen.

Christoph Maul. Foto: Heinz Meyer

Weil die Politik von der kommunalen Ebene bis zur Weltpolitik täglich neue Ideen für sein Programm „Mangel durch Überfluss“ bietet, begann er sein „Derblecken“ auch gleich mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder. Dieser habe sich seit seiner Wahl zum Landesfürsten inhaltlich und in seiner Ansprache derart verändert, dass alle Schulen jetzt quasi notgedrungen auf Laptops umsteigen mussten, weil Söder alle Kreiden vertilgt haben müsse. Bei einem Besuch in Rom an Ostern habe Maul am Petersplatz nur darauf gewartet, dass anstatt des Papstes „der Söder in dem Fenster erschienen“ wäre, um den österlichen Segen zu sprechen. Dessen Kreuzerlass nahm er kurzerhand mit in sein Programm auf, da die Bühne im örtlichen Pfarrheim mit einem großen Kreuz geschmückt war, welches Maul immer wieder geschickt thematisierte und in seine Tiraden über den Wahnsinn des Alltags mit einbezog. Der Schillingsfürster begeisterte auch in Wilburgstetten mit einer hohen Tagesaktualität, egal ob sich seine vielfältigen Themen aus dem südlichen Landkreis Ansbach oder auf internationaler Ebene ergeben haben. In seinem überbordenden Sammelsurium sind es vor allem gesellschaftliche Widersprüche und Perversitäten, die Maul mit viel Hintersinn aus allen möglichen Richtungen beleuchtet. So entstammt aus seinem Feuerwerk an Ideen und Kuriositäten auch die Frage, warum die Landwirte tagsüber „der Weizen und das Korn“ sagen, während abends am Stammtisch „das Weizen und der Korn“ im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stünden. Mit der Fragestellung, ob Volksparteien Dinosaurier sind, die wegen dem Klimawandel aussterben, fand er eine interessante Parallele zur Urzeit.

Bahn-Reaktivierung war ein Thema

„Seid mehr wie Pippi und nicht wie Annika“, weil auch das Kasperle mehr Spaß am Leben habe als Polizisten, gab Maul dem frohgestimmten Publikum noch eine Lebensweisheit mit auf den Weg, bevor er sich dann doch mit dem privaten Pkw wieder auf die Heimreise nach Schillingsfürst machte, obwohl er eigentlich vor Ort so lange unterhalten wollte, bis er mit der Bahn endlich von Wilburgstetten nach Dombühl hätte reisen können. Da wäre eine An- und Rückreise mit dem Boot über die Wörnitz aber wohl die sicherere Variante gewesen, so sein Dafürhalten.

Related Posts

20 Jahre Kleinkunstbühne Lauda-Königshofen
„Mangel durch Überfluss“
Schaibleweise aufs Maul geschaut -BlickLokal verlost zwei Karten